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Mo, 19:39 Uhr
10.05.2010

Punktspiel um die „goldene Ananas“?

Wenn am Mittwoch um 18.00 Uhr die Thüringenliga-Partie zwischen Sondershausen und Nordhausen im Albert-Kuntz-Sportpark vom Schiedsrichter Jürgen Backhaus angepfiffen wird, geht es noch um einiges, wie Klaus Verkouter zu berichten weiß...

Aus dem Heimspiel der Saison 2008/2009 (Foto: Klaus Verkouter) Aus dem Heimspiel der Saison 2008/2009 (Foto: Klaus Verkouter)

Schließlich gastiert der aktuelle Spitzenreiter der Landesliga BSV Eintracht beim Vierten FSV Wacker 90 und es ist wieder einmal Derbyzeit. Hätte das Spiel, wie laut Ansetzung geplant, Ende Februar stattfinden können, wäre die Brisanz wohl eine größere gewesen.

Inzwischen hat der lange einsam seine Kreise ziehende Tabellenführer (ebenso wie Nordhausen, Arnstadt, Altenburg und eigentlich auch Gotha) das finanzielle Abenteuer Oberliga abgehakt. Wacker Gothas Vorstand rang sich am Sonntag aus sportlichen Gründen für die willigen Fußballer doch noch durch, den Aufstieg in Angriff zu nehmen, obwohl man gemeinhin vermutete, gebranntes Kind scheue das Feuer.

In Nordhausen wollten die Eintrachtfans den Oberliga-Aufstieg perfekt machen. Ob sie nun vor Himmelfahrt in Scharen in den AKS pilgern, bleibt abzuwarten. Auch in Nordhausen ist die Zuschauergunst für die Wackeren momentan eher bescheiden geworden. Dafür waren etliche Auftritte in den letzten Wochen einfach nicht anziehend genug, Massen hinter dem Ofen hervorzulocken.

Aber es gab auch ansprechende Partien, so gegen Altenburg, Ilmenau und Schlotheim und auch in den beiden Auswärtsspielen in Gotha und Gera wäre bei größerer Konsequenz mehr möglich gewesen. Sowohl Wacker als auch Eintracht scheinen im Moment unbeständig zu agieren (hohe Siege, peinliche Vorstellungen – siehe Sondershausen bei der 1:5-Niederlage in Gotha). Trotzdem geht es Mittwochabend nicht schlechthin um die sogenannte „goldene Ananas“, denn immerhin ist es ein Derby.

Zweitens will die Eintracht auf jeden Fall Meister werden und braucht dafür auch in Nordhausen einen Sieg. Drittens möchte man sich für die im Hinspiel im regnerischen August erlittene 0:1-Niederlage revanchieren.

Noch vor rund zehn Wochen sollten diese Zeilen im fertigen, aber nicht gedruckten Programmheft stehen: „Vielleicht müssen wir für längere Zeit auf dieses ewig junge und brisante Duell Wacker gegen Eintracht verzichten, wenn es unseren Gästen gelingt, in die Oberliga aufzusteigen, wonach es derzeit aussieht.“ Die schnelllebige Fußballzeit hat das in einer strukturschwachen Region ad absurdum geführt.

Trotz dieser absurden Konstellation erwarten wir, dass beide Teams, die ohne Druck auflaufen können, den hoffentlich zahlreichen Besuchern ein gutklassiges und faires Thüringenligaspiel bieten und auf den Rängen eine saubere Atmosphäre herrscht.

Am Sonntag um 14.30 Uhr empfängt die zu Hause ungeschlagene Spitzenmannschaft der Bezirksliga, Wacker II, im Albert-Kuntz-Sportpark ein weiteres Team aus dem Spitzenfeld, den 1. SC 1911 Heiligenstadt II. Bei einem neuerlichen Heimsieg dürfte aus heutiger Sicht (von Dienstag bis Samstag findet eine große Anzahl von Spielen statt), der Vertretung um Uwe Etzrodt und Maik Jödecke der Aufstieg wohl nicht mehr zu entreißen sein.

Erst einmal muss aber die zweitstärkste Auswärtsvertretung der Staffel 7, die nicht aufsteigen will und befreit aufspielen kann, in die Schranken verwiesen werden, bevor der Lorbeerkranz vergeben wird.
Klaus Verkouter
Autor: nnz

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