Mo, 07:04 Uhr
25.11.2002
Der Dank der Jugend
Nordhausen (nnz). Die Landesgartenschau wird im Frühjahr des Jahres 2004 ihre Pforten öffnen. Sie soll - so die städtischen Planer - vor allem auch auf die Jugend zugeschnitten und für diese nachhaltig sein. Die Nordhäuser Kids danken es schon heute.
Der Petersberg könnte für die Jugendlichen so zusagen das Sahnehäubchen werden. Eine Halfpipe für Skateboarder, ein Hochseilgarten all das soll die jungen Herzen höher schlagen lassen. Die ersten Strukturen hat die Redaktion der nnz an diesem Wochenende bei einem Rundgang auf dem Petersberg entdeckt. Gesichtet wurden auch die ersten Danksagungen für das Neue auf dem ehemaligen Schuttberg.
Da gibt es kaum eine Fassade, auf der nicht die beherzten Spuren einer außergewöhnlichen Kreativität zu erblicken und zu bestaunen sind. Der Laie staunt, der Fachmann spricht von Graffiti. Mag das unter Insidern vielleicht auch als gelungen gelten, was sich da an der Fassade der Turnhalle oder an den Betonquadern erblicken lässt. Für den Otto-Normal-Nordhäuser ist das allerdings blanke Schmiererei.
Und für die Macher der Landesgartenschau bedeutet die Kreativität einen zusätzlichen Griff in die Kasse. Da müssen nämlich komplette Fassaden mit einem neuen Farbanstrich versehen werden. Die Wohnungsbaugenossenschaft Nordhausen (WBG), die wie die SWG und auch private Hausbesitzer mit den Schmierereien auskommen muß, die muß zum Beispiel in der Stolberger Straße bis zu 3.000 Euro pro kreativem Auswuchs hinblättern.
Die nnz hatte bereits vor einem Jahr von den ersten Spuren der jugendlichen Ausgelassenheit berichtet. Damals wurden Treppenstufen des Haupteingangs an der Ecke Weberstraße/Breitscheidstraße ramponiert, Kanten und Ecken abgebrochen. Die Treppe ist jetzt abgesperrt. Auch auf dem Theaterplatz haben Hardcore-Biker oder Skater bereits ihre Arbeit verrichtet.
In 18 Monaten wird die Landesgartenschau so richtig losgehen. Bis zum April 2004 wird sich in Nordhausen noch viel verändern, es werden viele schmucke Fassaden leuchten. Und es wird noch allerlei Platz für Kreativität geben. Aber die Nicht-Kreativen werden auch weiterhin ihre Köpfe schütteln. Vielleicht gehören sie ja auch zu den Outsidern und wollen sich über das Neue auf dem Petersberg einfach nur freuen. Vor, während und auch nach dem Mega-Ereignis in Nordhausen im Jahr 2004.
Autor: nnz
Der Petersberg könnte für die Jugendlichen so zusagen das Sahnehäubchen werden. Eine Halfpipe für Skateboarder, ein Hochseilgarten all das soll die jungen Herzen höher schlagen lassen. Die ersten Strukturen hat die Redaktion der nnz an diesem Wochenende bei einem Rundgang auf dem Petersberg entdeckt. Gesichtet wurden auch die ersten Danksagungen für das Neue auf dem ehemaligen Schuttberg.Da gibt es kaum eine Fassade, auf der nicht die beherzten Spuren einer außergewöhnlichen Kreativität zu erblicken und zu bestaunen sind. Der Laie staunt, der Fachmann spricht von Graffiti. Mag das unter Insidern vielleicht auch als gelungen gelten, was sich da an der Fassade der Turnhalle oder an den Betonquadern erblicken lässt. Für den Otto-Normal-Nordhäuser ist das allerdings blanke Schmiererei.
Und für die Macher der Landesgartenschau bedeutet die Kreativität einen zusätzlichen Griff in die Kasse. Da müssen nämlich komplette Fassaden mit einem neuen Farbanstrich versehen werden. Die Wohnungsbaugenossenschaft Nordhausen (WBG), die wie die SWG und auch private Hausbesitzer mit den Schmierereien auskommen muß, die muß zum Beispiel in der Stolberger Straße bis zu 3.000 Euro pro kreativem Auswuchs hinblättern.
Die nnz hatte bereits vor einem Jahr von den ersten Spuren der jugendlichen Ausgelassenheit berichtet. Damals wurden Treppenstufen des Haupteingangs an der Ecke Weberstraße/Breitscheidstraße ramponiert, Kanten und Ecken abgebrochen. Die Treppe ist jetzt abgesperrt. Auch auf dem Theaterplatz haben Hardcore-Biker oder Skater bereits ihre Arbeit verrichtet. In 18 Monaten wird die Landesgartenschau so richtig losgehen. Bis zum April 2004 wird sich in Nordhausen noch viel verändern, es werden viele schmucke Fassaden leuchten. Und es wird noch allerlei Platz für Kreativität geben. Aber die Nicht-Kreativen werden auch weiterhin ihre Köpfe schütteln. Vielleicht gehören sie ja auch zu den Outsidern und wollen sich über das Neue auf dem Petersberg einfach nur freuen. Vor, während und auch nach dem Mega-Ereignis in Nordhausen im Jahr 2004.

