Fr, 11:46 Uhr
25.06.2010
Auf Erholungskurs
Im Landkreis Nordhausen sind in den vergangenen Wochen rund 100 Unternehmen durch die Industrie- und Handelskammer befragt worden, wie denn die Stimmung so sei? Und die, die ist nicht schlecht. Hier ein konkreten Daten und Zahlen...
Die Industrie- und Handelskammer Erfurt kann im Frühsommer 2010 laut jüngster Konjunkturumfrage eine weitere Stimmungsaufhellung unter den rund 100 befragten Unternehmen im Landkreis Nordhausen verzeichnen. Vor allem die Erwartungen und Pläne für die Zukunft werden positiver eingeschätzt als noch 2009. Inzwischen mehren sich die Hoffnungen auf eine deutliche wirtschaftliche Erholung.
Jeder vierte Unternehmer im Landkreis rechnet mit einer Verbesserung der Geschäftslage. Nur noch 24 Prozent äußern sich pessimistisch, das waren bei der vorherigen Umfrage immerhin noch 41 Prozent.
Dementsprechend positiv fallen die Beschäftigungspläne für die kommenden Monate aus. Im Landkreis Nordhausen signalisieren wieder 11 Prozent, dass sie Stellen schaffen wollen. Ein deutlicher Anstieg zu den 2 Prozent bei der vorangegangenen Befragung. Im vergangenen Jahr planten noch 25 Prozent eine Reduzierung ihres Personals.
Steigende Auftragszahlen und besser ausgelastete Kapazitäten haben auch zu einer weiteren Stabilisierung der aktuellen Geschäftslage beigetragen. 79 Prozent der Firmenchefs beurteilen ihre gegenwärtige Situation mit gut bis befriedigend. Die Mehrzahl arbeitet mit Gewinn oder zumindest kostendeckend.
Auch wenn die Unternehmen ihre Produktion zunehmend ausweiten, haben die Kapazitäten längst noch nicht das Vorkrisenniveau erreicht. Dies und die nach wie vor spürbaren Unsicherheiten hinsichtlich Euro-Entwicklung sowie der wachsende Druck zur Konsolidierung der Staatsfinanzen lässt viele Firmen noch zögern, mehr Geld in neue Maschinen und Anlagen zu stecken. So beabsichtigt die Hälfte der befragten Betriebe, ihr Investitionsbudget zu erhöhen oder konstant zu halten. Hauptmotiv bleibt die Deckung des Ersatzbedarfs. Die andere Hälfte denkt jedoch an Kürzungen oder plant gar keine Investitionen.
Fazit: Die Stimmung in der Region zeigt sich zunehmend aufgehellt. Die Konjunktur gewinnt an Schwung. Das macht Hoffnung - wenn auch nur zögerlich - auf einen anhaltenden Aufwärtstrend.
Diese positiven Botschaften dürfen jedoch nicht über die nach wie vor außerordentlich hohen Risiken hinwegtäuschen. Noch immer belastet eine niedrige Kapazitätsauslastung die Unternehmen. Es wird noch einige Zeit brauchen, bis die Produktionseinbrüche der Jahre 2008 und 2009 aufgeholt sind. Darüber hinaus hängt die neu angeheizte Finanzmarktkrise wie ein Damoklesschwert über einem Aufschwung.
Autor: nnzDie Industrie- und Handelskammer Erfurt kann im Frühsommer 2010 laut jüngster Konjunkturumfrage eine weitere Stimmungsaufhellung unter den rund 100 befragten Unternehmen im Landkreis Nordhausen verzeichnen. Vor allem die Erwartungen und Pläne für die Zukunft werden positiver eingeschätzt als noch 2009. Inzwischen mehren sich die Hoffnungen auf eine deutliche wirtschaftliche Erholung.
Jeder vierte Unternehmer im Landkreis rechnet mit einer Verbesserung der Geschäftslage. Nur noch 24 Prozent äußern sich pessimistisch, das waren bei der vorherigen Umfrage immerhin noch 41 Prozent.
Dementsprechend positiv fallen die Beschäftigungspläne für die kommenden Monate aus. Im Landkreis Nordhausen signalisieren wieder 11 Prozent, dass sie Stellen schaffen wollen. Ein deutlicher Anstieg zu den 2 Prozent bei der vorangegangenen Befragung. Im vergangenen Jahr planten noch 25 Prozent eine Reduzierung ihres Personals.
Steigende Auftragszahlen und besser ausgelastete Kapazitäten haben auch zu einer weiteren Stabilisierung der aktuellen Geschäftslage beigetragen. 79 Prozent der Firmenchefs beurteilen ihre gegenwärtige Situation mit gut bis befriedigend. Die Mehrzahl arbeitet mit Gewinn oder zumindest kostendeckend.
Auch wenn die Unternehmen ihre Produktion zunehmend ausweiten, haben die Kapazitäten längst noch nicht das Vorkrisenniveau erreicht. Dies und die nach wie vor spürbaren Unsicherheiten hinsichtlich Euro-Entwicklung sowie der wachsende Druck zur Konsolidierung der Staatsfinanzen lässt viele Firmen noch zögern, mehr Geld in neue Maschinen und Anlagen zu stecken. So beabsichtigt die Hälfte der befragten Betriebe, ihr Investitionsbudget zu erhöhen oder konstant zu halten. Hauptmotiv bleibt die Deckung des Ersatzbedarfs. Die andere Hälfte denkt jedoch an Kürzungen oder plant gar keine Investitionen.
Fazit: Die Stimmung in der Region zeigt sich zunehmend aufgehellt. Die Konjunktur gewinnt an Schwung. Das macht Hoffnung - wenn auch nur zögerlich - auf einen anhaltenden Aufwärtstrend.
Diese positiven Botschaften dürfen jedoch nicht über die nach wie vor außerordentlich hohen Risiken hinwegtäuschen. Noch immer belastet eine niedrige Kapazitätsauslastung die Unternehmen. Es wird noch einige Zeit brauchen, bis die Produktionseinbrüche der Jahre 2008 und 2009 aufgeholt sind. Darüber hinaus hängt die neu angeheizte Finanzmarktkrise wie ein Damoklesschwert über einem Aufschwung.

