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Mo, 14:15 Uhr
21.06.2010

Doppelt hält besser

Mit einem Doppel-Programm will der Freistaat Thüringen erreichen, dass noch mehr Langzeitarbeitslose in den Arbeitsmarkt integriert werden können. Entsprechend des Titels "Arbeit für Thüringen und Zukunft Familie" wird der Fokus auf zwei Bereiche gelegt. Wie das im Landkreis Nordhausen umgesetzt werden soll, das hat die nnz erfahren...


Der Teil "Arbeit für Thüringen" startet bereits am 1. Juli und richtet sich vor allem an Langzeitarbeitslose mit mehrfachen Vermittlungshemmnissen. Dazu gehören zum Beispiel Jugendliche und junge Erwachsene ohne berufliche Ausbildung, aber auch Menschen mit Behinderungen. Ein regionales Intergrationszentrum soll diesen Personenkreis intensiv betreuen. Intensiv, das bedeutet, dass auf einen Betreuer 40 Betreute kommen. In der bisher täglichen Praxis kommen in der Arbeitsgemeinschaft des Landkreises Nordhausen (ARGE) bis zu 200 Kunden auf einen Mitarbeiter.

Bis zu 200 Frauen und Männer sollen ab Juli diesen Jahres mittels sämtlicher Arbeitsmarktinstrumente betreut werden. Ziel ist und bleibt die mögliche Integration in den Arbeitsmarkt. Die Integrationsbegleiter sollen, so die ARGE-Geschäftsführung, bei den Trägern angesiedelt werden. In Nordhausen hat für diese Betreuung der Horizont-Verein in Zusammenarbeit mit dem Bildungswerk der Thüringer Wirtschaft den Zuschlag durch das Land Thüringen erhalten.

Der Programm-Bereich "Zukunft Familie" stellt Familien mit Kindern in den Mittelpunkt der Betreuung, in denen beide Elternteile von Arbeitslosigkeit betroffen sind. Gleiches gilt für Alleinerziehende. Auch hier soll erreicht werden, mindestens ein Elternteil in ein Beschäftigungsverhältnis zu bringen. Genauso wichtig ist, dass die betroffenen Kinder wieder am gesellschaftlichen Leben in einem geordneten sozialen Umfeld teilhaben können. Dieser Programmteil soll offensiv die Kinderarmut im Landkreis Nordhausen senken.

Im Landkreis Nordhausen sind etwa 100 so genannter Partnerbedarfsgemeinschaften davon betroffen, dass beide Partner langzeitarbeislos sind. Ziel der ARGE ist es, diese Zahl auf 60 bis zum Ende dieses Jahres zu senken.

Die Kosten für die Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses, das von öffentlichem Interesse sein muss, werden vom Land Thüringen mit einem Dritten übernommen. Dritte können unter anderem eine Kommune oder ein Verein sein, oder die ARGE selbst. Anträge zur Förderung, die bis zu zwei Jahre möglich ist, können ab sofort bei der GfAW in Erfurt gestellt werden. Die Regionalstelle befindet sich am Hüpedenweg in Nordhausen.
Autor: nnz

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