Mo, 10:54 Uhr
25.11.2002
Diskussionen in Nordhausen
Nordhausen (nnz). In vielen Kommunen Nordthüringens wird heute der Internationale Tag Nein zu Gewalt an Frauen begangen. Diskussionen und Lesungen sollen dabei die häusliche Gewalt und ihre Folgen in den Mittelpunkt rücken. Was in Nordhausen zu diesem Thema geplant ist und Hintergründe zu diesem Tag gibt es mit einem Klick auf MEHR.
Bereits heute wird in die Wiedigsburgklause in Nordhausen zu einer Diskussionsrunde unter dem Thema Gewalt hat viele Gesichter eingeladen. Nach der Eröffnung um 14 Uhr soll in die Thematik durch den 2. Beigeordneten der Kreisverwaltung, Winfried Theuerkauf (SPD) eingeführt werden. Dem werden sich weitere Statements von Vertretern der Stadt Nordhausen, dem Weißen Ring sowie der Polizei anschließen.
In einer weiteren Diskussionsrunde am Mittwoch wird die Europaabgeordnete Margot Kessler sich diesem Thema im Scheunenhof annehmen. Auch hier soll sich eine Diskussion anschließen.
Wie nötig eine Auseinandersetzung mit diesem sensiblen Thema ist, machte kürzlich die Thüringer Gleichstellungsbeauftragte Renate Meier deutlich. Jährlich werden rund 2.000 Frauen mit ihren Kindern in den 26 Frauenhäusern des Freistaates aufgenommen. Allein im ersten Halbjahr 2002 hatte die Thüringer Polizei 1.088 Einsätze in Fällen häuslicher Gewalt. Bei den Einätzen nahm die Polizei 125 Personen in Unterbindungsgewahrsam, 203 wurden aus der Wohnung verwiesen.
Häusliche Gewalt tritt in allen Alters-, Bildungs- und Einkommensschichten auf. Überwiegend geht die Gewalt von Männern im Alter zwischen 25 und 40 Jahren aus. In mehr als der Hälfte der Fälle spielte Alkohol eine Rolle. Am 25. November 1960 wurden in der Dominikanischen Republik nach langer Gefangenschaft, Folterung und Vergewaltigung drei Ordensschwestern ermordet. 20 Jahre später wurde dieser Tag zum Internationalen Tag Nein zu Gewalt gegen Frauen erklärt.
Autor: nnzBereits heute wird in die Wiedigsburgklause in Nordhausen zu einer Diskussionsrunde unter dem Thema Gewalt hat viele Gesichter eingeladen. Nach der Eröffnung um 14 Uhr soll in die Thematik durch den 2. Beigeordneten der Kreisverwaltung, Winfried Theuerkauf (SPD) eingeführt werden. Dem werden sich weitere Statements von Vertretern der Stadt Nordhausen, dem Weißen Ring sowie der Polizei anschließen.
In einer weiteren Diskussionsrunde am Mittwoch wird die Europaabgeordnete Margot Kessler sich diesem Thema im Scheunenhof annehmen. Auch hier soll sich eine Diskussion anschließen.
Wie nötig eine Auseinandersetzung mit diesem sensiblen Thema ist, machte kürzlich die Thüringer Gleichstellungsbeauftragte Renate Meier deutlich. Jährlich werden rund 2.000 Frauen mit ihren Kindern in den 26 Frauenhäusern des Freistaates aufgenommen. Allein im ersten Halbjahr 2002 hatte die Thüringer Polizei 1.088 Einsätze in Fällen häuslicher Gewalt. Bei den Einätzen nahm die Polizei 125 Personen in Unterbindungsgewahrsam, 203 wurden aus der Wohnung verwiesen.
Häusliche Gewalt tritt in allen Alters-, Bildungs- und Einkommensschichten auf. Überwiegend geht die Gewalt von Männern im Alter zwischen 25 und 40 Jahren aus. In mehr als der Hälfte der Fälle spielte Alkohol eine Rolle. Am 25. November 1960 wurden in der Dominikanischen Republik nach langer Gefangenschaft, Folterung und Vergewaltigung drei Ordensschwestern ermordet. 20 Jahre später wurde dieser Tag zum Internationalen Tag Nein zu Gewalt gegen Frauen erklärt.


