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Mi, 13:13 Uhr
13.11.2002

Von Nordhausen direkt zur Ostsee

Nordhausen (nnz). Für „notorische“ Bahnfahrer könnte ab dem kommenden Jahr ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung gehen: In Nordhausen einsteigen und in Rostock aussteigen. Mehr zu dieser Vision in Ihrer nnz.


Bis zum Februar kommenden Jahres wird die Connex-Regionalbahn GmbH entscheiden, ob ihre Züge, die ab Mai zwischen Köln und Rostock pendeln, in Nordhausen halten. Entscheidend wird die Wirtschaftlichkeit sein. Das ist das Ergebnis eines Gespräches im Nordhäuser Rathaus. Dazu hatte jetzt Andreas Wieninger, Vorsitzender des Stadtrats-Ausschusses für Wirtschaft und Verkehr, Detlef Woiwode und zwei seiner Kollegen von der Connex GmbH in das Amt für Wirtschaftsförderung eingeladen.

„Ich glaube, das wird was und das bringt für die Region auch viel“, sagte Dr. Sabine Riebel, Leiterin des städtischen Amtes für Wirtschaftsförderung. Einerseits biete sich mit dem Anschluss von Nordhausen an die Connex-Strecke für die Nordhäuser jeweils einmal täglich eine „Möglichkeit, schnell - und vor allem bequem, also ohne Umsteigen - sowohl nach Berlin und an die Ostsee als auch Richtung Köln zu kommen“, sagte Dr. Riebel.

Andererseits sieht Dr. Riebel auch bessere Möglichkeiten für die Tourismus-Region Südharz bzw. Harz: „Gäste aus dem Norden, aus Berlin, aus dem Ruhrgebiet und dem Raum Köln sind schnell in Nordhausen und können von hier aus den Harz erkunden - zum Beispiel mit der Schmalspurbahn, die praktisch gleich nebenan startet. „Der Vorteil für die Region Nordhausen liegt auf der Hand: Es kommen Gäste in die Stadt.“

Die Zahl der Gäste entscheide letztlich über den Erfolg des Projektes; für die Stadt und die Region komme es darauf an, diese Gäste für den Südharz zu interessieren. Dr. Riebel sieht dafür noch eine Menge Arbeit, die erledigt werden muss. Zum Beispiel für die Regionalverkehrsunternehmen: „Zubringer zum Zug müssen bereitstehen“. Für die Tourismusmanager: „Ansprechende Informationen zu den Sehenswürdigkeiten der Region bereithalten“ und letztlich auch für Gastwirte und Hoteliers: „Ein Pauschalangebot für die Übernachtung in Nordhausen im Zusammenhang mit dem Kauf einer Fahrkarte nach Nordhausen wäre sicher eine Möglichkeit“, so die Amtsleiterin. „Und zuletzt liegt es an uns selbst: Einfach mal das Auto stehen lassen und in den Zug steigen. Die Preise und die Zug-Ausstattung bei Connex machen das aus meiner Sicht leichter“, so Dr. Riebel.
Autor: nnz

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