Do, 17:24 Uhr
01.04.2010
Osterspaziergang ins Kunsthaus Meyenburg
Bunt wie Ostereier –– aber auch schrill und sexy sind die Werke der Pop-Art Künstler, der derzeit im Kunsthaus Meyenburg zu sehen sind. Deshalb lohnt sich auch ein Osterspaziergang in die historische Villa mit Turm und wunderschönem Park, der ebenfalls den Frühling sichtbar macht.
Das Kunsthaus Meyenburg ist am Karfreitag, Ostersamtstag und Ostersonntag zu den üblichen Öffnungszeiten von 10 bis 17 Uhr geöffnet.
Neben den bekannten Pop-Art-Ikonen Andy Warhol und Roy Lichtenstein bestechen vor allem die Werke des deutsch-amerikanischen Künstler Richard Lindner mit seiner Interpretation der Flower-Power-Zeit die Besucher der ersten Pop-Art-Austellung in Thüringen. Die Sonderausstellung Ilsetraut Glock – Lebenskunst im Obergeschoss des Kunsthauses gibt in 40 z.T. erstmals in Nordhausen ausgestellten Werken einen Einblick in das umfangreiche Oeuvre der Bonner Künstlerin, die 1915 in Nordhausen geboren wurde. Ilsetraut Glock ist nicht nur eine gute Malerin, sondern auch eine ausgezeichnete Radiererin – wie der ausgestellte Zyklus Auf der Suche nach der verlorenen Zeit zeigt.
Ihre Druckgrafiken sind durch die Lust am Experiment gekennzeichnet, was zu sehr kleinen Auflagen führte. Häufig sind ihre Grafiken auch Unikate. In ihren Werken lässt sich Ilsetraut Glock von den unterschiedlichsten Dingen inspirieren: von der Natur, vom Weltgeschehen ebenso wie von der Mythologie. Auch die Literatur – z.B. Edgar Allen Poe, Ringelnatz, Artmann oder Victor Hugo – haben einen großen Einfluss auf das Schaffen ausgeübt und zeigen ihre Vorliebe für das Skurrile. Glock’s Werke sind durch ein reiches Maß an Phantasie und sicherem künstlerischen Gestaltungsvermögen gekennzeichnet. Die Feinnervigkeit ihrer Studien und Druckgrafiken der frühen Schaffensperioden weicht in späteren Arbeiten einer raumgreifenden, malerischen Ausdrucksweise. Ihre Spätwerke – wie die Nibelungen - suggerieren in der schwarz-roten Farbigkeit die Darstellung einer stürmischen Unruhe und explosionsartiger Kräfte.
Ein häufiges Thema von Ilsetraut Glock ist die Zeit. Dieses Thema spielt im Schaffen der Künstlerin eine große Rolle und wurde in einer dem Wandel und der Relativität entsprechenden Farb- und Formensprache umgesetzt, häufig symbolisiert durch Glocks Lieblingsmotiv - die Eule. Beide Sonderausstellungen sind bis zum 30. Mai im Kunsthaus zu sehen.
Öffentliche Führungen finden jeden 2. Sonntag im Monat statt, nächste Führung ist am 11. April um 15.00 Uhr.
Autor: nnzDas Kunsthaus Meyenburg ist am Karfreitag, Ostersamtstag und Ostersonntag zu den üblichen Öffnungszeiten von 10 bis 17 Uhr geöffnet.
Neben den bekannten Pop-Art-Ikonen Andy Warhol und Roy Lichtenstein bestechen vor allem die Werke des deutsch-amerikanischen Künstler Richard Lindner mit seiner Interpretation der Flower-Power-Zeit die Besucher der ersten Pop-Art-Austellung in Thüringen. Die Sonderausstellung Ilsetraut Glock – Lebenskunst im Obergeschoss des Kunsthauses gibt in 40 z.T. erstmals in Nordhausen ausgestellten Werken einen Einblick in das umfangreiche Oeuvre der Bonner Künstlerin, die 1915 in Nordhausen geboren wurde. Ilsetraut Glock ist nicht nur eine gute Malerin, sondern auch eine ausgezeichnete Radiererin – wie der ausgestellte Zyklus Auf der Suche nach der verlorenen Zeit zeigt.
Ihre Druckgrafiken sind durch die Lust am Experiment gekennzeichnet, was zu sehr kleinen Auflagen führte. Häufig sind ihre Grafiken auch Unikate. In ihren Werken lässt sich Ilsetraut Glock von den unterschiedlichsten Dingen inspirieren: von der Natur, vom Weltgeschehen ebenso wie von der Mythologie. Auch die Literatur – z.B. Edgar Allen Poe, Ringelnatz, Artmann oder Victor Hugo – haben einen großen Einfluss auf das Schaffen ausgeübt und zeigen ihre Vorliebe für das Skurrile. Glock’s Werke sind durch ein reiches Maß an Phantasie und sicherem künstlerischen Gestaltungsvermögen gekennzeichnet. Die Feinnervigkeit ihrer Studien und Druckgrafiken der frühen Schaffensperioden weicht in späteren Arbeiten einer raumgreifenden, malerischen Ausdrucksweise. Ihre Spätwerke – wie die Nibelungen - suggerieren in der schwarz-roten Farbigkeit die Darstellung einer stürmischen Unruhe und explosionsartiger Kräfte.
Ein häufiges Thema von Ilsetraut Glock ist die Zeit. Dieses Thema spielt im Schaffen der Künstlerin eine große Rolle und wurde in einer dem Wandel und der Relativität entsprechenden Farb- und Formensprache umgesetzt, häufig symbolisiert durch Glocks Lieblingsmotiv - die Eule. Beide Sonderausstellungen sind bis zum 30. Mai im Kunsthaus zu sehen.
Öffentliche Führungen finden jeden 2. Sonntag im Monat statt, nächste Führung ist am 11. April um 15.00 Uhr.

