Do, 09:55 Uhr
28.11.2002
Voll daneben!
Nordhausen (nnz). Die CDU in Nordhausen hat gewählt! Na und? Im Vorfeld sollte eine klitzekleine Revolution angezettelt werden, geblieben ist eine Neuauflage. Dazu eine Betrachtung.
Göpffarth, Thume, S., Thume, M., Kuhfahl, Biesenbach, Lutze und Nüßle. So hatten sich einige aufsässige CDU-Mitglieder den neuen Vorstand ihres Ortsvereins vorgestellt. Zwei Kandidaten, Christa Biesenbach und Sven Lutze aus dem alten Vorstand, sind davon übriggeblieben, auch wenn diese nicht zu den "Destruktiven" gerechnet werden müssen. Die Palast-Revolution ist voll in die Hose gegangen. Verhindert haben das die CDU-Mitglieder, die gestern in der Finkenburg erstaunt, verwundert, interessiert und manchmal auch empört zuhörten. Die Altersstruktur der Zusammenkunft unterschied sich nicht mehr und auch nicht weniger von der einer PDS-Mitgliederversammlung. Und da genau liegt vermutlich das Problem der Parteien insgesamt.
Ihnen ist die Mitte abhanden gekommen. Im Falle der CDU manchmal die politische Mitte, vor allem aber die Altersmitte. Da setzt das verdiente Klientel lieber auf Kontinuität, auf Bewährtes, das es zu bewahren gilt. Das aber sei nicht mehr hinnehmbar gewesen, wurde gestern in der Finkenburg mehrfach postuliert. Die Menschen in Nordhausen würden nicht merken, dass es eine CDU gebe, die wirklich christdemokratische Politik betreibe.
Die Basis hat es wieder nicht geschafft, den Aufbruch zu wagen, sagte heute Volkmar Göpffarth der nnz. Nun ist jedoch der alte und neue Vorstand gefragt. Er muß nun reagieren, denn die Probleme, die gestern angesprochen wurden, die könnten für die Nordhäuser CDU zwar nicht lebens- dafür aber vielleicht wahlwichtig werden. Nur gut, dass die andere große Volkspartei in der Rolandstadt da auch nicht Stein der Weisen erfunden hat.
Die Diskussion war gestern herzerfrischend. Es gab auch Ausrutscher, so interessiert wirklich niemand der Kontostand eines Giselher Becker und die Personalstruktur der Architekturbüros sollte auch nicht breit ausgewälzt werden. Auch Diffamierungen von Menschen gehören nicht in diesen Rahmen, selbst wenn sie in der Stadtverwaltung arbeiten.
Aber: Eine Partei wie die CDU muß das aushalten und muß damit umgehen können. Und sie muß damit fertig werden. Der neue Vorstand mit dem alten Vorsitzenden ist jetzt noch viel stärker in der Pflicht. Er muß handeln und agieren. Die Zeit des Reagierens ist vorbei. Die destruktiven Kritiker werden diesmal nicht zwei Jahre warten. Vielleicht wollen sie ja auch eingebunden werden, vielleicht stärker als bisher - mit ihren Ideen und Vorstellungen. In den Vorstand haben sie es nicht geschafft. So ist die Revolution voll daneben gegangen. Vorerst!
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnzGöpffarth, Thume, S., Thume, M., Kuhfahl, Biesenbach, Lutze und Nüßle. So hatten sich einige aufsässige CDU-Mitglieder den neuen Vorstand ihres Ortsvereins vorgestellt. Zwei Kandidaten, Christa Biesenbach und Sven Lutze aus dem alten Vorstand, sind davon übriggeblieben, auch wenn diese nicht zu den "Destruktiven" gerechnet werden müssen. Die Palast-Revolution ist voll in die Hose gegangen. Verhindert haben das die CDU-Mitglieder, die gestern in der Finkenburg erstaunt, verwundert, interessiert und manchmal auch empört zuhörten. Die Altersstruktur der Zusammenkunft unterschied sich nicht mehr und auch nicht weniger von der einer PDS-Mitgliederversammlung. Und da genau liegt vermutlich das Problem der Parteien insgesamt.
Ihnen ist die Mitte abhanden gekommen. Im Falle der CDU manchmal die politische Mitte, vor allem aber die Altersmitte. Da setzt das verdiente Klientel lieber auf Kontinuität, auf Bewährtes, das es zu bewahren gilt. Das aber sei nicht mehr hinnehmbar gewesen, wurde gestern in der Finkenburg mehrfach postuliert. Die Menschen in Nordhausen würden nicht merken, dass es eine CDU gebe, die wirklich christdemokratische Politik betreibe.
Die Basis hat es wieder nicht geschafft, den Aufbruch zu wagen, sagte heute Volkmar Göpffarth der nnz. Nun ist jedoch der alte und neue Vorstand gefragt. Er muß nun reagieren, denn die Probleme, die gestern angesprochen wurden, die könnten für die Nordhäuser CDU zwar nicht lebens- dafür aber vielleicht wahlwichtig werden. Nur gut, dass die andere große Volkspartei in der Rolandstadt da auch nicht Stein der Weisen erfunden hat.
Die Diskussion war gestern herzerfrischend. Es gab auch Ausrutscher, so interessiert wirklich niemand der Kontostand eines Giselher Becker und die Personalstruktur der Architekturbüros sollte auch nicht breit ausgewälzt werden. Auch Diffamierungen von Menschen gehören nicht in diesen Rahmen, selbst wenn sie in der Stadtverwaltung arbeiten.
Aber: Eine Partei wie die CDU muß das aushalten und muß damit umgehen können. Und sie muß damit fertig werden. Der neue Vorstand mit dem alten Vorsitzenden ist jetzt noch viel stärker in der Pflicht. Er muß handeln und agieren. Die Zeit des Reagierens ist vorbei. Die destruktiven Kritiker werden diesmal nicht zwei Jahre warten. Vielleicht wollen sie ja auch eingebunden werden, vielleicht stärker als bisher - mit ihren Ideen und Vorstellungen. In den Vorstand haben sie es nicht geschafft. So ist die Revolution voll daneben gegangen. Vorerst!
Peter-Stefan Greiner


