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Di, 18:10 Uhr
16.02.2010

Eine Woche Bibel

Die katholischen und evangelischen Gemeinden der Stadt Nordhausen laden in der kommenden Woche herzlich zur Ökumenischen Bibelwoche im St.Jakobhaus ein. Die Treffen von Montag bis Freitag beginnen immer um 19.00 Uhr.

Begrich (Foto: privat) Begrich (Foto: privat)

Die Bibelwoche wird unter dem Thema „Ringen mit Gott“ stehen und hat die spannenden Jakobserzählungen aus dem 1. Buch Mose, Kapitel 25-33, als biblische Grundlage. Im Mittelpunkt der Abende steht wie immer das Gespräch über die Bibeltexte in kleineren Gruppen. Gegenüber den letzten Jahren wird es jedoch eine Neuerung geben:

Die Veranstalter freuen sich darüber, dass sie Dr. Gerhard Begrich aus Erfurt als Gastreferenten zur Bibelwoche begrüßen können. Er wird den einzelnen Abenden den jeweiligen Text theologisch aufschließen und Impulse geben für die sich daran anschließenden Gespräche.

Dr. Begrich soll an dieser Stelle kurz vorgestellt werden: Dunkle Hose, langes schwarzes Hemd, Rauschebart, Brille und Hut: Wer wie Vater Abraham daher kommt, kann bald ein Buch schreiben. Gerhard Begrich hat es getan. „Vater Abraham – Hut tragen in Deutschland“ heißt die Sammlung kurzweiligen Erlebnisberichte. Lustig, nachdenklich und teils erschreckend sind seine „Hutgeschichten“.

Die einen wollen ein Autogramm vom vermeintlichen Vater der Schlümpfe. Andere wittern in ihm den Oberterroristen Bin Laden. Kinder sind begeistert, dass es den Weihnachtsmann doch gibt. Und eine ältere Dame glaubte den leibhaftigen Winnetou vor sich zu haben. Darüber kann Gerhard Begrich noch lachen. Denn er ist nur ein evangelischer Pfarrer. Sein Outfit ist keine Verkleidung, sondern Teil seiner Persönlichkeit.

Ungemütlich wird es für den Theologen, wenn er in den Dunstkreis tumber Glatzköpfe oder hinter bürgerlicher Fassade versteckter Rassisten gerät. Für die ist Begrich ein Jude, dem man es so richtig geben kann. Wie an einer Straßenkreuzung in Brandenburg. Die Ampel ist auf Rot. Vier junge Männer springen vor Begrich aus ihrem Auto. „Juden raus!“, rufen sie noch als die Ampel Grün zeigt. Dann entschuldigen sie sich. Nicht bei Begrich, sondern bei den anderen Autofahrern für die Wartezeit. Oder neulich in der S-Bahn. Fragt ein Fahrgast den „Juden“: „Was machen Sie, wenn die Nazis kommen?“. Kontert Begrich: „Und sie?“

Dr. Begrich ist ein profunden Kenner Israels und seiner Geschichte und einen „Liebhaber“ der erzählenden und weisheitlichen Texte des Alten Testamentes. Er hat Theologie, Orientalistik und Ägyptologie studiert, promoviert und habilitiert. Er war theologischer Lehrer an der Berliner Humboldt-Universität, Pfarrer an der Marktkirche in Halle/Saale und später Rektor des Predigerseminars in Gnadau. Von 1993-2009 Rektor des Pastoralkollegs der Kirchenprovinz Sachsen und der EKM. Er ist verheiratet mit Regionalbischöfin Elfriede Begrich.

Musikalisch wird die Bibelwoche von den beteiligten Gemeinden ausgestaltet. So dürfen sich die Besucher beispielsweise auf einen Auftritt der Jugendschola, der Kantorei und des Posaunenchores freuen.
Autor: nnz

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Kommentare
Real Human
17.02.2010, 07:37 Uhr
Die Botschaft hör' ich wohl, ...
... allein mir fehlt der Glaube!

Und das mit Recht, denn alles, was durch „Gott“ entsteht,
Macht er damit's zugrunde geht;
Drum besser wär's, dass nichts entstünde,
So ist denn alles, was Ihr Sünde
Zerstörung, kurz das Böse nennt
Auch Eures „Gottes“ Element!

Zwar Euer Jesus uns erzählt,
Dass nach dem Scheiden von der Welt
Das Paradies dem Guten winke,
Doch wenn ich nicht im Wahn ertrinke,
So hab ich keinen Menschen selbst geseh'n,
Dem solch ein Wunder je gescheh'n.

Kurzes Aschermittwochsfazit:

Die „Schöpfung“ Eures „Gottes“ ist so miserabel, dass der MENSCH, um sie zu ertragen, „GOTT“ erfinden musste!

Wo bleibt die Hoffnung?
Lesen Sie „HOMO S@APIENS“ von Ray Kurzweil!
Rechthaber
17.02.2010, 09:22 Uhr
Gott ist nicht aus Holz (-:
Wenn dir der Gedanke kommt, dass alles, was du über Gott gedacht hast, verkehrt ist, und dass es keinen Gott gibt, so gerate darüber nicht in Bestürzung. Es geht allen so.

Glaube aber nicht, dass dein Unglaube daher rührt, dass es keinen Gott gibt. Wenn du nicht mehr an den Gott glaubst, an den du früher glaubtest, so rührt es daher, dass in deinem Glauben etwas verkehrt war, und du musst dich bemühen, besser zu begreifen, was du Gott nennst.

Wenn ein Wilder an seinen hölzernen Gott zu glauben aufhört, so heisst das nicht, dass es keinen Gott gibt, sondern nur, dass er nicht aus Holz ist.
Leo Tolstoi
H.Buntfuß
17.02.2010, 09:57 Uhr
Bibelwoche?
Sprechen sie dann auch darüber wie viel der so genannte „Seelen“ sich die Kirche auf ihr Gewissen geladen hat. Ich denke hier an die vielen „Seelen“, die während der Missionierung zu Grunde gerichtet wurden.

Oder nehmen wir die jüngsten Beispiele, dass Geistliche, Kinder und Jugendliche schändlich missbraucht haben. Kann ich sicher sein, dass dem schändlichen Treiben tatsächlich ein Ende gemacht wurde?

Wie soll man der Kirche noch glauben schenken, wenn selbst der „Papst“ es geduldet hat, dass über diese Dinge so lange geschwiegen wurde. Es wurde nicht nur geschwiegen, nein man hat versucht es wohl weißlich zu vertuschen. Es ist eine Schande, in der Kirche die Gläubigen für dies und jenes zu tadeln und mit der Hölle zu drohen und selber....
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