Sa, 09:10 Uhr
16.11.2002
nnz-Rückspiegel: 16. November 2001
Nordhausen (nnz). Sie wollen wissen, was sich im Landkreis Nordhausen vor exakt einem Jahr ereignet hat? Kein Problem! Die nnz hat für Sie im Archiv geblättert. Heute:
Polytechnik?, Kreisumlage und kontra Häuslebauer
Künftig Polytechnisches Zentrum?
Eine langjährige Tradition ist das Arbeitsgespräch der Landräte Nordthüringens mit den Führungskräften des Arbeitsamtes Nordhausen. Am Dienstag waren der Einladung der Direktorin, Dr. Simone Simon, der Landrat des Kreises Eichsfeld, Dr. Werner Henning, der Landrat des Kreises Nordhausen, Joachim Claus sowie der Landrat des Kyffhäuserkreises, Peter Hengstermann (alle CDU) gefolgt. Simone Simon informierte über die Entwicklung und die Tendenzen auf dem Arbeitsmarkt. Positiv haben sich dabei in diesem Jahr die Aktivitäten der Mitarbeiter des Arbeitsamtes auf dem ersten Arbeitsmarkt ausgewirkt. Für aktive Instrumente zur Beschäftigung wurden mehr finanzielle Mittel ausgegeben als im Vorjahr. Seit Jahresanfang konnten über 1.600 Vermittlungen mehr als im Vorjahr auf dem ersten Arbeitsmarkt gefördert werden. Im kommenden Jahr wird die Geschäftspolitik des Arbeitsamtes den Mitteleinsatz für die Arbeitsaufnahme weiter verstärken...ausführlich im nnz-Archiv
Mit der Birne gegen Häuslebauer
In Nordhausen könnte sich im kommenden Jahr ein wohl einmaliges Ereignis zutragen. Schöne Wohnhäuser werden dem Erdboden gleichgemacht, die Abrissbirne rückt an. Wie das funktionieren kann, das hat Ihre nnz erfahren. Wer aufmerksam den nnz-Rückspiegel verfolgt, der konnte in den vergangenen Tagen eine Meldung aus der Nordhäuser Stadtverwaltung lesen. Darin kündigte das Bauordnungsamt im vergangenen Jahr an, dass es künftig gegen sogenannte Schwarzbauten vorgehen werde. Bei der Ankündigung wird es nicht bleiben. Wie die nnz aus dem Rathaus erfuhr, seien in diesem Jahr bereits fünf Verfahren gegen Bauherren eröffnet worden. Allesamt hätten die Häuslerbauer ihre Schmuckstücke illegal errichtet. Der Schwerpunkt der Schwarzbauten liegt - stadtgeografisch gesehen - in Krimderode, Fachleute sprechen hier vom Außenbereich. Das Ziel könne also nur die Beseitigung der Bauten sein, der Abriß droht. Noch wehren sich die Bauherren gegen das harte Vorgehen des Bauordnungsamtes, doch eine Teilniederlage mussten sie schon hinnehmen. Zwei Bauherren legten gegen den Bescheid der Ordnungsbehörde Widerspruch ein, der allerdings wurde vom Landesverwaltungsamt Weimar (LVA) abgeschmettert. Nächste Instanz ist das Thüringer Verwaltungsgericht in Weimar, dort sind die Verfahren mittlerweile anhängig. Wenn sich die Verwaltungsrichter dem Standpunkt der Fachaufsicht des LVA anschließen, dann wird es ernst. Noch haben die Häuslebauer die Wahl: Entweder Abriß oder das Oberverwaltungsgericht anrufen. Sollte dieses auch gegen die Antragsteller entscheiden, dann wird abgerissen, was erst vor kurzer oder vielleicht auch schon längerer Zeit aufgebaut wurde...ausführlich im nnz-Archiv
Neuer Vergleichsvorschlag muß her
Spitzengespräch im Nordhäuser Rathaus. Zum wiederholten Male wurde über das weitere Verfahren im Streit zur Kreisumlage der Jahr 1994/95 geredet. Ein konkretes Ergebnis wurde wieder nicht erzielt. Bei diesem Treffen sagten die Vertreter des Landratsamtes zu, einen Vergleichsvorschlag zur Kreisumlage vorzulegen. Sollte es dazu kommen, dann würde die Kreisverwaltung in diesem Vorschlag auch alle anderen Klagen der folgenden Jahre bis 2001 berücksichtig sehen. Hier werde schließlich eine Rechtssicherheit gefordert. Dann wären es jedoch mehr als die bisherigen zwei Millionen Mark. Weiterhin sollen die Vertreter des Landkreises zugesichert haben, dass dieser Vergleichsvorschlag bis zum 4. Dezember in den Kreistag eingebracht werden soll. Der Kreistag werde dazu kurzfristig einberufen. Die nächste ordentliche Sitzung des Kreistages ist jedoch auf den 11. Dezember gelegt worden. Es gibt also viel zu tun und nicht mehr viel Zeit.
Nicht so glücklich war die Verwaltungsspitze des Rathauses mit der Tatsache, dass Landrat Joachim Claus nicht an dem Gespräch teilnahm. Nach nnz-Informationen hatte der Landrat Urlaub, dafür nahm dessen Stellvertreter Matthias Jendricke (SPD) teil. Die Stadt selbst hat in Vorbereitung der Vergleichsverhandlungen und zur Legitimation der Oberbürgermeisterin den möglichen Vergleich als einen Tagesordnungspunkt in die nächste Sitzung des Stadtrates am 5. Dezember aufgenommen. Dies jedoch nur für den Fall, dass er von der schon einmal beschlossenen Form abweichen werde. Damals war der Vergleich auf Vorschlag des Verwaltungsgerichtes mit zwei Millionen Mark datiert...ausführlich im nnz-Archiv
Autor: nnzPolytechnik?, Kreisumlage und kontra Häuslebauer
Künftig Polytechnisches Zentrum?
Eine langjährige Tradition ist das Arbeitsgespräch der Landräte Nordthüringens mit den Führungskräften des Arbeitsamtes Nordhausen. Am Dienstag waren der Einladung der Direktorin, Dr. Simone Simon, der Landrat des Kreises Eichsfeld, Dr. Werner Henning, der Landrat des Kreises Nordhausen, Joachim Claus sowie der Landrat des Kyffhäuserkreises, Peter Hengstermann (alle CDU) gefolgt. Simone Simon informierte über die Entwicklung und die Tendenzen auf dem Arbeitsmarkt. Positiv haben sich dabei in diesem Jahr die Aktivitäten der Mitarbeiter des Arbeitsamtes auf dem ersten Arbeitsmarkt ausgewirkt. Für aktive Instrumente zur Beschäftigung wurden mehr finanzielle Mittel ausgegeben als im Vorjahr. Seit Jahresanfang konnten über 1.600 Vermittlungen mehr als im Vorjahr auf dem ersten Arbeitsmarkt gefördert werden. Im kommenden Jahr wird die Geschäftspolitik des Arbeitsamtes den Mitteleinsatz für die Arbeitsaufnahme weiter verstärken...ausführlich im nnz-Archiv
Mit der Birne gegen Häuslebauer
In Nordhausen könnte sich im kommenden Jahr ein wohl einmaliges Ereignis zutragen. Schöne Wohnhäuser werden dem Erdboden gleichgemacht, die Abrissbirne rückt an. Wie das funktionieren kann, das hat Ihre nnz erfahren. Wer aufmerksam den nnz-Rückspiegel verfolgt, der konnte in den vergangenen Tagen eine Meldung aus der Nordhäuser Stadtverwaltung lesen. Darin kündigte das Bauordnungsamt im vergangenen Jahr an, dass es künftig gegen sogenannte Schwarzbauten vorgehen werde. Bei der Ankündigung wird es nicht bleiben. Wie die nnz aus dem Rathaus erfuhr, seien in diesem Jahr bereits fünf Verfahren gegen Bauherren eröffnet worden. Allesamt hätten die Häuslerbauer ihre Schmuckstücke illegal errichtet. Der Schwerpunkt der Schwarzbauten liegt - stadtgeografisch gesehen - in Krimderode, Fachleute sprechen hier vom Außenbereich. Das Ziel könne also nur die Beseitigung der Bauten sein, der Abriß droht. Noch wehren sich die Bauherren gegen das harte Vorgehen des Bauordnungsamtes, doch eine Teilniederlage mussten sie schon hinnehmen. Zwei Bauherren legten gegen den Bescheid der Ordnungsbehörde Widerspruch ein, der allerdings wurde vom Landesverwaltungsamt Weimar (LVA) abgeschmettert. Nächste Instanz ist das Thüringer Verwaltungsgericht in Weimar, dort sind die Verfahren mittlerweile anhängig. Wenn sich die Verwaltungsrichter dem Standpunkt der Fachaufsicht des LVA anschließen, dann wird es ernst. Noch haben die Häuslebauer die Wahl: Entweder Abriß oder das Oberverwaltungsgericht anrufen. Sollte dieses auch gegen die Antragsteller entscheiden, dann wird abgerissen, was erst vor kurzer oder vielleicht auch schon längerer Zeit aufgebaut wurde...ausführlich im nnz-Archiv
Neuer Vergleichsvorschlag muß her
Spitzengespräch im Nordhäuser Rathaus. Zum wiederholten Male wurde über das weitere Verfahren im Streit zur Kreisumlage der Jahr 1994/95 geredet. Ein konkretes Ergebnis wurde wieder nicht erzielt. Bei diesem Treffen sagten die Vertreter des Landratsamtes zu, einen Vergleichsvorschlag zur Kreisumlage vorzulegen. Sollte es dazu kommen, dann würde die Kreisverwaltung in diesem Vorschlag auch alle anderen Klagen der folgenden Jahre bis 2001 berücksichtig sehen. Hier werde schließlich eine Rechtssicherheit gefordert. Dann wären es jedoch mehr als die bisherigen zwei Millionen Mark. Weiterhin sollen die Vertreter des Landkreises zugesichert haben, dass dieser Vergleichsvorschlag bis zum 4. Dezember in den Kreistag eingebracht werden soll. Der Kreistag werde dazu kurzfristig einberufen. Die nächste ordentliche Sitzung des Kreistages ist jedoch auf den 11. Dezember gelegt worden. Es gibt also viel zu tun und nicht mehr viel Zeit.
Nicht so glücklich war die Verwaltungsspitze des Rathauses mit der Tatsache, dass Landrat Joachim Claus nicht an dem Gespräch teilnahm. Nach nnz-Informationen hatte der Landrat Urlaub, dafür nahm dessen Stellvertreter Matthias Jendricke (SPD) teil. Die Stadt selbst hat in Vorbereitung der Vergleichsverhandlungen und zur Legitimation der Oberbürgermeisterin den möglichen Vergleich als einen Tagesordnungspunkt in die nächste Sitzung des Stadtrates am 5. Dezember aufgenommen. Dies jedoch nur für den Fall, dass er von der schon einmal beschlossenen Form abweichen werde. Damals war der Vergleich auf Vorschlag des Verwaltungsgerichtes mit zwei Millionen Mark datiert...ausführlich im nnz-Archiv

