eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
Mi, 12:21 Uhr
10.02.2010

Inge Klaan: Der Verantwortung bewusst

Nach den Diskussionen im Forum sowie in den Kommentaren der nnz hat sich jetzt die Nordhäuser Dezernentin Inge Klaan (CDU) zu Wort gemeldet. Was die Kommunalpolitikerin sagt, das erfahren Sie mit nur einem Klick...


Mit Blick auf den Beschluss des Stadtrates für einen Wettbewerb zur Neugestaltung des Blasiikirchplatzes hat Nordhausens Bau- und Wirtschaftsdezernentin betont „dass wir uns als Verwaltung und auch die Stadträte der Verantwortung bewusst sind, die eine Neugestaltung des Platzes mit sich bringt. Aufgrund dieser hohen Verantwortung haben wir uns auch für dieses breit angelegte Wettbewerbsverfahren entscheiden. Wir wollen aus einer Vielzahl von Vorschlägen auswählen können“, so Frau Klaan.

„Vor der Entscheidung der Stadträte haben diese in vielen Sitzungen alle Aspekte der Neugestaltung diskutiert, haben sich mit Experten, Anwohnern und Interessengruppen ausgetauscht, um eine fundierte Entscheidung treffen zu können. Ich persönlich freue mich, dass die Stadträte mit großer Mehrheit zugestimmt haben, dass ein bedeutender Platz im Herzen unserer Stadt künftig auch in seiner äußeren Gestalt seiner wichtigen Rolle gerecht werden soll. Vergleichbare Verfahren haben wir zur Vorbereitung der Landesgartenschau durchgeführt. Die Ergebnisse daraus sind nicht nur bei der Nordhäuser Bevölkerung sondern auch überregional anerkannt.“

Die Dezernentin verwies darauf, dass mit der Ausschreibung Arbeitsgemeinschaften aus Landschaftsplanern, Städtebauern- und Verkehrsplanern zur Wettbewerbsteilnahme aufgerufen sind. „Damit werden wir integrierte Lösungen bekommen, die vielen Interessenlagen gerecht werden kann. Mit der vorgeschlagenen Besetzung des Preisgereichtes werden sich Stadträte, Vertreter des Berufsstandes der Architekten und Planer, Vertreter der Interessengruppen und Vertreter der Fachbehörden mit der Auswahl der besten Entwürfe aus 25 Beiträgen intensiv auseinandersetzen.

29 Preisrichter und Sachverständige aus unterschiedlichen Interessengruppen garantieren eine repräsentative Besetzung und Wahrung der Bürgerinteressen. Das Auswahlverfahren ist anonym. Das Preisgericht kennt bis zur Prämierung die Wettbewerbsteilnehmer nicht. Die Anonymität sichert eine ausschließliche Qualitätsdiskussion in der Sache. Auf Grund der Anonymität des Verfahrens ist innerhalb des Wettbewerbsverfahrens eine direkte Beteiligung der Bevölkerung nicht möglich“, sagte Frau Klaan.

„Wenn sämtliche Wettbewerbsentwürfe vorliegen, wird es eine Ausstellung zu allen Arbeiten geben und der Entwurfs-Verfasser des erst prämierten Entwurfes wird seinen Vorschlag im Rahmen eines `Nordhäuser Stadtgesprächen´ vorstellen und mit den Bürgern diskutieren. Der Preisgerichtsvorsitzende wird die Entstehung der Entscheidung erläutern. Auch zwischen dem Wettbewerbsabschluss und der Ausführung des ausgewählten Gestaltungsvorschlags werden die am Verfahren beteiligten Fach- und Bürgergremien die Entwürfe diskutieren könnten.

Dazu wird es auch eine spezielle Internet-Seite geben, in der die Entwürfe präsentiert– und diskutiert werden können. Ein Abrücken von der Grundphilosophie ist allerdings nicht möglich. Diese Grundphilosophie, nämlich den Platz entsprechend seiner wichtigen Rolle umzugestalten, ist einem demokratischen Verfahren abgestimmt und beschlossen worden: Mit einem Votum der großen Mehrheit der gewählten Stadträte“, so Frau Klaan.
Autor: nnz

Anzeige symplr (6)
Kommentare
Demokrat
10.02.2010, 13:12 Uhr
Die Linde ist ein schützenswerter Baum
Ist nun vorgesehen, die Linden zu fällen oder nicht?
Wenn ja, auf welcher Rechtsgrundlage ?
98maschr
10.02.2010, 14:38 Uhr
Keine anderen Probleme?
Ich kann mich ja irren, aber gibt es in NDH nichts wichtigeres als ein paar unansehnliche Linden? Zumal ich von offizieller Seite noch nie gelesen habe, daß sie gefällt werden sollen. Nach meinem Verständnis gibt es ja nicht einmal konkrete Pläne wie der Platz später aussehen soll, wie kann man da jetzt wissen ob ein paar Bäumchen gefält werden müssen.

Solang sich dermaßen über ein bißchen Holz aufgeregt wird kann's uns in Deutschland doch gar nicht so schlecht gehen^^
Pressesprecher Stadt Nordhausen
10.02.2010, 15:03 Uhr
Noch einmal: Weder Fällung noch Abriss beschlossen
Sehr geehrte Damen und Herren Kommentatoren,

an anderer Stelle wurde schon einmal darauf hingeweisen, es sei hier noch einmal ausdrücklich betont:

Es ist falsch, wenn behauptet wird, es stehe fest, dass sowohl das Fachwerkhaus als auch die Linden auf dem Blasiikirchplatz entfernt werden sollen!

Zum jetzigen Zeitpunkt steht lediglich fest, dass es ein europaweites Ausschreibungsverfahrten zur Neugestaltung des Blasiikirchplatzes geben wird. Die entsprechende Aufgabenstellung hat der Stadtrat jetzt beschlossen.

Richtig ist, dass das Wettbewerbsverfahren in jeder Hinsicht so offen wie möglich gestaltet werden soll, um eine Vielzahl und ein bereites Spektrum von Gestaltungsideen zu bekommen. Deshalb wurden die Vorgaben in engen Grenzen gehalten. Gerade dieser Punkt wurde in den verschiedenen Fachausschüssen des Stadtrates als auch während der jüngsten Sitzung Stadtrates noch einmal ausführlich diskutiert.

Die letzte Entscheidung wird das Preisgericht treffen. Dem vorgeschaltet ist ein breites Beteiligungsverfahren, an dem sowohl Einzelpersonen als auch kommunale Interessengruppen und Fachleute in mehreren Stufen teilnehmen werden.
llmntd
10.02.2010, 16:34 Uhr
Nichts beschlossen, aber (ein)geplant
Ich freue mich heute, dass zum "Linden-Thema" noch nichts vom Preisgericht in "einem demokratischen Verfahren abgestimmt und beschlossen" wurde. Es ist jetzt die Zeit, Meinungen zu hören, Einspruch zu erheben und Preisgerichtsmitglieder zu beeinflussen?!

Das "Linden-Thema" wäre keins, wenn die Stadtverwaltung vorab die Bürgerschaft und Anlieger befragt hätte und u. U. zu der Erkenntnis gelangt wäre, die Ausschreibungsunterlagen ein wenig zu beschränken. Z.B. ganz einfach/ naiv: "Die Linden müssen stehen bleiben, bitte planen Sie drumherum."

Jetzt haben wir eine europaweite Ausschreibung an der in- und ausländische Planungsbüros teilnehmen werden. Diese kümmern sich nicht vorrangig um die Belange der Nordhäuser, sondern nur um die der Stadtverwaltung/ des Preisgerichts!

Immerhin geht es um 85.000 Euro Preisgeld und die feste Bindung der Stadtverwaltung Nordhausen auch in der Umsetzungs-/ Realisierungsphase an den Gewinner.

Eine Ortsbegehung ist für Planer ein Muss, also könnte ich mir vorstellen, dass nach Besichtigung der Stadt Nordhausen (Bahnhofsplatz, Stadtterasse, LGS-Gelände) jeder zielorientierte Planer des Eindruck haben muss, dass Bäume und Fachwerkhäuser in Nordhausen "wegfallen" können.
HIER ist das Problem und der "Schwarze Peter" bei den Planungsbüros?!?

Sehr geehrte Frau Klaan, sehr geehrter Herr Grabe,
ich habe noch ein paar Fragen:

1. Warum muss es eine europaweite Ausschreibung geben? Wie hoch sind die geplanten Investitionen?
(Kann ja nicht so viel sein, wenn das Haus und die Linden stehen bleiben sollen?)

2. Warum wird der Realisierungswettbewerb/ das Ausschreibungsverfahren von auswärtigen Unternehmen geplant und betreut?
(Gibt es keine ausreichenden Kompetenzen und/ oder Kapazitäten bei einheimischen Planungsbüros?)

3. Wie ist die Vorgehensweise wenn sich mehr als 25 Planungsbüros im europaweiten Wettbewerb beteiligen?
(Wird dann "gewürfelt"?)
Georg
10.02.2010, 16:52 Uhr
Wehret den Anfängen....
Ich halte es dringend für geboten, rechtzeitig Widerstand gegen die ( nicht vorhandenen) Pläne der Baumfällungen zu organisieren. Ich werde mir einen Baum aussuchen und die Patenschaft übernehmen.
Demokrat
10.02.2010, 16:56 Uhr
Baum des Jahres 1991
Die Linde steht für Freiheit und Glück. Wegen sieser Symbolkraft wurde die Linde zur Wiedervereinigung Deutschlands zum Baum des Jahres 1991 gewählt.
Gerade beim Blasi Kirchplatz darf nicht mal ein Gedanke an die Fällung der Bäume verschwendet werden.

In der Berliner "Gassenverordnung" wurde geschrieben, dass das frevelhafte Beschädigen der Berliner Linden mit dem Abschlagen der Hand zu ahnden ist.

Zugegeben die Verordnung ist schon etwas älter und die "Strasse Unter den Linden" auch etwas bekannter als der Nordhäuser Blasi Kirchplatz aber man kann ja mal drüber nachdenken.
Kommentare sind zu diesem Artikel nicht mehr möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (8)