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Mo, 15:46 Uhr
31.05.2010

nnz/kn-Doku: Abschied von Köhler

Horst Köhler, der deutsche Bundespräsident, ist heute zurückgetreten. Wir wollen Ihnen, liebe Leser, den Inhalt seiner Verlautbarung nicht vorenthalten. Wir enthalten uns auch ganz bewusst jeglicher Kommentierung, was Sie nicht tun sollten...


Meine Äußerungen zu Auslandseinsätzen der Bundeswehr am 22. Mai dieses Jahres sind auf heftige Kritik gestoßen. Ich bedauere, dass meine Äußerungen in einer für unsere Nation wichtigen und schwierigen Frage zu Missverständnissen führen konnten. Die Kritik geht aber so weit, mir zu unterstellen, ich befürwortete Einsätze der Bundeswehr, die vom Grundgesetz nicht gedeckt wären. Diese Kritik entbehrt jeder Rechtfertigung. Sie lässt den notwendigen Respekt für mein Amt vermissen.

Ich erkläre hiermit meinen Rücktritt vom Amt des Bundespräsidenten - mit sofortiger Wirkung. Ich danke den vielen Menschen in Deutschland, die mir Vertrauen entgegengebracht und meine Arbeit unterstützt haben. Ich bitte sie um Verständnis für meine Entscheidung.

Verfassungsgemäß werden nun die Befugnisse des Bundespräsidenten durch den Präsidenten des Bundesrates wahrgenommen. Ich habe Herrn Bürgermeister Böhrnsen über meine Entscheidung telefonisch unterrichtet, desgleichen den Herrn Präsidenten des Deutschen Bundestages, die Frau Bundeskanzlerin, den Herrn Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts und den Herrn Vizekanzler.

Es war mir eine Ehre, Deutschland als Bundespräsident zu dienen.
Autor: psg

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Kommentare
Nordhäuserin
31.05.2010, 16:05 Uhr
Unbequem
Es war alles nur eine Frage der Zeit, bis der Horst das Jackett vom Haken nimmt. Solch eine Republik, mit solchen Berufspolitikern, kann man doch nicht mehr ertragen. Wenn der Horst sagt, auch wirtschaftliche Interessen müssen bei einem Militäreinsatz berücksichtigt werden, dann hat der Mann Recht. Was anderes ist denn die Jagd auf Piraten vor Somalia. Die sollen doch nicht die Kreuzfahrtschiffe beschützen....
Sonnenstein
31.05.2010, 16:11 Uhr
Seine Entscheidung
Brauchen wir eigentlich "wirklich" einen Bundespräsidenten, da er ja eigentlich fast nur eine repräsentative Aufgabe hat.
heyDu!
01.06.2010, 09:45 Uhr
Wir hatten nie einen Besseren...
Als ich gestern von dem Rücktritt erfahren habe, war ich überrascht und traurig, denn ich bin der Überzeugung, dass wir nie einen besseren Bundespräsidenten hatten.

Er hat sich auch schon mal gegen neue Gesetze gestellt und sie durch die Verweigerung seiner Unterschrift, gecancelt. Hat das vor ihm schon einmal einer gemacht? Oder seine emotionale Anteilnahme an den Amoklauf von Winnenden bei der Beerdigung. Gerade weil er kein Politiker war, war er dem Volk mehr verbunden als Andere.

Wobei ich auch sagen muß, dass ich mir von ihm auch ein Statement zur Wirtschafts- und Eurokrise gewünscht hätte und auch erwartet habe, gerade weil er in diesen Dingen kompetent ist. IHM spricht die Bevölkerung doch mehr Kompetenz zu, als jedem anderen unser Politiker, die in diesen Dingen entschieden haben.

Wenn er gesagt hätte, eine Rückkehr zur D-Mark ist ein Schritt rückwärts in die falsche Richtung, hätten die Deutschen im das geglaubt und sich nicht so verunsichern lassen! Ich bedaure seine Entscheidung sehr und finde es schade, einen wie ihn verloren zu haben.
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