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Mo, 11:52 Uhr
18.11.2002

Krise im Thüringer Einzelhandel?

Nordhausen (nnz). Die Krise im deutschen Einzelhandel macht um den Freistaat keinen Bogen. Wie stark die Rückgänge - vor allem im Umsatz - sind, das hat die nnz für Sie notiert.



Nach vorläufigen Ergebnissen des Thüringer Landesamtes für Statistik setzten die Thüringer Einzelhändler im September 2002 nominal (in jeweiligen Preisen), bei gleicher Anzahl an Verkaufstagen, 0,6 Prozent weniger Waren um als im September 2001. Real, also preisbereinigt, betrug der Umsatzrückgang 0,4 Prozent. Damit fiel der Umsatzrückgang im September 2002 deutlich geringer aus als in den Monaten zuvor.

Die Entwicklung im Thüringer Einzelhandel verlief günstiger als im bundesweiten Durchschnitt. Die Einzelhandelsumsätze in Deutschland lagen im September 2002 nominal um 1,5 Prozent unter dem Niveau des vergleichbaren Vorjahresmonats. Preisbereinigt war es 1,3 Prozent weniger.

Von den einzelnen Branchen des Thüringer Einzelhandels erzielten die „Apotheken sowie der Facheinzelhandel mit medizinischen, kosmetischen und orthopädischen Artikeln“ mit einem Plus von nominal 5,7 Prozent und real 6,5 Prozent mit Abstand das beste Ergebnis. Auch die umsatzstärkste Branche, der Einzelhandel mit „Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren“ sowie mit „sonstigen Waren verschiedener Art“ (darunter zählen Supermärkte, SB-Warenhäuser und Verbrauchermärkte) kann auf zunehmende Umsätze verweisen (1,2 bzw. 1,0 Prozent).

Im „sonstigen Facheinzelhandel“ (hierzu zählt der Einzelhandel mit Textilien, Schuhen, Möbeln usw.) wurde im September 2002 das Ergebnis des Vorjahresmonats um nominal 4,3 Prozent und real 4,5 Prozent verfehlt. Mit einem Umsatzrückgang von nominal 6,9 Prozent und real 7,7 Prozent meldete der „Facheinzelhandel mit Nahrungsmitteln“ (dazu zählen u.a. die Delikatessgeschäfte) die deutlichsten Einbußen.

Der Thüringer Einzelhandel beschäftigte im September dieses Jahres 3,9 Prozent weniger Arbeitskräfte als im September 2001. Vom Arbeitsplatzabbau waren überwiegend die Vollzeitbeschäftigten betroffen (- 6,9 Prozent). Demgegenüber verminderte sich die Anzahl der Teilzeitbeschäftigten nur geringfügig (- 0,8 Prozent).
Autor: nnz

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