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Mo, 20:21 Uhr
11.01.2010

Mitglieder versammelt

Am Abend trafen sich rund 40 Mitglieder des Fußballsportvereins Wacker 90 Nordhausen zur Jahreshauptversammlung. Nicht nur Insider wissen, dass es im Verein eine mittelschwere Strukturkrise gibt. Ob die heute bewältigt werden konnte, das hat die nnz erfahren...

Versammelt (Foto: nnz) Versammelt (Foto: nnz)

Kurs halten im Jahr 2010, auf die sportlichen Erfolge aufbauen, Dank an Mitglieder und Sponsoren – das waren die ersten Bemerkungen von Vizepräsident Bernd Seidenstücker. Freude durch die Männermannschaften, von den Oldies bis hin zur Zweiten Mannschaft. Seidenstücker hob den Trainerwechsel von Burkhardt Venth zu Frank Rosenthal im vergangenen Jahr hervor. Dass es mit Rosenthal nicht nach vorn ging, habe unter anderem am Pokern der Spieler gelegen, nicht an Rosenthal, so Seidenstücker. Es sei einfach keine kontinuierliche Vorbereitung gegeben gewesen.

Mit Jens Ludwig sei es dann nach vorn gegangen, unter seiner Ägide wurde kein Spiel verloren, der dritte Platz in der Tabelle ist der Lohn dafür. Ähnlich gut sehe es bei der Wacker-Reserve aus. In der Zweiten jedoch gebe es erhebliche Beitragsrückstände, die bis zum 31. Januar 2010 beglichen werden müssen. Einige Spieler zahlen einfach keinen Beitrag, so einfach ist das. Für den Verein, aber auch für sie selbst bringt das rechtliche Probleme mit sich.

Die Probleme mit dem Nachwuchs sind seit Jahren bekannt – hier kennt sich der Vizepräsident noch nicht so richtig aus – sie sind die Folge ungenügender Aufmerksamkeit für diese Arbeit im Verein. Nicht gefruchtet haben einige Patenschaften seitens der Spieler der ersten Mannschaft, hier sei es bei Lippenbekennntnissen geblieben.

Der Blick jedoch geht nach vorn. Im Nachwuchsbereich muss die Zusammenarbeit mit anderen Vereinen angestrebt werden. Schuldzuweisungen gingen in bekannter Art und Weise in Richtung Salza, die von dort jedoch wieder zurückgewiesen wird. Dringend notwendig sind die Erweiterung und die Sanierung des Sozialgebäudes auf dem Albert-Kuntz-Sportplatz.

Zum Geld: Die finanzielle Absicherung des Vereins verlief wiederum arg an der Grenze des Machbaren - in einer Region wie Nordthüringen eigentlich normal. Man lebe so zusagen von der Hand in den Mund. Verbindlichkeiten von 27.500 Euro, denen im vergangenen Jahr Forderungen von 30.500 Euro gegenüberstanden. Für 2010 gibt es eine Deckungslücke von 38.300 Euro. Seidenstücker lobte die unentgeltliche Arbeit der übrig gebliebenen Präsidiumsmitglieder Bernd Schütze und Klaus Verkouter, die bis zu 50 Stunden je Woche für den Verein arbeiten.

Die Altlasten: Forderungen von Finanzamt, Krankenkasse und Rentenkasse beliefen sich von 2001 und 2004 auf mehr als 30.000 Euro, die auf mehr als 9.000 Euro zurückgefahren werden konnten.

Noch immer gibt es Probleme mit den so genannten „Fans“. Sieben Stadionverbote mussten im vergangenen Jahr ausgesprochen werden. Hier sollen künftig individuelle Gespräche geführt werden. Die Mehrzahl der Anhänger würden sich jedoch mehr als positiv mit dem Verein identifizieren.

Zum Schluss hatte Bernd Seidenstücker Vorschläge für Satzungsänderungen parat. Bei den Mitgliedsbeiträgen soll künftig aufgestockt, bei Eintrittsgeldern sollen 5 Euro für den Stehplatz, 5,50 Euro für den Sitzplatz gezahlt werden. 4 Euro berappen Kinder und Rentner künftig, Mitglieder erhalten prinzipiell 50 Prozent Rabatt.

Personelle Veränderungen – das hat sich herumgesprochen – soll es geben. K+K-Geschäftsführer Nico Kleofas habe die Absicht erkennen lassen, als Präsident von Wacker zu kandidieren. So kann eventuell im Februar ein neues Präsidium gewählt werden. Auch neue Mitglieder in diesem Leitungsgremium könnte es dann geben. Wie am Rande der heutigen Jahreshauptversammlung durchgesickert ist, soll dann im Februar das Präsidium komplett erneuert werden. Ob dieser Schachzug – so er denn gespielt wird – so vorteilhaft sein wird, das muss sich dann noch erweisen.
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnz

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