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Mi, 08:48 Uhr
07.07.2010

Aus zweiter Hand

Ein kleines Jubiläum: Zum fünften Mal schreibt der „Gesprächskreis Baustoffe“ den Förderpreis „Landschaften aus zweiter Hand“ aus. Der Förderpreis trägt dem Rohstoffabbau im Landkreis Nordhausen Rechnung.


Landschaften, die dadurch und durch andere Maßnahmen verändert werden, werden anschließend wieder neu gestaltet. Mit dem Förderpreis „Landschaften aus zweiter Hand“ würdigt der Gesprächskreis speziell Maßnahmen, die zur Rekultivierung bzw. Renaturierung von bergbaulich genutzten Gebieten und industriellen Brachflächen sowie zur Verkehrsinfrastruktur im Landkreis Nordhausen beitragen. Schirmherr und Förderer des Preises ist Landrat Joachim Claus.

Im „Gesprächskreis Baustoffe“ treffen sich seit rund fünf Jahren Vertreter der Rohstoffindustrie, des amtlichen Naturschutzes der Unteren Naturschutzbehörde des Landratsamtes und des nichtamtlichen Naturschutzes, vertreten durch den Verein Nabu und die Ornithologen. Die Mitglieder diskutieren konstruktiv über die Spannungen zwischen der industriellen Nutzung von Flächen, insbesondere für den Abbau von Rohstoffen wie Gips, Kalkstein, Ton oder Kies auf der einen und dem Natur- und Landschaftsschutz auf der anderen Seite und beraten den Landrat in Fragen des Abbaus von Bodenschätzen.

Die Ziele beider Seiten – der Wirtschaft und des Naturschutzes – erscheinen oft zunächst gegensätzlich, Kompromisse rücken in weite Ferne. Hier setzt der Gesprächskreis an, um beide Seiten an einen Tisch zu bringen und tragfähige Lösungen zu entwickeln. Das Gremium ist paritätisch besetzt. Beim Förderpreis „Landschaften aus zweiter Hand“ geht es besonders darum, wie ausgehend von der Planung die Ausführung gelungen ist und wie die Öffentlichkeit die neue Gestaltung angenommen hat, heißt es im Ausschreibungstext.

Das Nutzungsziel kann unterschiedlich sein, zum Beispiel dem Biotop- und Artenschutz, der Naherholung oder der Freizeitgestaltung dienen. Bei der Bewertung eines Vorschlages soll auch berücksichtigt werden, wie es der Bewerber verstanden hat, möglichst frühzeitig landschaftliche Bereicherung und Angebote für Mensch und Natur zu erreichen.

Beteiligen können sich Unternehmen, Institutionen, Behörden und Vereine mit einer kurzen Darstellung des Auszeichnungsvorschlag kurz dargestellt mit einem Verweis auf weitere Dokumentationen. Dieser muss in dreifacher Ausführung beim „Gesprächskreis Baurohstoffe“, Landratsamt Nordhausen, Grimmelallee 23, 99734 Nordhausen eingereicht werden. Der Einsendeschluss ist der 30. August.

Im vergangenen Jahr hat die DEGES den Wettbewerb mit einem Projekt der Landschaftspflege im Zuge des Baus der A38 in der Region Breitenworbis und Bleicherode gewonnen. Ziel des Projektes war es, eine wertvolle Salzwiesenvegetation zu erhalten und eine geeignete Fläche herzurichten, um eine Salzwiesenvegetation am Quellaustritt „Müllerklinge“ bei Obergebra anzuregen.
Autor: nnz

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