Do, 10:27 Uhr
03.12.2009
Südharz-Holz unterm Hammer
Wie jedes Jahr läuft zur Zeit die Vorbereitung zur Laub- und Nadelholzsubmission der Thüringer Landesforstverwaltung in den Südharzer Wäldern. Was für Holzarten versteigert werden und aus welchen Revieren das Holz kommt, das hat die nnz erfahren...
Die ausgesuchten Stämme kommen vorrangig vom Harzrand, der Hainleite und dem Königsthaler Forst. Alle drei Waldbesitzarten Privat-, Kommunal- und Landeswald sind vertreten. Das nördlichste Forstamt in Thüringen, Bleicherode-Südharz, ist als einzigstes von den Nordlichtern in Erfurt präsent. Aber auch der wirtschaftlichen Lage auf dem Holzmarkt geschuldet, fällt die zum Meistgebotsverkauf bereitgestellte Menge mit rund 50 Festmetern geringer aus als sonst.
Es kommt nur wirklich gute bis sehr gute Ware zum Verkauf. Die Hochpreissegmente bei Holz sind momentan noch unter Druck. Die Wirtschaftskrise lässt grüßen. Hochwertige Furniere werden u.a. beim Innenausbau von Hotels der oberen Preisklasse, Casinos, Festspiel- und Konferenzhäusern, Kreuzfahrtschiffen, Yachten und im Fahrgastraum von Nobelkarossen in der Automobilindustrie verwendet.
Zu beachten war dieses Jahr, dass Rotbuchen-Furnierstämme nur preislich gut vermarktbar sind, wenn sie sich zur Messerfurnierherstellung eignen. Also Superstämme. Kirschbaum und Elsbeere – Renner der vergangenen Jahre – sind weiter bei guter bis sehr guter Qualität gefragt. Eiche, überhaupt dunkle Hölzer, genannt sei Ulme und Nussbaum, sind weiter im Trend.
Allerdings wird sich dieses Jahr auf Erdstämme beschränkt. Die Esche ist seit dem sogenannten Eschensterben, was auch Thüringen erreicht hat, mengenmäßig überproportional im Handel. Für Spitzenpreise kein gutes Omen. Schade, die Esche hat sich in den vergangenen 2 Jahren von ihrem Schattendasein langsam erholt.
Um auf der sicheren Seite zu sein, werden durch das örtliche Forstamt auf dem Meistgebotsplatz in Erfurt 33 Festmeter Traubeneiche präsentiert. Der stärkste Baumriese mit 75 cm Mittendurchmesser und einem Gewicht über drei Tonnen stammt aus dem Kommunalwald der Tiefenbach bei Werther. Gefolgt wird die Eiche von der Europäischen Lärche, wo 18 Festmeter fast walzenförmige starke Einzelstücke wie Aale in Reih und Glied prahlen. Hier hat das größte Exemplar seine Provenienz in dem Forstgenossenschaftswald bei Harzungen.
Autor: nnzDie ausgesuchten Stämme kommen vorrangig vom Harzrand, der Hainleite und dem Königsthaler Forst. Alle drei Waldbesitzarten Privat-, Kommunal- und Landeswald sind vertreten. Das nördlichste Forstamt in Thüringen, Bleicherode-Südharz, ist als einzigstes von den Nordlichtern in Erfurt präsent. Aber auch der wirtschaftlichen Lage auf dem Holzmarkt geschuldet, fällt die zum Meistgebotsverkauf bereitgestellte Menge mit rund 50 Festmetern geringer aus als sonst.
Es kommt nur wirklich gute bis sehr gute Ware zum Verkauf. Die Hochpreissegmente bei Holz sind momentan noch unter Druck. Die Wirtschaftskrise lässt grüßen. Hochwertige Furniere werden u.a. beim Innenausbau von Hotels der oberen Preisklasse, Casinos, Festspiel- und Konferenzhäusern, Kreuzfahrtschiffen, Yachten und im Fahrgastraum von Nobelkarossen in der Automobilindustrie verwendet.
Zu beachten war dieses Jahr, dass Rotbuchen-Furnierstämme nur preislich gut vermarktbar sind, wenn sie sich zur Messerfurnierherstellung eignen. Also Superstämme. Kirschbaum und Elsbeere – Renner der vergangenen Jahre – sind weiter bei guter bis sehr guter Qualität gefragt. Eiche, überhaupt dunkle Hölzer, genannt sei Ulme und Nussbaum, sind weiter im Trend.
Allerdings wird sich dieses Jahr auf Erdstämme beschränkt. Die Esche ist seit dem sogenannten Eschensterben, was auch Thüringen erreicht hat, mengenmäßig überproportional im Handel. Für Spitzenpreise kein gutes Omen. Schade, die Esche hat sich in den vergangenen 2 Jahren von ihrem Schattendasein langsam erholt.
Um auf der sicheren Seite zu sein, werden durch das örtliche Forstamt auf dem Meistgebotsplatz in Erfurt 33 Festmeter Traubeneiche präsentiert. Der stärkste Baumriese mit 75 cm Mittendurchmesser und einem Gewicht über drei Tonnen stammt aus dem Kommunalwald der Tiefenbach bei Werther. Gefolgt wird die Eiche von der Europäischen Lärche, wo 18 Festmeter fast walzenförmige starke Einzelstücke wie Aale in Reih und Glied prahlen. Hier hat das größte Exemplar seine Provenienz in dem Forstgenossenschaftswald bei Harzungen.


