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Mi, 12:04 Uhr
03.01.2001

Vom Schachspiel zum "Mensch-ärgere-dich-nicht!"

Nordhausen (nnz). So wie das alte Jahr endete, so beginnt das "Neue". Sicher auch im Landesverwaltungsamt Weimar. Dort läßt man sich Zeit. Nicht mit Entscheidungen oder Ankündigungen, sondern mit deren Vollzug. Im Streit um die Gültigkeit der Wahl der beiden hauptamtlichen Beigeordneten Jendricke und Gorges kündigten die Verwalter des Landes an, sofort den Vollzug zu vollziehen, sollte der Kreistag die Wahl vom 5. September 2000 nicht aufheben. Hat er nicht, wie bekannt ist. Im Nordhäuser Landratsamt wartete man also seit dem 13. Dezember auf ein entsprechendes Schreiben aus Weimar. Doch das blieb aus. Vielleicht überlegen die Beamten in Weimar, wie sie es zum Beispiel Matthias Jendricke erklären wollen, daß er wegen mangelnder Qualifikation nicht wählbar sei, Kandidaten in Weimar aber schon. "Böse Menschen" wittern hier sofort die Parteizugehörigkeit der "Qualifikanten" als Grund für das Messen mit den berühmten oder auch berüchtigten zweierlei Maßen.
In Weimar stellt man sich jetzt erst mal stur, man könnte fast meinen: dumm! So argumentierte eine Mitarbeiterin der Pressestelle, daß der Landrat den Ausgang der Abstimmung am 12. 12. 00 noch nicht in Weimar angezeigt habe. Hat er aber, wie sein Büro der nnz bestätigte. In Nordhausen läuft allen Parteien die Zeit davon und solange in punkto "Beigeordnetenwahl und Folgen" keine Klarheit besteht, solange wird sich der Wunsch des Landrates nach "Nestwärme" und dem Strang, an dem alle ziehen - und das an einem Ende - nicht erfüllen.
Autor: psg

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