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So, 18:56 Uhr
10.11.2002

PDS macht "Aufbau West"

Nordhausen (nnz). In der vergangenen Woche wählte die Nordhäuser PDS-Basis ihren neuen Vorstand. Wer die mächtigste Basisorganisation im Landkreis Nordhausen künftig anführt, das erfahren Sie mit einem Klick auf MEHR.


Als Gäste waren neben Vertretern anderer Basisorganisationen Kreisvorsitzender Detlef Hauthal und der ehemalige PDS-Bundestagsabgeordnete Gerhard Jüttemann gekommen. Alter und neuer Vorsitzender ist Helmut Grabias, der mit satten 98,3 Prozent der Stimmen in seiner Funktion bestätigt wurde. Er steht somit für weitere zwei Jahre der mit 190 Mitgliedern stärksten BO des Kreises vor. Als Stellvertreter fungieren Petra Hauthal und Fritz Dahlmann. Neu im Vorstand als Vertreterin der Jugend ist Sarina Panke, die sich in Solid, der im Aufbau befindlichen bundesweiten PDS-Jugendstruktur, engagiert.

In seinem Rechenschaftbericht analysierte Helmut Grabias das Ergebnis der Bundestagswahl und kritisierte, dass das „Vierer-Team“ keine strategischen Rezepte erkennen lies. Auch habe die Entschuldigung des PDS-Fraktionsvorsitzenden beim US-Präsidenten nach einer Aktion von Mitgliedern der Fraktion das Vertrauen linker Wähler außerordentlich beschädigt. Grabias weiter: "Im Verlauf der Jahre mutierten wir zu sehr zu einer Funktionärspartei. Das Verbiegen in den Regierungskoalitionen in Meck-Pomm und Berlin und damit verbunden nicht realisierte Wahlversprechnungen machte in den Augen vieler Wähler die PDS überflüssig". Doch nach der Wahl sei ja bekanntlich auch vor der Wahl. Und um 2006 wieder in den Bundestag einziehen zu können, sei es unabdingbar, im Westen stärker als bisher Fuß zu fassen. Es erging ein Aufruf an die Basis, je Mitglied 1 Euro monatlich für den Ausbau der PDS-Strukturen in den alten Bundesländern zu spenden. So soll ein konkret noch zu benennender Gebietsverband dort unterstützt werden - Aufbau West sozusagen.

Weitere Unterstützung sicherte die Basis der Bürgerinitiative zur Erhaltung der Goldenen Aue zu. Diese fruchtbare Gegend zwischen Harz und Kyffhäuser soll zu einem Industriegebiet ausgebaut werden, und das, obwohl potentielle Investoren derzeit gar nicht in Sicht sind. Regelmäßige Konsultationen gibt es mit dem DGB Nordthüringen durch zwei beauftragte Genossen aus dem gewerkschaftlichen Umfeld. Konkret stehen hier in Kürze Konsultationen mit der IG Bau / Umwelt / Agrar an. Ins Auge gefaßt sei im kommenden Jahr eine Einladung von Thüringens DGB-Chef Frank Spieth.
Autor: nnz

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