Mo, 14:10 Uhr
23.08.2010
Argumente für Option
Das Optionsmodell für die Arge im Kreistag: Nachdem bereits eine eigens gebildete Arbeitsgruppe mit Vertretern der Fraktionen, der Wirtschafts-, der Finanz- sowie der Sozial- und Gesundheitsausschuss die Ergebnisse der Steuerungsgruppe Option der Kreisverwaltung diskutiert haben, wird sich in der kommenden Sitzung am letzten Augusttag das Plenum mit dem Thema auseinandersetzen.
Die Kreistagsmitglieder werden entscheiden, ob der Landkreis das Optionsmodell für die Arge SGB II beantragt und damit zukünftig allein, ohne die Bundesagentur für Arbeit (BA) für die Leistungsempfänger nach dem SGB II verantwortlich ist. Kürzlich hat Landrat Joachim Claus bei einer Beratung mit den haupt- und ehrenamtlichen Bürgermeistern bekräftigt, dass er gute Gründe für das Optionsmodell sehe. Wenn ich für diese Aufgabe der alleinige Träger bin, kann ich sie ganzheitlich organisieren, so dass alle davon profitieren und wir Synergieeffekte nutzen, meinte Joachim Claus (CDU). Nicht nur die Kreisräte werden ihre Argumente austauschen. Fachlich spricht zu der Thematik auch Karsten Froböse, der hiesige BA-Geschäftsführer.
Die Steuerungsgruppe Option der Verwaltung des Landkreises sieht gute Gründe, für die Arge SGB II zukünftig das Optionsmodell zu wählen. So eröffne die Option mehr Eigenverantwortlichkeit und einen größeren Spielraum der Gestaltung vom passgenauen Maßnahmen und Projekten. Im strukturschwachen Landkreis Nordhausen mit insgesamt rund 90.000 Einwohnern leben in rund 6.000 Bedarfsgemeinschaften etwa 11. 000 Menschen, davon rund 2.600 Kinder im SGB II-Bezug. Hinzu komme die Herausforderung des demografischen Wandels mit der Folge sinkender Bevölkerungszahlen.
Vor diesem Hintergrund biete das Optionsmodell gute Möglichkeiten, gezielt nach den Gegebenheiten vor Ort ein ausgewogenes soziales Gefüge zu erhalten. Einen weiteren Vorteil sieht die Lenkungsgruppe darin, dass Aufgaben des Optionsmodells die bereits vorhandenen Leistungen der Landkreisverwaltung sinnvoll ergänzen und ein besseres Zusammenwirken verschiedener Bereiche ermöglichen.
Ziel ist es, ein kommunales Gesamtkonzept zu entwickeln: in den Bereichen der Grundsicherung für Arbeitssuchende, der Sozialhilfe, der Kinderförderung und Jugendhilfe, der Erwachsenenbildung, der Wirtschaftsförderung sowie der Integration von Menschen mit Migrationshintergrund. Analysen in den bestehenden 69 Optionskommunen hätten diesen strukturellen Vorteil bestätigt. Zudem seien Kosteneinsparungen beispielsweise bei den Verwaltungsausgaben durch die Option möglich, so die Lenkungsgruppe in einem Strategiepapier.
Bei einer Entscheidung für die Option, die die Kreistagsmitglieder in einem ersten Beschluss bereits befürwortet haben, muss sich der Landkreis bis Ende des Jahres für das Optionsmodell beim Bund bewerben, der die jetzige Anzahl von Optionskommunen von 69 auf 110 erhöhen will. In Thüringen gibt es bislang zwei Optionskommunen: der Landkreis Eichsfeld und die Stadt Jena.
Autor: nnzDie Kreistagsmitglieder werden entscheiden, ob der Landkreis das Optionsmodell für die Arge SGB II beantragt und damit zukünftig allein, ohne die Bundesagentur für Arbeit (BA) für die Leistungsempfänger nach dem SGB II verantwortlich ist. Kürzlich hat Landrat Joachim Claus bei einer Beratung mit den haupt- und ehrenamtlichen Bürgermeistern bekräftigt, dass er gute Gründe für das Optionsmodell sehe. Wenn ich für diese Aufgabe der alleinige Träger bin, kann ich sie ganzheitlich organisieren, so dass alle davon profitieren und wir Synergieeffekte nutzen, meinte Joachim Claus (CDU). Nicht nur die Kreisräte werden ihre Argumente austauschen. Fachlich spricht zu der Thematik auch Karsten Froböse, der hiesige BA-Geschäftsführer.
Die Steuerungsgruppe Option der Verwaltung des Landkreises sieht gute Gründe, für die Arge SGB II zukünftig das Optionsmodell zu wählen. So eröffne die Option mehr Eigenverantwortlichkeit und einen größeren Spielraum der Gestaltung vom passgenauen Maßnahmen und Projekten. Im strukturschwachen Landkreis Nordhausen mit insgesamt rund 90.000 Einwohnern leben in rund 6.000 Bedarfsgemeinschaften etwa 11. 000 Menschen, davon rund 2.600 Kinder im SGB II-Bezug. Hinzu komme die Herausforderung des demografischen Wandels mit der Folge sinkender Bevölkerungszahlen.
Vor diesem Hintergrund biete das Optionsmodell gute Möglichkeiten, gezielt nach den Gegebenheiten vor Ort ein ausgewogenes soziales Gefüge zu erhalten. Einen weiteren Vorteil sieht die Lenkungsgruppe darin, dass Aufgaben des Optionsmodells die bereits vorhandenen Leistungen der Landkreisverwaltung sinnvoll ergänzen und ein besseres Zusammenwirken verschiedener Bereiche ermöglichen.
Ziel ist es, ein kommunales Gesamtkonzept zu entwickeln: in den Bereichen der Grundsicherung für Arbeitssuchende, der Sozialhilfe, der Kinderförderung und Jugendhilfe, der Erwachsenenbildung, der Wirtschaftsförderung sowie der Integration von Menschen mit Migrationshintergrund. Analysen in den bestehenden 69 Optionskommunen hätten diesen strukturellen Vorteil bestätigt. Zudem seien Kosteneinsparungen beispielsweise bei den Verwaltungsausgaben durch die Option möglich, so die Lenkungsgruppe in einem Strategiepapier.
Bei einer Entscheidung für die Option, die die Kreistagsmitglieder in einem ersten Beschluss bereits befürwortet haben, muss sich der Landkreis bis Ende des Jahres für das Optionsmodell beim Bund bewerben, der die jetzige Anzahl von Optionskommunen von 69 auf 110 erhöhen will. In Thüringen gibt es bislang zwei Optionskommunen: der Landkreis Eichsfeld und die Stadt Jena.

