Di, 15:41 Uhr
10.08.2010
Deutsch für den Beruf
Täglich um 8 Uhr beginnt für die 18 Teilnehmer des Kurses Berufsbezogene Deutschförderung” der Unterricht in der Kreisvolkshochschule. Es ist ein Kursangebot für Menschen mit Migrationshintergrund, die Arbeit suchen oder in ihrem Beruf weiterkommen wollen...
Ziel ist es, die Männer und Frauen sprachlich und fachlich so gut zu qualifizieren, dass sie leichter eine Arbeitstelle finden oder dem Unterricht in einer Weiterbildungsmaßnahme besser folgen können. Die Nordhäuser VHS bietet einen solchen berufsorientierten sprachlichen Aufbaukurs zum ersten Mal an.
Die Vorgabe von 730 Stunden erfüllen die Teilnehmer aus Russland, Rumänien, Kasachstan, der Ukraine, der Türkei und Vietnam von Juni bis Dezember. Als Voraussetzung für diesen Kurs mussten sie bereits an einem Integrationskurs und erfolgreich an der Sprachprüfung B1 teilgenommen haben. Viele der jetzigen Kursteilnehmer haben diese grundlegenden Deutschkenntnisse bereits an der Nordhäuser Kreisvolkshochschule erworben, andere Teilnehmer hat die VHS gemeinsam mit der Arge für den freiwilligen Kurs gewonnen.
Inhaltliche Schwerpunkte des Kurses sind Deutsch im Arbeits- und Geschäftsleben sowie eine Berufsorientierung. Damit es den Menschen mit Migrationshintergrund leichter fällt, sich in die deutsche Arbeitswelt besser einzufinden, geht es außerdem um Themen wie rechtliche Fragen rund um die Arbeitssuche und Arbeitsplatz oder Anforderungen an Arbeitnehmer.
Dazu erlernen die Kursteilnehmer Arbeitstechniken wie selbstständiges und kreatives Arbeiten, Teamarbeit, Arbeitsplanung und Strategien zur Problemlösung. Wir sind daher stolz auf diesen Rundum-Kurs”, sagt Beate Walzel, Bereichsleiterin für Sprachen, Politik - Gesellschaft - Umwelt der Kreisvolkshochschule Nordhausen.
In den ersten Monaten wird zunächst einmal ein Bewerbungstraining absolviert. Dazu erlernen die Frauen und Männern grundlegende EDV-Kenntnisse. Im August und September liegt der Schwerpunkt in der Deutschen Sprache. Doch nicht nur die Theorie spielt in dem Programm eine Rolle. Zur allgemeinen Berufsorientierung sind zudem einige Betriebsbesichtigungen u. a. bei Nordbrand, den Stadtwerken und einem Autohaus geplant. Außerdem werden die Teilnehmer die Messe Haus und Bau” besuchen. Unter Anleitung einer ausgebildeten Fachkraft erstellen sie zudem einen Profilpass, der ihre Stärken und Schwächen aufzeigt.
In einem 6-wöchigen Praktikum im Oktober und November können Kenntnisse und Fähigkeiten praktisch unter Beweis gestellt werden. Das Praktikum ist eine gute Gelegenheit für die Kursteilnehmer, ihre eigenen Vorstellungen von einer Tätigkeit zu überprüfen – die hier oft ganz anders aussieht als in ihren Heimatländern. Da läuft auch nicht immer alles glatt. Aber dafür ist dieses praktische Ausprobieren ja auch gedacht und die Teilnehmer können dann ihren Praktikumsplatz auch noch wechseln, erläutert Beate Walzel.
In den letzten Monaten geht es um Fachtheorie, also zum Beispiel um sprachliche Anforderung in bestimmten Berufen, kaufmännische und EDV-Grundlagen, wobei gleichzeitig die Sprachkenntnisse weiter vertieft werden. Denn am Ende streben alle Teilnehmer den Sprachtest B2 Beruf” mit einer mündlichen und einer schriftlichen Prüfung an. Während der gesamten Kurszeit geht ein 6-köpfiges Dozententeam mit Sprachlehrerin, Sozialpädagogin und Jobcoach flexibel auf die Menschen, ihre Anforderungen, Interessen und Bedürfnisse ein.
Die EU fördert dieses Programm über den Europäischen Sozialfond, das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge organisiert die Angebote im gesamten Bundesgebiet. Auch für die nächste Förderperiode von 2010 bis 2013 hat sich der Thüringer Volkshochschulverband beworben. Bei einer Zusage wird auch die Kreisvolkshochschule Nordhausen im kommenden Jahr wieder ein solchen beruforientierten Sprachkurs anbieten.
Autor: nnzZiel ist es, die Männer und Frauen sprachlich und fachlich so gut zu qualifizieren, dass sie leichter eine Arbeitstelle finden oder dem Unterricht in einer Weiterbildungsmaßnahme besser folgen können. Die Nordhäuser VHS bietet einen solchen berufsorientierten sprachlichen Aufbaukurs zum ersten Mal an.
Die Vorgabe von 730 Stunden erfüllen die Teilnehmer aus Russland, Rumänien, Kasachstan, der Ukraine, der Türkei und Vietnam von Juni bis Dezember. Als Voraussetzung für diesen Kurs mussten sie bereits an einem Integrationskurs und erfolgreich an der Sprachprüfung B1 teilgenommen haben. Viele der jetzigen Kursteilnehmer haben diese grundlegenden Deutschkenntnisse bereits an der Nordhäuser Kreisvolkshochschule erworben, andere Teilnehmer hat die VHS gemeinsam mit der Arge für den freiwilligen Kurs gewonnen.
Inhaltliche Schwerpunkte des Kurses sind Deutsch im Arbeits- und Geschäftsleben sowie eine Berufsorientierung. Damit es den Menschen mit Migrationshintergrund leichter fällt, sich in die deutsche Arbeitswelt besser einzufinden, geht es außerdem um Themen wie rechtliche Fragen rund um die Arbeitssuche und Arbeitsplatz oder Anforderungen an Arbeitnehmer.
Dazu erlernen die Kursteilnehmer Arbeitstechniken wie selbstständiges und kreatives Arbeiten, Teamarbeit, Arbeitsplanung und Strategien zur Problemlösung. Wir sind daher stolz auf diesen Rundum-Kurs”, sagt Beate Walzel, Bereichsleiterin für Sprachen, Politik - Gesellschaft - Umwelt der Kreisvolkshochschule Nordhausen.
In den ersten Monaten wird zunächst einmal ein Bewerbungstraining absolviert. Dazu erlernen die Frauen und Männern grundlegende EDV-Kenntnisse. Im August und September liegt der Schwerpunkt in der Deutschen Sprache. Doch nicht nur die Theorie spielt in dem Programm eine Rolle. Zur allgemeinen Berufsorientierung sind zudem einige Betriebsbesichtigungen u. a. bei Nordbrand, den Stadtwerken und einem Autohaus geplant. Außerdem werden die Teilnehmer die Messe Haus und Bau” besuchen. Unter Anleitung einer ausgebildeten Fachkraft erstellen sie zudem einen Profilpass, der ihre Stärken und Schwächen aufzeigt.
In einem 6-wöchigen Praktikum im Oktober und November können Kenntnisse und Fähigkeiten praktisch unter Beweis gestellt werden. Das Praktikum ist eine gute Gelegenheit für die Kursteilnehmer, ihre eigenen Vorstellungen von einer Tätigkeit zu überprüfen – die hier oft ganz anders aussieht als in ihren Heimatländern. Da läuft auch nicht immer alles glatt. Aber dafür ist dieses praktische Ausprobieren ja auch gedacht und die Teilnehmer können dann ihren Praktikumsplatz auch noch wechseln, erläutert Beate Walzel.
In den letzten Monaten geht es um Fachtheorie, also zum Beispiel um sprachliche Anforderung in bestimmten Berufen, kaufmännische und EDV-Grundlagen, wobei gleichzeitig die Sprachkenntnisse weiter vertieft werden. Denn am Ende streben alle Teilnehmer den Sprachtest B2 Beruf” mit einer mündlichen und einer schriftlichen Prüfung an. Während der gesamten Kurszeit geht ein 6-köpfiges Dozententeam mit Sprachlehrerin, Sozialpädagogin und Jobcoach flexibel auf die Menschen, ihre Anforderungen, Interessen und Bedürfnisse ein.
Die EU fördert dieses Programm über den Europäischen Sozialfond, das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge organisiert die Angebote im gesamten Bundesgebiet. Auch für die nächste Förderperiode von 2010 bis 2013 hat sich der Thüringer Volkshochschulverband beworben. Bei einer Zusage wird auch die Kreisvolkshochschule Nordhausen im kommenden Jahr wieder ein solchen beruforientierten Sprachkurs anbieten.

