Mo, 14:23 Uhr
01.02.2010
Nordhäuser Modell auf Mallorca?
In der vergangenen Woche besuchte Carles Salmeron die Nordhäuser Verkehrsbetriebe. Es war nach 1997, 2002 und 2004 sein vierter Besuch in der Rolandstadt. Salmerón arbeitet als Nahverkehrsberater für die spanische Regierung. Welchen Anlass hatte nun der Besuch eines wärmeverwöhnten Mallorquiners in Nordhausen?
Carles Salmerón wurde von der spanischen Regierung beauftragt, Lösungsvorschläge für den Bau einer 30 Kilometer langen oberleitungsfreien Straßenbahnlinie auf Mallorca zu unterbreiten. Diese Überlandlinie soll in einem ersten Bauabschnitt zunächst Palma und den Flughafen Son Sant Joan auf Mallorca verbinden. Als Vorbild könnte der oberleitungsfreie Straßenbahnbetrieb zwischen Nordhausen und Ilfeld dienen.
Auf dem 11,4 Kilometer langen Streckenabschnitt fahren die Straßenbahnen ohne Stromabnehmer im Dieselbetrieb, in Fachkreisen bekannt als das Nordhäuser Modell. Die Unternehmen IMG GmbH Nordhausen, Siemens, die Harzer Schmalspurbahnen GmbH und die Nordhäuser Verkehrsbetriebe hatten eng zusammengearbeitet, um das Projekt technisch umzusetzen. Am Beispiel des Nordhäuser Modells wird Herr Salmerón auf einer im April stattfindenden Konferenz auf Mallorca erläutern, wie eine solche Schienenstrecke geplant, umgesetzt und praktisch betrieben wird.
Eine halbe Stunde nach seiner Ankunft im Straßenbahndepot saß er mit Straßenbahn-Betriebsleiter Fritz Keilholz, Werkstattmeister Ralf Stade und zwei Vertretern der Firma Siemens bereits in der Linie 2 in Richtung Bahnhofsplatz. Dort stieg die Gruppe in die Linie 10 ein, um den oberleitungsfreien Straßenbahnbetrieb praktisch zu erfahren. Salmerón, Keilholz und die beiden Siemens-Vertreter Grochowski und Schäperklaus hatten drei Stunden Zeit für Austausch und Fachsimpelei.
Am Abend reiste Carles Salmerón weiter nach Berlin. Dort endete seine Tour, die ihn von Paris über Karlsruhe und Düsseldorf nach Nordhausen geführt hatte. Der Besuch zeigt, dass die Systementwicklung des Nordhäuser Modells über Ländergrenzen hinweg hohe Akzeptanz und Wertschätzung erfährt.
Autor: nnzCarles Salmerón wurde von der spanischen Regierung beauftragt, Lösungsvorschläge für den Bau einer 30 Kilometer langen oberleitungsfreien Straßenbahnlinie auf Mallorca zu unterbreiten. Diese Überlandlinie soll in einem ersten Bauabschnitt zunächst Palma und den Flughafen Son Sant Joan auf Mallorca verbinden. Als Vorbild könnte der oberleitungsfreie Straßenbahnbetrieb zwischen Nordhausen und Ilfeld dienen.
Auf dem 11,4 Kilometer langen Streckenabschnitt fahren die Straßenbahnen ohne Stromabnehmer im Dieselbetrieb, in Fachkreisen bekannt als das Nordhäuser Modell. Die Unternehmen IMG GmbH Nordhausen, Siemens, die Harzer Schmalspurbahnen GmbH und die Nordhäuser Verkehrsbetriebe hatten eng zusammengearbeitet, um das Projekt technisch umzusetzen. Am Beispiel des Nordhäuser Modells wird Herr Salmerón auf einer im April stattfindenden Konferenz auf Mallorca erläutern, wie eine solche Schienenstrecke geplant, umgesetzt und praktisch betrieben wird.
Eine halbe Stunde nach seiner Ankunft im Straßenbahndepot saß er mit Straßenbahn-Betriebsleiter Fritz Keilholz, Werkstattmeister Ralf Stade und zwei Vertretern der Firma Siemens bereits in der Linie 2 in Richtung Bahnhofsplatz. Dort stieg die Gruppe in die Linie 10 ein, um den oberleitungsfreien Straßenbahnbetrieb praktisch zu erfahren. Salmerón, Keilholz und die beiden Siemens-Vertreter Grochowski und Schäperklaus hatten drei Stunden Zeit für Austausch und Fachsimpelei.
Am Abend reiste Carles Salmerón weiter nach Berlin. Dort endete seine Tour, die ihn von Paris über Karlsruhe und Düsseldorf nach Nordhausen geführt hatte. Der Besuch zeigt, dass die Systementwicklung des Nordhäuser Modells über Ländergrenzen hinweg hohe Akzeptanz und Wertschätzung erfährt.


