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Fr, 18:39 Uhr
26.03.2010

Gipsabbau auch unter Tage?

Das Thüringer Bergamt hat nach einer FFH-Verträglichkeitsprüfung einen Untertageabbau von Gipsgestein zwischen Neustadt und Rüdigsdorf erlaubt. Darüber informierte Landrat Joachim Claus gestern die betroffenen Gemeinden im Südharz und die Stadt Nordhausen.


Diese FFH-Verträglichkeitsstudie – FFH steht für den europäischen Schutzstatus Flora-Fauna-Habitat – hatten Kommunen, anerkannte Naturschutzverbände und die Naturschutzbehörden gefordert. Auslöser war der Antrag eines Bergbauunternehmens zum Rohstoffabbau im Landschaftsraum zwischen Neustadt und Rüdigsdorf.

Das Bergamt teilte mit, dass ein untertägiger Gipsabbau bei strikter Beachtung von Schadensbegrenzungsmaßnahmen vereinbar mit den Erhaltungszielen der so genannten NATURA-2000-Kulisse sei. Diese ersten Untersuchungsergebnisse lassen offen, wann mit einem Abbau zu rechnen ist und ob Menschen oder die Entwicklung der Region nachhaltig beeinträchtigt werden. Hierzu sind weitere Untersuchungen erforderlich.

Landkreis und Kommunen sind sich einig, dass dieser Rohstoff in ausreichender Menge an anderer, für Mensch und Umwelt verträglicherer Stelle im Landkreis Nordhausen gefördert werden kann.
Autor: nnz

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Kommentare
Luftikus
26.03.2010, 19:11 Uhr
Gipsabbau / der Umwelt zu Liebe
Mit dem Kohnstein haben wir ein großes Abbaugebiet, das bei weitem noch nicht ausgeschöpft ist. Mit dem Anblick hat man sich über Jahrzehnte abgefunden. Gebiete wie die "Rüdigsdorfer Schweiz" oder die "Hörninger Schweiz" sind gernbesuchte Ausflugsziele die es gilt zu erhalten.

Es ist an dieser Stelle nicht nur die Pflicht der Anwohner oder Umweltschützer diese Gebiete frei vom Tagebau zuhalten, sondern eines jeden Bürgers der Stadt und des Landkreises. Nach 20 Jahren grauer DDR entwickelt sich langsam Tourismus und die Gäste wollen keine Gruben besichtigen.
Judith
26.03.2010, 22:50 Uhr
Unterirdische Gänge
Wie mir aus der Geschichte bekannt ist, handelt es sich bei den unterirdischen Gängen zwischen dem Kloster Himmelgarten und dem Kloster Walkenried nicht nur um eine Sage. Das Absinken der Weberstraße wird damit in Verbindung gebracht. Die Mönche haben sich Fluchtwege geschaffen, um unruhige Zeiten zu überstehen.
Pe_rle
27.03.2010, 09:08 Uhr
Gipsabbau
nach zwanzig Jahren Wiedervereinigung
sollte doch wohl jedem in diesem Land klar sein ,das Ausbeutung der Natur und Raffgier höchste Priorität haben.Da wird nicht danach gefragt wie sicher das alles ist,nur wenn dann Häuser in den riesigen Erdlöchern verschwinden, fragt von dennen die es veranlaßt haben keiner mehr ob er helfen kann.die wohnen ja schließlich weit weg vom Geschehen.Aber eines ist klar,die Erde wird sich dafür Rächen das sie innerlich leer geräumt wird.
Luftikus
27.03.2010, 21:43 Uhr
Unterirdische Gänge, ein Ammenmärchen!
Liebe Judith. Früher wurden vielen Geschichten zu einem möglichen Tunnel berichtet. Aber von Himmelgarten nach Walkenried bestimmt nicht, dass wäre das 8. Weltwunder. In der Weberstraße oder allgemein in den alten Nordhäuser Vierteln sind es vielmehr alte Keller aus dem Mittelalter, die teilweise 2-3 Etagen übereinander liegen.

Das kommt auch daher das Nordhausen heute stellenweise auf gut 8 Meter höheren Niveau steht als von 500 Jahren. Nimm z.B. den Probsteikeller neben dem Dom oder vorm Theater die einstige Befestigung der Stadtmauer mit Schießscharten, die nun einige Meter unter der Erde liegen. Solche Anlagen lassen noch heute die Geschichten über unterirdische Gänge aufleben.
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