Do, 17:43 Uhr
10.06.2010
Schenkung ans Stadtarchiv
Die Tochter von Rudolf Hagelstange, Regine Stolzke, war heute gemeinsam mit ihrem Mann Peter bei Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) im Nordhäuser Rathaus zu Gast. Sie wollte dem Nordhäuser Stadtarchiv "was" schenken...
Im Beisein von CDU-Stadtrat Dr. Manfred Schröter und Kulturamtsleiterin Dr. Cornelia Klose hat Regine Stolzke Fotoalben, Briefe und andere Zeugnisse überwiegend aus der Zeit seiner Nordhäuser Jahre an das Stadtarchiv übergeben. 1947 übersiedelte die Hagelstange-Familie nach Hemer in Westfalen, ein Jahr später an den Bodensee.
Unser Vater hat mir und meinen drei Geschwistern oft aus seiner Jugend und von Nordhausen erzählt, sagt Frau Stolzke. Sie selbst, die heute mit ihrem Mann in Dreieich bei Frankfurt lebt, könne sich nur schwach an ihre Geburtstadt Nordhausen erinnern. Die mitgebrachten Fotos, Bücher und Briefe habe sie im Laufe der Jahre gesammelt und glaubt, dass sie in Nordhausen nun am rechten Platz sind.
Die Stadt Nordhausen plant noch in diesem Jahr eine Publikation mit Texten des Schriftstellers Rudolf Hagelstange herauszugeben, die seinen Bezug zu Nordhausen widerspiegeln, sagte die Kulturamtsleiterin. Regine Stolzke, die zum 3. Mal wieder in Nordhausen ist, versprach dann mit ihren Geschwistern wiederzukommen.
Rudolf Hagelstange wird am 14. Januar 1912 in Nordhausen als Kaufmanns-Sohn geboren. Er besucht das Nordhäuser humanistische Gymnasium und veröffentlicht schon als Schüler in der Lokalpresse Gedichte. Nach dem Studium 1931-1933 in Berlin ist er von 1936 – 1938 Volontär der Nordhäuser Zeitung. 1939 besucht er die Reichspresseschule in Berlin.
Den Krieg überlebt er in einer Nachrichtentruppe, als Mitarbeiter einer Soldatenzeitung und Kriegsberichterstatter in Frankreich, seit 1944 in Italien. Für seine Dichtung wird er mit Preisen geehrt. Er war Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste in München, Mitglied der Akademie für Sprache und Dichtung zu Darmstadt, 1983-84 Vorsitzender des Bundesverbandes Deutscher Autoren und der Berliner Autorenvereinigung sowie Träger des Großen Verdienstkreuzes mit Stern des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Rudolf Hagelstange stirbt am 5. August 1984 in Hanau.
Er hinterlässt ein umfangreiches lyrisches Werk, auch Romane, Erzählungen und Aufsätze. Er trat auch als Verfasser von Nachdichtungen (z.B. von Werken Pablo Nerudas), als Übersetzer (z.B. der Fabeln des Aesop) und als Herausgeber an die Öffentlichkeit.
Autor: nnzIm Beisein von CDU-Stadtrat Dr. Manfred Schröter und Kulturamtsleiterin Dr. Cornelia Klose hat Regine Stolzke Fotoalben, Briefe und andere Zeugnisse überwiegend aus der Zeit seiner Nordhäuser Jahre an das Stadtarchiv übergeben. 1947 übersiedelte die Hagelstange-Familie nach Hemer in Westfalen, ein Jahr später an den Bodensee.
Unser Vater hat mir und meinen drei Geschwistern oft aus seiner Jugend und von Nordhausen erzählt, sagt Frau Stolzke. Sie selbst, die heute mit ihrem Mann in Dreieich bei Frankfurt lebt, könne sich nur schwach an ihre Geburtstadt Nordhausen erinnern. Die mitgebrachten Fotos, Bücher und Briefe habe sie im Laufe der Jahre gesammelt und glaubt, dass sie in Nordhausen nun am rechten Platz sind.
Die Stadt Nordhausen plant noch in diesem Jahr eine Publikation mit Texten des Schriftstellers Rudolf Hagelstange herauszugeben, die seinen Bezug zu Nordhausen widerspiegeln, sagte die Kulturamtsleiterin. Regine Stolzke, die zum 3. Mal wieder in Nordhausen ist, versprach dann mit ihren Geschwistern wiederzukommen.
Rudolf Hagelstange wird am 14. Januar 1912 in Nordhausen als Kaufmanns-Sohn geboren. Er besucht das Nordhäuser humanistische Gymnasium und veröffentlicht schon als Schüler in der Lokalpresse Gedichte. Nach dem Studium 1931-1933 in Berlin ist er von 1936 – 1938 Volontär der Nordhäuser Zeitung. 1939 besucht er die Reichspresseschule in Berlin.
Den Krieg überlebt er in einer Nachrichtentruppe, als Mitarbeiter einer Soldatenzeitung und Kriegsberichterstatter in Frankreich, seit 1944 in Italien. Für seine Dichtung wird er mit Preisen geehrt. Er war Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste in München, Mitglied der Akademie für Sprache und Dichtung zu Darmstadt, 1983-84 Vorsitzender des Bundesverbandes Deutscher Autoren und der Berliner Autorenvereinigung sowie Träger des Großen Verdienstkreuzes mit Stern des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Rudolf Hagelstange stirbt am 5. August 1984 in Hanau.
Er hinterlässt ein umfangreiches lyrisches Werk, auch Romane, Erzählungen und Aufsätze. Er trat auch als Verfasser von Nachdichtungen (z.B. von Werken Pablo Nerudas), als Übersetzer (z.B. der Fabeln des Aesop) und als Herausgeber an die Öffentlichkeit.


