Do, 17:35 Uhr
18.03.2010
Von Kita zur Grundschule
Der Thüringer Bildungsplan stand heute im Fokus des zweiten Fachtags Kita – Grundschule, organisiert vom Landratsamt Nordhausen und des Schulamts Worbis. Gut 70 Erzieherinnen und Lehrerinnen aus Kindertagesstätten und Grundschulen tauschten heute den ganzen Tag Ideen aus, wie sich der Übergang von dem Kindergarten zur Grundschule fließender gestalten lässt...
Fachtagung (Foto: J. Piper)
Christine Wagner (Bild), Fachbereichsleiter Jugend und Soziales, erinnerte bei der Eröffnung heute Morgen im Jugendclubhaus des Kreisjugendrings an den ersten Fachtag Kita – Grundschule 2004. Seitdem ist viel passiert, sagte Christine Wagner. Viele Schulen und Kindertageseinrichtungen arbeiten bereits intensiv zusammen. Der Thüringer Bildungsplan der Landesregierung verleihe aber dieser Zusammenarbeit eine neue Qualität.
Der Thüringer Bildungsplan ist im August 2008 in Kraft getreten und wird seitdem in Kitas und Grundschulen verankert. Denn das Besondere an diesem Plan ist, dass er die Entwicklung von Kindern bis zehn Jahre übergreifend betrachtet und daher Kitas und Grundschulen umfasst. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem Übergang von Kita zur Grundschule. Grundsätze des Plans sind beispielsweise, die Bildung der Kinder individualisiert zu betrachten und sie bei der Einschulung dort abzuholen, wo sie stehen – was klassische Begriffe wie Schulfähigkeit in den Hintergrund rücken lässt. Ein wichtiges Instrument ist es dabei, die Entwicklungsschritte eines Kindes in der Kita zu dokumentieren, beispielsweise in einem Bildungsbuch.
Die Kita Kinderhaus Milde Stiftung von Wintzingerode in Auleben hat ein solches Bildungsbuch eingeführt, über das die Kinder das Sagen haben, also beispielsweise entscheiden, was in das Buch hineinkommt und was nicht. Solche und andere Dokumentationen mit Informationen zu Stärken und Schwächen, Interessen und Vorlieben sollen der Klassenlehrerin in der Grundschule mehr über ihre neuen Schüler verraten. Über solche Projekte wie das Bildungsbuch oder das Landesmodellprojekt Transkigs der Kita Kinderwelt am Frauenberg und der Brecht-Grundschule haben sich die Teilnehmerinnen des Fachtags heute eingehend in Workshops informiert.
Damit der Fachtag nachhaltig wirkt, haben sich am Nachmittag regionale Gruppen zur Vernetzung von Kitas und Grundschule gebildet, um gemeinsam Ideen für eine konzeptionelle Zusammenarbeit zu entwickeln und auf lange Sicht Kooperationsvereinbarungen zu schließen. Denn: Es ist wichtig, dass Kita und Grundschule eine gemeinsame Sprache sprechen. Sie sollten ein gemeinsames Bildungsverständnis haben und sich über Methoden und Materialien austauschen, sagte Marion Donath-Frense, Landesfachberaterin für sonderpädagogische Förderung im Vorschulalter vom Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien, kurz ThILLM.
Neben den Erzieherinnen und Lehrerinnen gehören zu diesem Prozess des Übergangs von Kita zu Grundschule in erster Linie natürlich die Einschüler und auch ihre Eltern. Eltern kommen auch in die Schule, so Marion Donath-Frense. Um auch auf deren Bedürfnisse und Fragen einzugehen, sei es ganz wichtig, Transparenz herzustellen und beispielsweise darüber zu berichten, wie die jeweilige Kita die Kinder auf die Schule vorbereitet. Eine positive Bilanz zogen sowohl die Teilnehmer als auch die Veranstalter von diesem Fachtag.
Mehr zum Bildungsplan steht im Internet unter www.thueringer-bildungsplan.de.
Autor: nnz
Fachtagung (Foto: J. Piper)
Christine Wagner (Bild), Fachbereichsleiter Jugend und Soziales, erinnerte bei der Eröffnung heute Morgen im Jugendclubhaus des Kreisjugendrings an den ersten Fachtag Kita – Grundschule 2004. Seitdem ist viel passiert, sagte Christine Wagner. Viele Schulen und Kindertageseinrichtungen arbeiten bereits intensiv zusammen. Der Thüringer Bildungsplan der Landesregierung verleihe aber dieser Zusammenarbeit eine neue Qualität. Der Thüringer Bildungsplan ist im August 2008 in Kraft getreten und wird seitdem in Kitas und Grundschulen verankert. Denn das Besondere an diesem Plan ist, dass er die Entwicklung von Kindern bis zehn Jahre übergreifend betrachtet und daher Kitas und Grundschulen umfasst. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem Übergang von Kita zur Grundschule. Grundsätze des Plans sind beispielsweise, die Bildung der Kinder individualisiert zu betrachten und sie bei der Einschulung dort abzuholen, wo sie stehen – was klassische Begriffe wie Schulfähigkeit in den Hintergrund rücken lässt. Ein wichtiges Instrument ist es dabei, die Entwicklungsschritte eines Kindes in der Kita zu dokumentieren, beispielsweise in einem Bildungsbuch.
Die Kita Kinderhaus Milde Stiftung von Wintzingerode in Auleben hat ein solches Bildungsbuch eingeführt, über das die Kinder das Sagen haben, also beispielsweise entscheiden, was in das Buch hineinkommt und was nicht. Solche und andere Dokumentationen mit Informationen zu Stärken und Schwächen, Interessen und Vorlieben sollen der Klassenlehrerin in der Grundschule mehr über ihre neuen Schüler verraten. Über solche Projekte wie das Bildungsbuch oder das Landesmodellprojekt Transkigs der Kita Kinderwelt am Frauenberg und der Brecht-Grundschule haben sich die Teilnehmerinnen des Fachtags heute eingehend in Workshops informiert.
Damit der Fachtag nachhaltig wirkt, haben sich am Nachmittag regionale Gruppen zur Vernetzung von Kitas und Grundschule gebildet, um gemeinsam Ideen für eine konzeptionelle Zusammenarbeit zu entwickeln und auf lange Sicht Kooperationsvereinbarungen zu schließen. Denn: Es ist wichtig, dass Kita und Grundschule eine gemeinsame Sprache sprechen. Sie sollten ein gemeinsames Bildungsverständnis haben und sich über Methoden und Materialien austauschen, sagte Marion Donath-Frense, Landesfachberaterin für sonderpädagogische Förderung im Vorschulalter vom Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien, kurz ThILLM.
Neben den Erzieherinnen und Lehrerinnen gehören zu diesem Prozess des Übergangs von Kita zu Grundschule in erster Linie natürlich die Einschüler und auch ihre Eltern. Eltern kommen auch in die Schule, so Marion Donath-Frense. Um auch auf deren Bedürfnisse und Fragen einzugehen, sei es ganz wichtig, Transparenz herzustellen und beispielsweise darüber zu berichten, wie die jeweilige Kita die Kinder auf die Schule vorbereitet. Eine positive Bilanz zogen sowohl die Teilnehmer als auch die Veranstalter von diesem Fachtag.
Mehr zum Bildungsplan steht im Internet unter www.thueringer-bildungsplan.de.



