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Di, 12:17 Uhr
23.03.2010

Empfehlung für Haushalt

Die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses stimmten bei der gestrigen Sitzung einer Kürzung des Haushaltsansatzes für 2010 zu. Wie viel weniger es in diesem Jahr gibt und warum – all das hat die nnz erfahren...


Der Unterausschuss zur Förderung der freien Jugendhilfe/Haushalt des Jugendhilfeausschusses hatten sich auf knapp 200.000 Euro weniger geplante Ausgaben im Bereich der sozialen Sicherung verständigt. Der Bereich der Jugendpflege blieb von den Kürzungsvorschlägen unangetastet, da hier die Mittel aus dem Kreishaushalt im Wesentlichen als erforderliche Kofinanzierung den Zufluss von Geldern des Landes absichern. Dieser Etatvorschlag, der nur einen kleinen Bereich der sozialen Ausgaben des Landkreises betrifft, wird nun in die Haushaltsdiskussion des Kreistages eingebracht.

Der Jugendhilfeausschuss traf sich gestern im Fachbereich Integration, Beschäftigung und Jugendkonflikthilfe des Horizont e.V. Im vergangenen Jahr nutzten rund 700 Jugendliche die Maßnahmen beispielsweise in den Werkstätten oder in den Integrationsprogrammen wie der Kompetenzagentur oder 2. Chance für Schulverweigerer. Zielgruppe dieser Angebote sind junge Menschen, die aus verschiedenen Gründen besonders benachteiligt bei der Jobsuche sind.

„Die Problemlagen der Jugendlichen werden immer komplexer. Sie haben enorme Defizite in der Allgemeinbildung und im Sozialverhalten“, beschrieb Fachbereichsleiter Jörg Wolf. Hinzu kämen mangelnde Motivation und geringe Belastbarkeit sowie zunehmende Schulden- und Suchtproblematik. So gaben beispielsweise ein Drittel der rund 150 Jugendlichen, die 2009 in der Kompetenzagentur teilnahmen, Schulden zu haben. Ein Fünftel gab an, ein Suchtproblem zu haben. Die Teilnehmer in der Kompetenzagentur sind im Schnitt 21 Jahre alt und überwiegend männlich. Rund jeder Fünfte hat keinen Schulabschluss. Die Kompetenzagentur arbeite erfolgreich, so Leiterin Jasmin Fabian.

Im vergangenen Jahr lag die Vermittlungsquote bei gut drei Viertel. Fast jeder Dritte konnte in eine Beschäftigung unabhängig vom Arbeitslosengeld II vermittelt werden. Der Anteil von Mitteln aus dem Kreishaushalt zur Finanzierung des gesamten Fachbereichs Integration, Beschäftigung und Jugendkonflikthilfe ist gering.

„Der Gesamtumsatz liegt bei 2,3 Millionen Euro. Vom Landkreis kommen 137.000 Euro“, sagte Jörg Wolf. Überdurchschnittlich sei das Engagement der Arge des Landkreises gewesen. „Die Arge hat mehr für die Betroffenen gemacht, als sie gemusst hätte“, so der Fachbereichsleiter.
Autor: nnz

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