Fr, 07:03 Uhr
06.12.2002
nnz-Rückspiegel: 6. Dezember 2001
Nordhausen (nnz). Sie wollen wissen, was sich im Landkreis Nordhausen vor exakt einem Jahr ereignet hat? Kein Problem! Die nnz hat für Sie im Archiv geblättert. Heute:
Überdenken, Aufmarsch, Verwunderlich
Planungen noch einmal überdenken
Nordhausen (nnz). Wie weiter mit der Gestaltung der Uferstraße in Vorbereitung auf die Landesgartenschau? Diese Frage war nicht nur Gegenstand der zurückliegenden nnz-Umfrage, sondern wurde auch gestern auch im Stadtrat aufgeworfen. Detlef Schmidt aus Nordhausen nutzte die Möglichkeit der Bürgerfragestunde, um noch einmal auf die optimalere Einbindung der künftigen Radwege entlang der Zorge aufmerksam zu machen. Seiner Meinung nach könnte ein Radweg sowohl unter der Brücke der Einheit, als auch unter der Brücke im Bereich der Bahnhofstraße entlang führen. Das würde nicht nur diesen Radweg selbst qualitativ aufwerten, sondern auch die Radfahrer aus dem starken Verkehr auf der Uferstraße herausnehmen.
Weiterhin setzte sich der Architekt für eine komplette Neupflanzung von Bäumen entlang der neuen Uferstraße ein (siehe auch nnz-Archiv). Schmidt verwies hierbei auch auf die Initiative von Dr. Gebhardt und der nnz. Die Redaktion der nnz hatte ihre Leser zu dieser Problematik befragt. Hier noch einmal das Abstimmungsergebnis: 58 Prozent der abgegebenen Stimmen votierten für eine Neupflanzung, 38 Prozent plädierten für den Erhalt und Lückenbepflanzungen, vier Prozent klickten auf: EGAL...ausführlich im nnz-Archiv
Brief an israelische Partnerstadt
Die Mitglieder des Nordhäuser Stadtrates trugen sich gestern in eine Kondolenzliste ein. Damit bekundeten sie ihre Trauer über die Selbstmordattentate in Israel. Die Liste wird heute zusammen mit einem Brief an den Bürgermeister der Partnerstadt Beit Shemesh geschickt. Die Stadt Nordhausen hat der nnz den Brief zur Verfügung gestellt.
Mit Bestürzung habe ich von den Anschlägen erfahren, denen in den letzten zwei Wochen, insbesondere in Haifa und Jerusalem, so viele Menschen zum Opfer gefallen sind. Die Bürger der Stadt Nordhausen, insbesondere diejenigen, die Israel bereist haben, in Beth Shemesh waren und sich zu Euren Freunden zählen, sind entsetzt über diese Taten.
Bitte übermittelt Euren Bürgern die herzliche Anteilnahme der Stadt Nordhausen und die besten Genesungswünsche für die Verletzten. Alle Eure Freunde in Eurer Partnerstadt fürchten seit Jahren um den Fortschritt im Friedensprozeß, der immer wieder von Rückschlägen gekennzeichnet und nun im Prinzip zum Erliegen gekommen ist. Möge der Hass, der meist die Unschuldigen trifft, endlich überwunden werden.
Barbara Rinke, Oberbürgermeisterin der Stadt Nordhausen
Aufmarsch mit Auflagen genehmigt
Der Aufmarsch der NPD am Samstag ist durch das Verwaltungsgericht Weimar genehmigt worden. Allerdings wurden einige Auflagen erteilt. Das Landratsamt Nordhausen hat heute um 11.44 Uhr per Fax die Mitteilung vom Verwaltungsgericht Weimar erhalten, dass die NPD am 8. Dezember in Nordhausen demonstrieren darf. Somit wurde das vom Landratsamt Nordhausen im November ausgesprochene Demonstrationsverbot aufgehoben, erklärte der 1. Beigeordnete des Landkreises, Matthias Jendricke, gegenüber nnz.
Zumindest bei den Auflagen ist das Gericht im wesentlichen den Begründungen des Landratsamtes gefolgt. So ist es der NPD untersagt, ihre angemeldeten Redner Horst Mahler und Frank Schwerdt auf der Veranstaltung sprechen zu lassen. Außerdem wurde untersagt, Patrick Wieschke als stellvertretenden Organisationsleiter fungieren zu lassen. Das Mitführen von Fackeln bei der Versammlung ist ebenfalls vom Gericht verboten worden...ausführlich im nnz-Archiv
Matthias Jendricke: Verwunderlich!
Der Streit zur Kreisumlage zwischen der Stadt und dem Landkreis Nordhausen ist in den Countdown eingetreten. Am kommenden Dienstag läuft er ab. Wird danach wirklich Ruhe eintreten? Wo immer kommunale Spitzenpolitiker auftreten wird betont, dass man sich bemüht, die Konflikte zwischen dem Kreis und der Stadt beizulegen. Eine Chance dazu wurde mit dem Vergleich zur Kreisumlage vertan. Vielmehr wurde die zurückliegenden Woche dazu genutzt, die Gräben zwischen den Verwaltungen tiefer anzulegen. Mittendrin hat nun quasi Matthias Jendricke (SPD) Platz genommen.
Der musste sich gestern erst einmal eine ordentliche Standpauke seiner Parteigenossin Sabine Meyer anhören. Die Jendricke-Nachfolgerin auf dem Posten des SPD-Fraktionsvorsitzenden zeigte sich enttäuscht von Jendricke in seiner Funktion als jetziger Beigeordneter. Er habe gänzlich vergessen wo seine lokalen und politischen Wurzeln liegen würden. Von Interessensname für Stadt merke sie nichts. Indirekt warf sie ihm vor, dass auch er gegen die Stadt arbeite. Ein genüssliches Lächeln schienen sich einige CDU-Fraktionäre nicht verkneifen zu können, man applaudierte der Sozialdemokratin...ausführlich im nnz-Archiv
Autor: nnzÜberdenken, Aufmarsch, Verwunderlich
Planungen noch einmal überdenken
Nordhausen (nnz). Wie weiter mit der Gestaltung der Uferstraße in Vorbereitung auf die Landesgartenschau? Diese Frage war nicht nur Gegenstand der zurückliegenden nnz-Umfrage, sondern wurde auch gestern auch im Stadtrat aufgeworfen. Detlef Schmidt aus Nordhausen nutzte die Möglichkeit der Bürgerfragestunde, um noch einmal auf die optimalere Einbindung der künftigen Radwege entlang der Zorge aufmerksam zu machen. Seiner Meinung nach könnte ein Radweg sowohl unter der Brücke der Einheit, als auch unter der Brücke im Bereich der Bahnhofstraße entlang führen. Das würde nicht nur diesen Radweg selbst qualitativ aufwerten, sondern auch die Radfahrer aus dem starken Verkehr auf der Uferstraße herausnehmen.
Weiterhin setzte sich der Architekt für eine komplette Neupflanzung von Bäumen entlang der neuen Uferstraße ein (siehe auch nnz-Archiv). Schmidt verwies hierbei auch auf die Initiative von Dr. Gebhardt und der nnz. Die Redaktion der nnz hatte ihre Leser zu dieser Problematik befragt. Hier noch einmal das Abstimmungsergebnis: 58 Prozent der abgegebenen Stimmen votierten für eine Neupflanzung, 38 Prozent plädierten für den Erhalt und Lückenbepflanzungen, vier Prozent klickten auf: EGAL...ausführlich im nnz-Archiv
Brief an israelische Partnerstadt
Die Mitglieder des Nordhäuser Stadtrates trugen sich gestern in eine Kondolenzliste ein. Damit bekundeten sie ihre Trauer über die Selbstmordattentate in Israel. Die Liste wird heute zusammen mit einem Brief an den Bürgermeister der Partnerstadt Beit Shemesh geschickt. Die Stadt Nordhausen hat der nnz den Brief zur Verfügung gestellt.
Mit Bestürzung habe ich von den Anschlägen erfahren, denen in den letzten zwei Wochen, insbesondere in Haifa und Jerusalem, so viele Menschen zum Opfer gefallen sind. Die Bürger der Stadt Nordhausen, insbesondere diejenigen, die Israel bereist haben, in Beth Shemesh waren und sich zu Euren Freunden zählen, sind entsetzt über diese Taten.
Bitte übermittelt Euren Bürgern die herzliche Anteilnahme der Stadt Nordhausen und die besten Genesungswünsche für die Verletzten. Alle Eure Freunde in Eurer Partnerstadt fürchten seit Jahren um den Fortschritt im Friedensprozeß, der immer wieder von Rückschlägen gekennzeichnet und nun im Prinzip zum Erliegen gekommen ist. Möge der Hass, der meist die Unschuldigen trifft, endlich überwunden werden.
Barbara Rinke, Oberbürgermeisterin der Stadt Nordhausen
Aufmarsch mit Auflagen genehmigt
Der Aufmarsch der NPD am Samstag ist durch das Verwaltungsgericht Weimar genehmigt worden. Allerdings wurden einige Auflagen erteilt. Das Landratsamt Nordhausen hat heute um 11.44 Uhr per Fax die Mitteilung vom Verwaltungsgericht Weimar erhalten, dass die NPD am 8. Dezember in Nordhausen demonstrieren darf. Somit wurde das vom Landratsamt Nordhausen im November ausgesprochene Demonstrationsverbot aufgehoben, erklärte der 1. Beigeordnete des Landkreises, Matthias Jendricke, gegenüber nnz.
Zumindest bei den Auflagen ist das Gericht im wesentlichen den Begründungen des Landratsamtes gefolgt. So ist es der NPD untersagt, ihre angemeldeten Redner Horst Mahler und Frank Schwerdt auf der Veranstaltung sprechen zu lassen. Außerdem wurde untersagt, Patrick Wieschke als stellvertretenden Organisationsleiter fungieren zu lassen. Das Mitführen von Fackeln bei der Versammlung ist ebenfalls vom Gericht verboten worden...ausführlich im nnz-Archiv
Matthias Jendricke: Verwunderlich!
Der Streit zur Kreisumlage zwischen der Stadt und dem Landkreis Nordhausen ist in den Countdown eingetreten. Am kommenden Dienstag läuft er ab. Wird danach wirklich Ruhe eintreten? Wo immer kommunale Spitzenpolitiker auftreten wird betont, dass man sich bemüht, die Konflikte zwischen dem Kreis und der Stadt beizulegen. Eine Chance dazu wurde mit dem Vergleich zur Kreisumlage vertan. Vielmehr wurde die zurückliegenden Woche dazu genutzt, die Gräben zwischen den Verwaltungen tiefer anzulegen. Mittendrin hat nun quasi Matthias Jendricke (SPD) Platz genommen.
Der musste sich gestern erst einmal eine ordentliche Standpauke seiner Parteigenossin Sabine Meyer anhören. Die Jendricke-Nachfolgerin auf dem Posten des SPD-Fraktionsvorsitzenden zeigte sich enttäuscht von Jendricke in seiner Funktion als jetziger Beigeordneter. Er habe gänzlich vergessen wo seine lokalen und politischen Wurzeln liegen würden. Von Interessensname für Stadt merke sie nichts. Indirekt warf sie ihm vor, dass auch er gegen die Stadt arbeite. Ein genüssliches Lächeln schienen sich einige CDU-Fraktionäre nicht verkneifen zu können, man applaudierte der Sozialdemokratin...ausführlich im nnz-Archiv



