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Mo, 16:05 Uhr
25.01.2010

Erinnern, gedenken und mahnen

Der 27. Januar ist kein Tag wie jeder andere dieses Wintermonats - er ist ein Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. Auch in Nordhausen...


Zum Gedenken an diesen Tag hat die Stadt Nordhausen die Bürgerinnen und Bürger zu einer Kranzniederlegung am Mittwoch um 10 Uhr auf den Ehrenfriedhof der Stadt Nordhausen gebeten. Der Kreisvorstand der LINKEN bittet seine Mitglieder, Sympathisanten sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger an dieser Gedenkveranstaltung teilzunehmen.

Der Gedenktag wurde am 3. Januar 1996 durch Proklamation des Bundespräsidenten Roman Herzog eingeführt und auf den 27. Januar eines jeden Jahres festgelegt. Am 27.Januar 1945 hatten die Soldaten der Roten Armee die Überlebenden des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau befreit. Das Konzentrationslager steht symbolhaft für den Völkermord und die Millionen Opfer des Nazi-Regimes.

In diesem Zusammenhang erinnert DIE.LINKE.Nordhausen auch an den feigen Mord an Albert Kuntz im KZ Mittelbau-Dora in der Nacht vom 22. zum 23. Januar 1945. Albert Kuntz war politischer Sekretär der Bezirksorganisation Hessen/Frankfurt der DKP und Abgeordneter des Preußischen Landtags. Sein Wirken im KZ Buchenwald und auch der Kampf ums Überleben in der V-Waffen-Produktionsstätte Mittelbau-Dora ist mit seinem Namen eng verbunden.
Autor: nnz

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Kommentare
hitchcock
25.01.2010, 17:11 Uhr
Erinnern, gedenken und mahnen
[..]Am 17.1.1946 wird Hans Götze einen Tag vor seinem 15. Geburtstag von deutschen Hilfspolizisten, die von KPD- Mitgliedern einen “Geheimtipp” erhielten, festgenommen und zum Rathaus von Greußen gebracht. Dort wurde er nachts von sowjetischen Offizieren und Angestellten des NKWD verhört und später in das Gefängnis von Sondershausen, einer Stadt im Norden von Greußen, gebracht. Hier fanden weitere Verhöre statt. Kurt Weiß, der ebenfalls aus Greußen stammt und denselben Anschuldigungen unterlag, berichtet folgendes über die Verhöre:
“Die meiste Zeit habe ich am Boden gelegen und die [sowjetischen Offiziere] haben auf mich eingedroschen und immer wieder gerufen: ‘Du lugen’. Sie sagten nicht ,Du lügen’, sondern ,Du lugen’. ‘Schto prawda, schto prawda’ – was ist die Wahrheit, wollten sie von mir wissen. In der dritten Nacht bin ich schon nicht mehr in der Lage gewesen, irgendwie zu denken. Ich habe einfach nur gedacht: Es muss ein Ende haben. Ich sollte sagen: Ich bin ein Werwolf. Und dann hab ich einfach unterschrieben, weil ich einfach meine Ruhe haben wollte.”

[..]Viele unterschrieben aber auch, da sie sahen, in welcher Form Mithäftlinge von den sowjetischen Offizieren behandelt wurden. So auch Hans Götze, in dessen Zelle ein 45-50 Jahre alter Häftling mit eingewiesen wurde und von den Offizieren innerhalb von 14 Tagen bei den Verhören zu Tode geschlagen wurde. Aus Angst vor solch ähnlichen Verhören unterschrieb nun auch er die Aussage, dass er ein “Werwolf” sei.

Ausschitt aus dem Buch: Die Greussener Jungs

Soviel zum Thema Erinnern, gedenken und mahnen im Sinne der Linken.... Kommunismus ist ein Verbrechen - 100 Millionen Tote

Keine andere Idee oder Ideologie forderte Weltweit soviele Todesopfer wie jene des Kommuismus
Ostdeutscher
25.01.2010, 20:55 Uhr
Hitchcock hat recht
Da gebe ich hitchcock recht....
RGL
25.01.2010, 22:34 Uhr
Vergessen?
Und die vielen Toten an Mauer und Stacheldraht und das gar nicht so weit weg von Nordhausen, sind auch vergessen. Und in 21 Jahren wird viel verdrängt.
Am besten mal wieder zum nächsten Grenzmuseum fahren, dann dort vielleicht mal einen Kranz niederlegen.

"Ich bin von Deutschland nach Deutschland gegangen und wurde von Deutschen in Deutschland gefangen!"
Und jetzt mal gaaaanz gaaaanz lange nachdenken!!!
RGL
26.01.2010, 15:15 Uhr
Orden des Kommunismus
Werte Leserinnen und Leser,
unter www.Grenzbilder.de von Herrn Jürger Ritter sind noch andere Errungenschaften des Kommunismus zu besichtigen.
Nur so am Rande!

MFG RGL
L.J.
27.01.2010, 02:25 Uhr
Gleichsetzung dient der Relativierung
au weia

wenn ich hier die kommentare lese graut es mir.

ich möchte zu bedenken geben, das mensch die opfer der shoah, derer am 27.01. jeden jahres gedacht wird. in keinster weise mit den opfern der innerdeutschen grenze gleichsetzen kann, nein, es nicht darf.

meine liebe vorkommentatoren. ich möchte ihnen nichts unterstellen. aber sowas, was hier angeführt wird, liest sich stark nach geschichtsrevisionismus und geschichtsrelativierung.

keine greueltat kann mit einer anderen begründet oder gleichgesetzt werden. doch was sie hier tun, das verbietet sich an dieser stelle.

und einen großen fehler begehen sie meiner meinung auch, wer den terror stalins (stalinismus) mit dem kommunismus (nach marx) über einen kamm schert, der setzt wiederrum sehr unreflektiert dinge gleich die nicht gleichgesetzt gehören. denn es existieren gravierende unterschiede, die ich an dieser stelle aber nicht ausführen möchte (kein forum).

vergleichen JA ... gleichsetzen NEIN

also, gedenken wir den 6 millionen getöteten jüdinnen und juden aus dem 2.weltkrieg am 27.01. . das ist gut so...und nötig. denn zu wenige überlebende der shoah können noch erzählen. zu wenige sind sich der geschichte und der daraus resultierenden verpflichtungen bewusst. es ist an uns, den wiedererstarkten antisemitismus entgegenwirken...und dem geschichtsrevisionismus.
O-1984
27.01.2010, 07:33 Uhr
Mein Toter - Dein Toter
@L.J. Mir graut's auch. Nicht nur vor RGL sondern auch vor Ihnen. Was gibt's da zu vergleichen? Wer mehr auf effizientere Weise Ermordete auf dem Gewissen hat?

Wer mordet ist böse, egal aus welchen Beweggründen heraus. Und wer einer Ideologie nachhängt, deren geistige Väter (Warum wohl keine Mütter?) die Ermordung anderer in Kauf nimmt oder gar dazu anstiftet, denkt und tut Böses. Wer mit Verweis auf die Opfer des Kommunismus den Massenmord an den europäischen Juden kommentiert, wäscht die Nazis rein, macht sich ihnen gleich oder ist einer von ihnen.

Ob er das will oder nicht. Und wer die Klassiker des Marxismus gegen den bösen Stalin ins Felde führt, sollte mal Solschenizyn lesen und Friedrich Engels oder Lenin, die ohne Umschweifen dazu auffordern, Lumpernproletarier massenweise abzuknallen.
L.J.
27.01.2010, 09:15 Uhr
das ist nicht gemeint
@ o-1984

mir geht es nicht darum den kommunismus zu verteidigen oder wer wie effizeinter mordete oder welcher ideologo wo zum töten aufgerufen hat oder es `besser`machte. das ist mit vergleichen nicht gemeint. jeder willkürlich getöte ist einer zuviel,egal aus welchen ideologischen gründen heraus.

ich meine damit, das sowohl das eine, wie auch das andere erwähnt werden kann und muss, das darrüber geschrieben wird. doch darf eben das eine nicht mit dem anderen gleichgesetzt werden. wenn es vergleiche geben sollte, dann nur um die geschichte erfahrbar zu machen. aber nicht, um wie bei den bisherigen kommentaren, damit geschichte zu relativieren.

ich gebe ihnen vollkommen recht. wer in einem artikel zum gedenken der getöteten jüdinnen und juden, mit toten anderer geschehnisse argumentiert, der relativiert und letztendlich wird damit geschichtsrevisionismus betrieben. in diesem fall werden greueltaten der ns-naizs relativiert.

allerdings gibt es das auch umgedreht weise...und auch das darf nicht hingenommen werden.
Janko
27.01.2010, 09:39 Uhr
is mir schlecht
finde ich großartig, hitchcock, RGL, ostdeutscher. volle zustimmung.
ab sofort brauchen wir dem massenmord an juden im dritten reich nicht mehr gedenken, weil der kommunismus ja viel schlimmer war.
juchu, freifahrtschein in den nächsten faschismus, kugeln für alle!
Totaldemokrat
27.01.2010, 11:38 Uhr
Der Vergleich hinkt...
Letztendlich hat die Stadt Nordhausen aufgerufen zu dieser Gedenkfeier – nicht die Linke. Das die Linke (n) diesen Aufruf unterstützen ist ihre Sache, sollen sie machen. Letztendlich ist es kein von den Linken initiierter Feiertag, sondern geht auf eine Proklamation von Roman Herzog zurück.

Und neben den Linke(n) gibt es noch viele andere Bürgerinnen und Bürger der Stadt Nordhausen die auch der Opfer des Faschismus, insbesondere der jüdischen Bürger, gedenken wollen. Darum geht es an diesem Tag, um nichts anderes.

Was ist passiert? Die Juden wurden abgeholt, in die Reichsbahn Züge verfrachtet und ab nach Auschwitz. Die hatten keine Ahnung was mit ihnen geschieht. Die dachten es geht zum Arbeitseinsatz…

Null Info, kein Radio, keine Presseinfo, nichts. Woher auch. Also ab ins Verderben.

Im Gegensatz dazu wußten die Leute ihrer bei Fluchtplanung schon, dass an der sog. „innerdeutschen“ Grenze nicht mit Wattebällchen geworfen wird. Es lief doch sofort in den Westmedien und sprach sich schnell in allen DDR Bezirken rum, wenn mal wieder was an der Grenze los war. Jeder wusste was da abgeht.

Jeder Tote an der ehemaligen Grenze zwischen der DDR und der BRD war einer zuviel, jeder tote Flüchtling und jeder tote Grenzer!
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