Mi, 19:04 Uhr
22.01.2003
„Venus im Pelz und andere Geschichten“
Nordhausen (nnz). Ein Nordhäuser Künstler stellt aus. Das ist – Gott sei dank – keine Seltenheit mehr in der Rolandstadt. Aber wenn Gerd Mackensen sein Atelier aufmacht und Bilder dem Publikum zeigt, dann sollte man durchaus gespannt sein.
Am Samstag, den 25.01.2003 um 18 Uhr, wird im Kunsthaus Meyenburg die Ausstellung Venus im Pelz und andere Geschichten – Malerei und Zeichnungen von Gerd Mackensen im Beisein des Nordhäuser Künstlers mit einer Vernissage eröffnet. Zum Künstler und seinem Werk spricht der Sondershäuser Kunsthistoriker Dr. Eckehard Müller.
Damit können wir seit langer Zeit wieder eine umfangreiche Ausstellung des überregional bekannten und künstlerisch sehr geachteten Künstlers Gerd Mackensen in seiner Heimatstadt Nordhausen zeigen, sagt die Leiterin des Kulturamtes der Stadtverwaltung, Dr. Cornelia Klose der nnz.
Einen Schwerpunkt in Mackensens künstlerischen Schaffens bildet das Thema Frau, das auf unterschiedlichste Weise in künstlerische Phantasien umgesetzt wird. Mackensen selbst sagt dazu: Die Elektrizität zwischen Mann und Frau gehört für mich zu den Urkräften, die Leben in Bewegung halten und in wunderbarer Weise unseren Alltag durcheinander bringen. Zu diesem Genre der erotischen Grafik gehören die zahlreichen Illustrationen zu dem Buch Venus im Pelz von Leopold von Sacher-Masoch, die ab Samstag im Kunsthaus zu sehen sein werden.
Den farbigen und schwarz-weißen Buchillustrationen sind fotografische Übermalungen gegenübergestellt, welche die prickelnde Atmosphäre dieses Raumes unterstützen. Das Motiv Frau wird auch noch in weiteren großformatigen Arbeiten in Malerei und Grafik dargestellt, die in den letzten Jahren in Nordhausen entstanden sind. Eine völlig andere Wirkung erzielen die 24 kleinformatigen Landschaftsdarstellungen, die unter dem Thema Spaziergang in den Kyffhäuser Auen einen eigenen und künstlerisch sehr interessanten Bereich in der Ausstellung bilden.
Der 1949 in Nordhausen geborene Gerd Mackensen besuchte ab dem 5. Schuljahr einen Zeichenzirkel im Pionierhaus unter Erich Haeckel. Erste intensivere Berührungen mit der Kunst erhielt er durch Günter Groh von 1964 bis 1968 an der Humboldt-Oberschule. Nach Abitur und Facharbeiter für Kühlanlagenbau 1968 sowie der Absolvierung der NVA, studierte Mackensen 1970 bis 1975 an der Hochschule für Bildende Künste Dresden, in der Fachklasse Grafik bei Prof. G. Kettner und G. Horlbeck. Nach seinem Diplom wurde er 1975 in den Verband Bildender Künstler in Erfurt aufgenommen und arbeitet seit dieser Zeit freischaffend in Nordhausen.
Neben dem umfangreichen Fundus an Einzelarbeiten hat Mackensen von 1975 bis 1978 über 7.500 Zeichnungen zu dem Trickfilm Leben und Taten des berühmten Ritters Schnapphanski für das Trickfilmstudio Dresden geschaffen, der zum internationalen Animationsfilmfestival in Varna 1979 eine Goldmedaille erhielt. Des Weiteren schuf er in den Jahren 1980 bis 1981 auch die Bühnenbilder zu Shakespeares Richard III und Sturm unter Regie von C. M. Winter für das Theater Nordhausen.
Seine künstlerische Anerkennung erhielt Gerd Mackensen einerseits durch zahlreiche nationale und internationale Grafikpreise und andererseits durch die Präsenz seiner Arbeiten in öffentlichen Sammlungen, wie z.B. dem Angermuseum Erfurt, der Nationalgalerie Berlin, dem Kupferstichkabinett Dresden, dem Museum für bildende Künste Leipzig, der Sammlung Ludwig in Köln und dem Kunstgewerbemuseum Winterthur.
Die Ausstellung kann von allen Interessenten bis zum 20. März 2003 im Kunsthaus Meyenburg besucht werden.
Autor: nnzAm Samstag, den 25.01.2003 um 18 Uhr, wird im Kunsthaus Meyenburg die Ausstellung Venus im Pelz und andere Geschichten – Malerei und Zeichnungen von Gerd Mackensen im Beisein des Nordhäuser Künstlers mit einer Vernissage eröffnet. Zum Künstler und seinem Werk spricht der Sondershäuser Kunsthistoriker Dr. Eckehard Müller.
Damit können wir seit langer Zeit wieder eine umfangreiche Ausstellung des überregional bekannten und künstlerisch sehr geachteten Künstlers Gerd Mackensen in seiner Heimatstadt Nordhausen zeigen, sagt die Leiterin des Kulturamtes der Stadtverwaltung, Dr. Cornelia Klose der nnz.
Einen Schwerpunkt in Mackensens künstlerischen Schaffens bildet das Thema Frau, das auf unterschiedlichste Weise in künstlerische Phantasien umgesetzt wird. Mackensen selbst sagt dazu: Die Elektrizität zwischen Mann und Frau gehört für mich zu den Urkräften, die Leben in Bewegung halten und in wunderbarer Weise unseren Alltag durcheinander bringen. Zu diesem Genre der erotischen Grafik gehören die zahlreichen Illustrationen zu dem Buch Venus im Pelz von Leopold von Sacher-Masoch, die ab Samstag im Kunsthaus zu sehen sein werden.
Den farbigen und schwarz-weißen Buchillustrationen sind fotografische Übermalungen gegenübergestellt, welche die prickelnde Atmosphäre dieses Raumes unterstützen. Das Motiv Frau wird auch noch in weiteren großformatigen Arbeiten in Malerei und Grafik dargestellt, die in den letzten Jahren in Nordhausen entstanden sind. Eine völlig andere Wirkung erzielen die 24 kleinformatigen Landschaftsdarstellungen, die unter dem Thema Spaziergang in den Kyffhäuser Auen einen eigenen und künstlerisch sehr interessanten Bereich in der Ausstellung bilden.
Der 1949 in Nordhausen geborene Gerd Mackensen besuchte ab dem 5. Schuljahr einen Zeichenzirkel im Pionierhaus unter Erich Haeckel. Erste intensivere Berührungen mit der Kunst erhielt er durch Günter Groh von 1964 bis 1968 an der Humboldt-Oberschule. Nach Abitur und Facharbeiter für Kühlanlagenbau 1968 sowie der Absolvierung der NVA, studierte Mackensen 1970 bis 1975 an der Hochschule für Bildende Künste Dresden, in der Fachklasse Grafik bei Prof. G. Kettner und G. Horlbeck. Nach seinem Diplom wurde er 1975 in den Verband Bildender Künstler in Erfurt aufgenommen und arbeitet seit dieser Zeit freischaffend in Nordhausen.
Neben dem umfangreichen Fundus an Einzelarbeiten hat Mackensen von 1975 bis 1978 über 7.500 Zeichnungen zu dem Trickfilm Leben und Taten des berühmten Ritters Schnapphanski für das Trickfilmstudio Dresden geschaffen, der zum internationalen Animationsfilmfestival in Varna 1979 eine Goldmedaille erhielt. Des Weiteren schuf er in den Jahren 1980 bis 1981 auch die Bühnenbilder zu Shakespeares Richard III und Sturm unter Regie von C. M. Winter für das Theater Nordhausen.
Seine künstlerische Anerkennung erhielt Gerd Mackensen einerseits durch zahlreiche nationale und internationale Grafikpreise und andererseits durch die Präsenz seiner Arbeiten in öffentlichen Sammlungen, wie z.B. dem Angermuseum Erfurt, der Nationalgalerie Berlin, dem Kupferstichkabinett Dresden, dem Museum für bildende Künste Leipzig, der Sammlung Ludwig in Köln und dem Kunstgewerbemuseum Winterthur.
Die Ausstellung kann von allen Interessenten bis zum 20. März 2003 im Kunsthaus Meyenburg besucht werden.

