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Mo, 15:33 Uhr
11.01.2010

„Nichts als das Leben"

Das Bildungswerk Erfurt der Konrad-Adenauer-Stiftung lädt am kommenden Montag in das Audimax der Fachhochschule Nordhausen zu einer Filmvorführung und anschließendem Gespräch mit dem Holocaust-Überlebenden Thomas Geve aus Haifa/Israel ein. Hier weiteren Informationen...

Die Veranstaltung ist Teil der DenkTag-Veranstaltungsreihe, die alljährlich um den 27. Januar, dem Tag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz, an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert. Dr. Klaus Zeh (CDU) wird die Veranstaltung moderieren. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung am 18. Januar, 19.30 Uhr ist frei, um Anmeldung per Telefon (0361-654910, Fax 0361-6549111 oder E-Mail kas-erfurt@kas.de) wird gebeten. Tagungsleiter ist Stefan Schröder.

Thomas Geve verbrachte insgesamt 22 Monate in den Konzentrationslagern Birkenau, Auschwitz, Groß-Rosen und Buchenwald. Mit einem Transport aus Groß-Rosen kommt er Anfang des Jahres 1945 als Junge im offenen Güterwagen auf dem Bahnhof Buchenwald an. Im Lager erhält er die Nummer 127158 und wird in den Kinderblock 66 im Kleinen Lager eingewiesen. Er gehört zu den 903 Kindern und Jugendlichen, die das Lager überleben.

In seinem Film (38 min.) schildert er die Erlebnisse in den Konzentrationslagern, wodurch ein anschauliches Bild des dunkelsten Kapitels deutscher Geschichte gezeichnet wird. Im Anschluss wird Thomas Geve auf dem Film aufbauend für ein Zeitzeugengespräch zur Verfügung stehen.

Nach der Befreiung musste er im Lager bleiben, bis sein Gesundheitszustand die Entlassung erlaubte. In dieser Zeit zeichnet und dokumentiert Thomas Geve die Lagerwelt, erzählt vom Alltag im KZ, von Appell, Essensausgabe, Arbeit, Krankheiten, vom Terror der SS und gibt das Lager, in erstaunlich genauen Plänen wieder. Eine Ausstellung in der Gedenkstätte Buchenwald zeigte 1995 erstmals die Original-Zeichnungen Thomas Geves. 1996 wurden die hier ausgestellten Reproduktionen hergestellt und 1997 als Buch veröffentlicht.
Autor: nnz

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