Mi, 15:04 Uhr
20.11.2002
Jungunternehmer verlässt der Mut
Nordhausen (nnz). Trotz aller Aufmunterung seitens der Politik und aller Kurse für potentielle Unternehmensgründer sinkt die Zahl der Firmengründungen. Zur aktuellen Situation bietet Ihnen nnz den nachfolgenden Situationsbeitrag.
Die Zahl der Firmengründungen ist im Vorjahr zum dritten Mal in Folge gesunken. Einer Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) zufolge nimmt offenbar die schwache Konjunktur Unternehmensgründern zunehmend den Mut. Im Ergebnis gingen im vergangenen Jahr nur noch 243.000 Neugründer an den Start, sechs Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Im Vergleich zum Jahr 1998, dem Höhepunkt des Gründerbooms, haben 2001 rund 20 Prozent weniger potenzielle Unternehmer den Weg in die Selbständigkeit gewagt. Auch für das laufende Jahr sind die Ökonomen skeptisch. "Es deutet vieles darauf hin, dass sich diese Entwicklung in 2002 fortgesetzt hat und die Gründungszahlen abermals zurückgehen", sagte ZEW-Volkswirt Dirk Engel in einem Pressegespräch.
Besonders deutlich fiel der Rückgang in 2001 in der IT- und Kommunikationsbranche aus. Die Zahl neugegründeter EDV-Dienstleister lag um 18 Prozent niedriger - und damit in etwa wieder auf dem Niveau von 1997. Ebenfalls spürbar geringer fiel die Kennziffer bei Baufirmen sowie Architektur- und Ingenieurbüros aus - ein Ergebnis, das wegen der anhaltenden Flaute allerdings kaum verwundern kann, betont das ZEW.
Im regionalen Vergleich ermittelte das Institut für Ostdeutschland mit minus neun Prozent einen höheren Rückgang bei Gründungen als im Westen (minus fünf Prozent). Für den Arbeitsmarkt lasse das nicht Gutes erwarten. "Weniger Gründung bedeutet auch weniger Beschäftigung", sagte Engel. Die Studie orientiert sich vor allem an den Daten der Auskunftei Creditreform, um nur tatsächlich wirtschaftlich aktive Firmen zu erfassen und nicht die Karteileichen im Handelsregister.
Autor: nnzDie Zahl der Firmengründungen ist im Vorjahr zum dritten Mal in Folge gesunken. Einer Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) zufolge nimmt offenbar die schwache Konjunktur Unternehmensgründern zunehmend den Mut. Im Ergebnis gingen im vergangenen Jahr nur noch 243.000 Neugründer an den Start, sechs Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Im Vergleich zum Jahr 1998, dem Höhepunkt des Gründerbooms, haben 2001 rund 20 Prozent weniger potenzielle Unternehmer den Weg in die Selbständigkeit gewagt. Auch für das laufende Jahr sind die Ökonomen skeptisch. "Es deutet vieles darauf hin, dass sich diese Entwicklung in 2002 fortgesetzt hat und die Gründungszahlen abermals zurückgehen", sagte ZEW-Volkswirt Dirk Engel in einem Pressegespräch.
Besonders deutlich fiel der Rückgang in 2001 in der IT- und Kommunikationsbranche aus. Die Zahl neugegründeter EDV-Dienstleister lag um 18 Prozent niedriger - und damit in etwa wieder auf dem Niveau von 1997. Ebenfalls spürbar geringer fiel die Kennziffer bei Baufirmen sowie Architektur- und Ingenieurbüros aus - ein Ergebnis, das wegen der anhaltenden Flaute allerdings kaum verwundern kann, betont das ZEW.
Im regionalen Vergleich ermittelte das Institut für Ostdeutschland mit minus neun Prozent einen höheren Rückgang bei Gründungen als im Westen (minus fünf Prozent). Für den Arbeitsmarkt lasse das nicht Gutes erwarten. "Weniger Gründung bedeutet auch weniger Beschäftigung", sagte Engel. Die Studie orientiert sich vor allem an den Daten der Auskunftei Creditreform, um nur tatsächlich wirtschaftlich aktive Firmen zu erfassen und nicht die Karteileichen im Handelsregister.

