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Di, 14:34 Uhr
11.02.2003

Sanierung gemeinsam angehen

Nordhausen (nnz). In diesem Jahr soll die Bahnhofstraße einer Verjüngerungskur unterzogen werden. Damit bereits im Konsens zwischen Anliegerinteressen und der Stadt Nordhausen erzielt werden kann, hatte sich eine Interessengemeinschaft gegründet. Die war jetzt in der Stadtverwaltung zu Gast.


In der vergangenen Woche fand auf Bitten der IG Bahnhofstraße eine Zusammenkunft in der Bauverwaltung der Stadt statt. Angela Breuer, die für die Bauarbeiten verantwortlich zeichnet, und Bauamtsleiter Jens Kohlhause informierten dabei über den Stand der Planungen. Demnach ist das Ausschreibungsverfahren abgeschlossen und der Stadtrat soll in seiner nächsten Sitzung die Vergabe der Aufträge beschließen. Der Baubeginn ist für den 3. März geplant. Die Bauarbeiten sollen, wie den Anliegern bereits mehrfach zugesagt, abschnittsweise durchgeführt werden. Die Arbeitszeit soll zwischen 7.00 und 20.00 Uhr liegen, um einen straffen Bauablauf zu gewährleisten. Die Bauverwaltung erklärte sich bereit, allen am Bau Beteiligten einen Brief der IG zu übergeben, in dem diese zu Rücksicht auf die Situation der Gewerbetreibenden aufgefordert werden.

Ein genauer Ablaufplan der Arbeiten liegt derzeit nicht vor. Er soll bei einer Bürgerversammlung vorgestellt werden, die am 20.2.2003 um 19.00 Uhr im Eiscafe Verona stattfindet. Dazu wird die Stadtverwaltung einladen. An der Versammlung werden auch Vertreter der Bauunternehmen sowie des Ordnungsamtes teilnehmen, um beispielsweise auch die Frage der Sondernutzungsgenehmigungen zu klären.

In der Frage der Sondernutzungsgenehmigungen - Freisitze vor den Kaffees, Verkaufsflächen, Werbeaufsteller - zeichneten sich im Gespräch mit der Bauverwaltung folgende Regelungen ab: Die Stadt ist bereit, die Interessen der Gewerbetreibenden während der Bauarbeiten und danach umfassend in ihre Planungen einzubeziehen. So soll die Variante geprüft werden, inwiefern während der Bauarbeiten der Betrieb der Freisitze gewährleistet werden kann. Alle Regelungen für eine Weiterführung der Sondernutzungen nach dem Umbau unterliegen jedoch der Prämisse, dass der Gesamteindruck der Bahnhofstraße dadurch nicht negativ beeinflusst wird.

Das bringt mit sich, dass die Zahl der Genehmigungen eingeschränkt wird und mögliche Verkaufsflächen etc. gewisse Mindeststandards erfüllen müssen. Werbeaufsteller vor Geschäften sollen gänzlich aus dem Straßenbild verschwinden. Dafür sollen am Anfang und Ende der Fußgängerzone zwei Aufsteller auf die einzelnen Geschäfte hinweisen. Auf Initiative der IG erklärte sich die Stadt bereit, Geschäften in Hoflage wie dem Citycenter, der Atrium-Passage oder der alpha-Apotheke die Werbung in fest installierten, zum Gesamtensemble passenden Werbeaufstellern zu ermöglichen. Die Stadt würde diese Aufsteller auf Wunsch der Gewerbetreibenden in das Ausschreibungsverfahren und die Planungen einbeziehen, jedoch nicht für die dafür entstehenden Anschaffungs- und Baukosten aufkommen.

Die Vertreter der Stadtverwaltung haben die IG ermutigt, über eigene Werbeaktivitäten den Kundenstrom während der Bauarbeiten zu sichern. Dabei wurde die Mitwirkung z.B. bei Baustellenführungen zugesagt. Die Sprecherin der IG, Apothekerin Julie Garke, appellierte in diesem Zusammenhang auch an alle Kunden und Patienten, der Bahnhofstraße auch während der Bauarbeiten trotz aller Erschwernisse die Treue zu halten. Auch für kranke oder behinderte Menschen und Mütter mit Kinderwagen sei der Zugang insbesondere zu den Ärztehäusern und Apotheken in jeder Phase der Bauarbeiten gewährleistet. Sollte es dennoch Probleme geben, steht sie unter 03631 - 68 37 0 als Ansprechpartnerin zur Verfügung.

Weitere Punkte, die sich im Gespräch ergaben waren:

- die Straßenbeleuchtung wird als erstes installiert, so dass keine provisorische Baustellenbeleuchtung notwendig ist

- Nacht- und Notdienste von Apotheken- und Ärztehäusern werden im Bauablauf berücksichtigt - dazu übermittelt die IG die entsprechenden Notdienstpläne

- Bauarbeiter werden zu höflichem Verhalten gegenüber Passanten/Kunden angehalten - ein Brief der IG an alle am Bau beteiligten Unternehmen, in dem diese auf ihre besondere Verantwortung für die Erhaltung von Arbeitsplätzen/Existenzen hingewiesen werden, wird von der Bauverwaltung weitergeleitet

- Während der Bauarbeiten gibt die Bauverwaltung den Sprechern der IG etwa alle vier Wochen einen Überblick über den Fortschritt der Arbeiten, der an die Anlie-ger weiter geleitet wird

Ausdrücklich hervorgehoben wird von der Sprecherin der IG das aufgeschlossene Klima bei den Gesprächen mit der Stadtverwaltung. "Die Beteiligten zeigen sich sehr aufgeschlossen unseren Anliegen gegenüber und versuchen, gemeinsame Lösungsansätze zu finden und ich hege die Hoffnungen, dass es uns gelingen wird, dieses Verhältnis während der Bauarbeiten aufrecht zu erhalten", sagte sie.
Autor: nnz

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