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Di, 14:46 Uhr
22.06.2010

Rückwärts nach vorn

Seit einigen Wochen sind Mitarbeiter der Schachtbau Nordhausen GmbH sowohl auf Rügen als auch auf dem Festland anzutreffen. Um es noch genauer zu beschreiben, ihre Arbeitsstelle befindet sich quasi dazwischen...

Arbeiten zwischen Rügen und dem Festland (Foto: SBN) Arbeiten zwischen Rügen und dem Festland (Foto: SBN)

Das Nordhäuser Unternehmen hat den Auftrag erhalten, die alte Strelasundbrücke, auch als “Rügendammbrücke” bekannt, zu sanieren. Das Bauwerk ist 540 Meter lang, “hier werden wir in den kommenden zwölf Monaten rund 850 Tonnen Stahl verbauen”, so Oberbauleiter Thomas Stäter. Insgesamt soll die alte Betonfahrbahn gegen eine Stahlplatte ausgetauscht werden, die zum Schluss der Arbeiten mit einer normalen Fahrbahndecke aus Asphalt überzogen wird.

“Wir arbeiten an dieser anspruchsvollen Aufgabe im Takt. Das bedeutet, dass immer ein zehn Mal sieben Meter großes Feld ausgebrochen wird. Danach werden die neuen Stahlplatten aufgebracht und verschweißt. Rund 50 dieser Segmente werden es nach Abschluss der Arbeiten sein”, erläutert Stäter.

Neben der Schachtbau Nordhausen GmbH agieren an der Baustelle weitere ortsansässige Firmen als Subunternehmen. Derzeit sind an der alten Strelasundbrücke vier Mitarbeiter der Schachtbau Nordhausen GmbH sowie zwei ehemalige Werftschweißer aus Stralsund beschäftigt. Ziel wird sein, in den nächsten Wochen, ein Team von zehn bis zwölf Mann auf der Baustelle zu haben.

Neben den Arbeiten an der Brücke muss der vorhandene Fuß- und Radweg weiter benutzbar sein, so die Forderung der Auftraggeber in Mecklenburg-Vorpommern. “Das bereitet uns keine Schwierigkeiten. Unsere Mitarbeiter haben sich auch mit den zahlreichen Anglern arrangiert, die diesen Fuß- und Radweg für ihr Hobby nutzen. Als zum Beispiel der Hering durch den Strelasund zog, waren es schon bis zu 100 Angler täglich. Für uns Landratten ein nicht alltägliches Schauspiel”, berichtet der Oberbauleiter.

Bis zum Mai kommenden Jahres haben die Schachtbauer im Norden der Republik zu tun. Sie bewegen sich so zusagen im Takt rückwärts vom Festland in Richtung Rügen - Feld für Feld. Am Ende der Arbeiten wird die Fahrbahndecke aufgezogen. Dann sollen rund 5,2 Millionen Euro verbaut sein. Bei der Ausführung der Arbeiten kommen der Schachtbau NordhausenGmbH sowohl ihr qualifiziertes Stahlbaupersonal, als auch die gesammelten Erfahrungen des gesamten Infrastruktursegments zu Gute, auf die Bauleiter Torsten Döring und seine Mitarbeiter jederzeit zurückgreifen können.
Autor: nnz

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