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Di, 12:24 Uhr
17.11.2009

Bruckner in St. Blasii

Die Nordhäuser Kantorei hat sich für das diesjährige Herbstkonzert am 22. November ein besonderes Werk vorgenommen: Anton Bruckners Messe in e-Moll.

Neben den groß besetzten Sinfonien nehmen die geistlichen Werke im Schaffen des Österreichers eine besondere Stellung ein. Zahlreiche Motetten, das Te Deum, ein Requiem und mehrere Mess-Vertonungen finden bis heute regelmäßig Eingang in die Konzerte und Gottesdienste.

Die e-Moll-Messe entstand im Jahr 1866 und fällt durch ihre ausgefallene Instrumentierung auf. Bruckner verzichtet völlig auf die Streichinstrumente und besetzt ein reines Blas-Orchester mit Holz- und Blechbläsern. Der Chorpart verweist auf die alten Meister der Tonkunst, so ist beispielsweise das Kyrie konsequent achtstimmig angelegt, im Sanctus zitiert Bruckner sogar ein Thema aus einer Messe von G. P. Palestrina, das er in seiner eigenen Tonsprache verarbeitet. Somit
entsteht eine farbenreiche Verbindung zwischen der spätromantischen Harmonik und der polyphonen Kunst der alten Meister.

Anton Bruckner war seinerzeit als Improvisator an der Orgel sehr berühmt. Von den wenigen überlieferten Orgelwerken erklingen im Konzert drei unterschiedliche Stücke, die ein wenig Einblick in die Kunst des
Orgelvirtuosen liefern, der mit seinem Instrument und dem großen Kirchenraum gekonnt umzugehen weiß.

Zu den bekanntesten Werken zählen sicherlich auch die Motetten "Locus iste" und "Christus factus est", die ebenfalls in diesem Konzert erklingen werden.

Die Nordhäuser Kantorei wird von Mitgliedern des Loh-Orchesters Sondershausen begleitet, an der Orgel sitzt Kreiskantor Carsten Miseler. Die Leitung hat Michael Kremzow.

Das Konzert am 22. November beginnt um 17 Uhr.
Eintrittskarten zu 12 € (erm. 8 €) erhalten sie im TicketCenter, im Buchhaus Rose und im Gemeindebüro St. Blasii-Altendorf.
Autor: nnz

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