Do, 12:07 Uhr
24.06.2010
Eine runde Sache...WM und faire Bälle
Eine Entscheidung der katholischen Domgemeinde und der evangelischen Gemeinden Blasii-Altendorf und Frauenberg: Beim größten nordthüringer Stadtfest, dem Rolandsfest in Nordhausen, wird ein Gottesdienst stattfinden. Am Beginn der Fußball -WM. "Eine Runde Sache - mit Gott", so lautete in Erweiterung des Festmottos der Titel des Gottesdienstes.
Die Kollekte von über tausend Euro baut die Brücke in das Land der WM. "Brot für die Welt" sammelt für ein Projekt "Centre for the study of violance ind reconciliation", das Gewalt und ihre Ursachen und Wege der Überwindung in den Mittelpunkt rückt. Hautnah und mit hohem Einsatz. Lesen Sie nach, es gibt dazu eine WM-Zeitung, z.B. im Weltladen. Herzlichen Dank den Spendenden.
Doch zu dieser runden Sache gab es noch eine Überraschung: Die Grundschulen des Landkreises erhielten einen "FAIRTRADE-FUSSBALL" geschenkt. Mit dem Ball die Informationen, warum solche Fußbälle besser sind - gerechter Lohn für die Arbeit steckt im Preis, keine Kinderarbeit. Eine Grundschule erhielt den Ball nachträglich - die 3. Klasse der Grundschule Nordhausen-Ost war gestern überrascht. "Ghana, Deutschland, Portugal, Brasilien, Serbien, Italien, Argentinien ... wird Weltmeister". Nacheinander zählten die Kinder ihre Favoriten auf.
Toll, denn es zeigte, dass die Freude über Deutschlands Fußballsiege den anderen die faire Chance lässt zu gewinnen, weil sie alle gut Fußball spielen können. Ohne Neid am Sieg der besseren Manschaft freuen können, das sollten sie nicht vergessen. Was die Kinder noch erstaunt hörten: So ein Ball wie der, den sie bekamen, erzählt noch mehr als über gerechte Bezahlung der Ballnäher.
Fußball spielen ist auch dort, wo Kinder als Soldaten missbraucht wurden, ein Mittel, um sie langsam von ausgenutzten, traumatisierten "Kampfmaschinen" zu Menschen mit fairen Spielregeln und gewaltfreien Konfliktlösungen werden zu lassen. Eine harte Arbeit,eine große Aufgabe, die Geld, Geduld und starke Gestalter braucht. Dann nahmen der beste Fußballer der Klasse und ein Mädchen, das noch nie Fußball spielte, stellvertretend für die Schule den Ball in Empfang.
Damit nicht genug: zum Kirchenentdeckertag am Montag, an dem 5. und 6. Klassen aus sechs beteiligten Regelschulen des Landkreises teilnahmen, erhielten auch diese je einen Fußball. Und sie konnten erleben und versuchen, so einen Ball zu nähen. Die Ausdauer brachten nicht viele auf. Schnell nähen und mitnehmen... aber das geht nicht und zeigte eindrücklich, wieviel Arbeit in einem genähten Ball steckt.
Der Kirchenkreis und der Weltladen (Schrankenlos e.V.) hoffen, dass die Begeisterung für den Fußball auch Interesse am Weg des Gastgeberlandes Südafrika weckt. Was hat Gott damit zu schaffen? Eines der Hauptworte der Bibel ist: Gerechtigkeit - auf Erden, und da haben Menschen viel Anteil: zu nehmen und zu geben.
Welche Klasse nach den Ferien, welche Gruppe sich dafür auch sonst interessiert - meldet Euch, melden Sie sich im Schrankenlos e.V.: Vom Nähversuch der Bälle bis zur fairen Grillparty mit Zutaten aus Südafrika - alles ist möglich!
Peter Kube
Autor: nnzDie Kollekte von über tausend Euro baut die Brücke in das Land der WM. "Brot für die Welt" sammelt für ein Projekt "Centre for the study of violance ind reconciliation", das Gewalt und ihre Ursachen und Wege der Überwindung in den Mittelpunkt rückt. Hautnah und mit hohem Einsatz. Lesen Sie nach, es gibt dazu eine WM-Zeitung, z.B. im Weltladen. Herzlichen Dank den Spendenden.
Doch zu dieser runden Sache gab es noch eine Überraschung: Die Grundschulen des Landkreises erhielten einen "FAIRTRADE-FUSSBALL" geschenkt. Mit dem Ball die Informationen, warum solche Fußbälle besser sind - gerechter Lohn für die Arbeit steckt im Preis, keine Kinderarbeit. Eine Grundschule erhielt den Ball nachträglich - die 3. Klasse der Grundschule Nordhausen-Ost war gestern überrascht. "Ghana, Deutschland, Portugal, Brasilien, Serbien, Italien, Argentinien ... wird Weltmeister". Nacheinander zählten die Kinder ihre Favoriten auf.
Toll, denn es zeigte, dass die Freude über Deutschlands Fußballsiege den anderen die faire Chance lässt zu gewinnen, weil sie alle gut Fußball spielen können. Ohne Neid am Sieg der besseren Manschaft freuen können, das sollten sie nicht vergessen. Was die Kinder noch erstaunt hörten: So ein Ball wie der, den sie bekamen, erzählt noch mehr als über gerechte Bezahlung der Ballnäher.
Fußball spielen ist auch dort, wo Kinder als Soldaten missbraucht wurden, ein Mittel, um sie langsam von ausgenutzten, traumatisierten "Kampfmaschinen" zu Menschen mit fairen Spielregeln und gewaltfreien Konfliktlösungen werden zu lassen. Eine harte Arbeit,eine große Aufgabe, die Geld, Geduld und starke Gestalter braucht. Dann nahmen der beste Fußballer der Klasse und ein Mädchen, das noch nie Fußball spielte, stellvertretend für die Schule den Ball in Empfang.
Damit nicht genug: zum Kirchenentdeckertag am Montag, an dem 5. und 6. Klassen aus sechs beteiligten Regelschulen des Landkreises teilnahmen, erhielten auch diese je einen Fußball. Und sie konnten erleben und versuchen, so einen Ball zu nähen. Die Ausdauer brachten nicht viele auf. Schnell nähen und mitnehmen... aber das geht nicht und zeigte eindrücklich, wieviel Arbeit in einem genähten Ball steckt.
Der Kirchenkreis und der Weltladen (Schrankenlos e.V.) hoffen, dass die Begeisterung für den Fußball auch Interesse am Weg des Gastgeberlandes Südafrika weckt. Was hat Gott damit zu schaffen? Eines der Hauptworte der Bibel ist: Gerechtigkeit - auf Erden, und da haben Menschen viel Anteil: zu nehmen und zu geben.
Welche Klasse nach den Ferien, welche Gruppe sich dafür auch sonst interessiert - meldet Euch, melden Sie sich im Schrankenlos e.V.: Vom Nähversuch der Bälle bis zur fairen Grillparty mit Zutaten aus Südafrika - alles ist möglich!
Peter Kube



