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Sa, 09:01 Uhr
23.11.2002

nnz-Rückspiegel: 23. November 2001

Nordhausen (nnz). Sie wollen wissen, was sich im Landkreis Nordhausen vor exakt einem Jahr ereignet hat? Kein Problem! Die nnz hat für Sie im Archiv geblättert. Heute:
Protest, tragischer Unfall und Demo


Protest gegen Kündigung
Die beabsichtigte Kündigung der Vereinbarung zur Durchführung von sozialen Aufgaben durch den Landkreis hat Besorgnis in den Kommunen ausgelöst. Jetzt machen die Bleicheröder Stadträte mobil. Der Sozialausschuß des Bleicheröder Stadtrates hatte sich auf seiner jüngsten Sitzung ausgiebig mit den Auswirkungen dieser Kündigung beschäftigt. Die Ausschussmitglieder schrieben einen Brief an Landrat Joachim Claus (CDU), in dem sie vor allem auf die Konsequenzen dieser Kündigung für die Menschen von Bleicherode und Umgebung aufmerksam machen. nnz veröffentlicht diesen Brief:

Sehr geehrter Herr Landrat Claus,
die in den Medien in den letzten Wochen veröffentlichten Artikel und Informationen zur Beschlussvorlage zur Kündigung der Vereinbarung des Landkreises Nordhausen und der Stadt Nordhausen über die Durchführung der Aufgaben nach dem Bundessozialhilfegesetz (BHSG) nahmen wir zum Anlass, am 05.11.01 eine außerordentliche Beratung mit allen Mitgliedern unseres Ausschusses durchzuführen.

Unser Bürgermeister, Herr Kochbeck, informierte in der letzten Stadtratsitzung, dass die Konsequenz eines solchen Schrittes die wäre, dass bei Rückübertragung der Aufgaben der Stadt Nordhausen an den Landkreis, für alle übrigen Delegationsgemeinden die Vereinbarung gekündigt werden würde. Dies aber können wir ohne Widerspruch nicht hinnehmen, den wir wie folgt begründen...ausführlich im nnz-Archiv


Tragischer Unfall am Abend
Im Landkreis Nordhausen hat sich gestern ein schwere Verkehrsunfall ereignet. Dabei kam ein Mensch ums Leben. Kurz nach 20 Uhr war gestern ein Golf Variant zwischen Nohra und Wipperdorf unterwegs. Die Straße war zum Teil verschneit, trotzdem fuhr das Auto sehr schnell. In einer der zahlreichen Kurven geriet die 44jährige Fahrerin aus Kappeln auf die Gegenfahrbahn und prallte mit ihrem Auto frontal auf einen entgegenkommenden Sattelschlepper. Die Frau war sofort tot. Im Golf befanden sich außerdem ihr 39 Jahre alter Ehemann und die 18 Monate alte Tochter. Beide wurden mit schweren Verletzungen in das Nordhäuser Südharz-Krankenhaus gebracht. Die Straße war für mehrere Stunden gesperrt. In Nordthüringen sind in diesem Jahr bislang 33 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen.


Nordhausen macht mobil gegen NPD-Demo
Heute morgen hatte die Nordhäuser Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) zum zweiten Mal ins Rathaus zu einem Treffen geladen. Diskutiert wurde die Unterstützung bei der Koordination möglicher Gegenaktionen zur geplanten NPD-Demonstration am 8. Dezember. „Wir möchten alle Engagierten zusammenbringen, damit für einen ordentlichen Informationsfluss sorgen, eigene Ideen einbringen und ein Podium für alle geben, die der NPD-Demo etwas entgegensetzen wollen“, sagte Barbara Rinke der nnz. Am Tisch saßen Vertreter verschiedener Stadtratsfraktionen, der Polizei, der evangelischen Kirche, der Gewerkschaft, des Theaters sowie verschiedener Vereine und Verbände. Ein Fazit des Treffens: Als Ansprechpartner für weitere Ideen und konkrete Aktionen der Nordhäuser Bürgerschaft bietet sich das Aktionsbündnis „Nordhausen gegen Nazis“ an, das man im Nordhäuser Jugendclubhaus in der Käthe-Kollwitz-Straße findet.

Zentrum der Gegenaktionen, die, auch das war Konsens, von keiner Partei vereinnahmt werden sollen, ist am 8. Dezember das Gebiet zwischen Rathausplatz und Kreissparkasse. Auftritte von Bands und Liedermachern, eine Filmvorführung, ein Bühnenprogramm, Informationsveranstaltungen zum Euro - das ist ab 16 Uhr geplant, erste Zusagen der Akteure sind bereits da. Aktionen einerseits - „Engagiertes Wegschauen“ andererseits: Den Weg des NPD-Demonstrationszuges - so eine Idee der Stadtverwaltung - könnten braune Mülltonnen schmücken. Deren Deckel sind offen, auf ihnen prangt das Piktogramm, das ein Hakenkreuz zeigt, das im Mülleimer verschwindet. Eine weitere Idee: In den Wohnungen hinter den Tonnen sollen Dunkelheit, herabgelassene Jalousien, Leere an den Fenstern sowie auf den Fußwegen entlang der Strecke das Nichthinsehen und stummen Protest gegen den rechten Aufmarsch dokumentieren.
Autor: nnz

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