Mo, 13:23 Uhr
16.11.2009
Abend voller Energie
Am Freitag voriger Woche trafen sich die Mitglieder des Nordhäuser Unternehmerverbandes (NUV) zu einem weiteren Klubabend. Im Mittelpunkt des informativen Abends in der Nordbrand Nordhausen GmbH standen die Energie und deren Träger. Zwei Fachleute hatte der Vorstand des NUV eingeladen...
Prof. Dr. Ing. Joachim Fischer von der Nordhäuser Fachhochschule referierte nach der Begrüßung und der Einleitung des Abends durch NUV-Vorstandschef Hans-Joachim Junker über die Ware Energie” in all ihren Facetten.
Prof. Fischer (Foto: NUV)
Energiemärkte im Wandel darzustellen bedingte in dem Vortrag von Prof. Fischer zunächst die Darstellung der aktuellen Situation, die von volatilen Energiemärkten gekennzeichnet ist. Prognosen anzustellen sei fast unmöglich. Für die Verbraucher ergebe sich eine zunehmende Preisunsicherheit und Versorgungsunsicherheit. Dem gegenüber stehe die 1999 eingeleitete Liberalisierung der Energiemärkte, die den Wettbewerb deutlich intensiviert habe.
Der Referent blickte auch in die Zukunft. Der Bedarf an Primärenergie wird bis zum Jahr 2030 kontinuierlich steigen. Möglich sei eine Steigerung um bis zu 50 Prozent, vor allem China und Indien werden diese Entwicklung entscheidend beeinflussen. Die erneuerbaren Energien werden anteilig wachsen, sie werden die fossilen Energieträger aber auf keinen Fall ablösen.
Die Strompreise in Deutschland seien im europäischen Maßstab relativ hoch, was vor allem durch viele Steuern und Abgaben zustande komme. Diese Entwicklung werde sich auch in den nächsten Jahren nicht umkehren, führte der Referent aus. Ähnlich sehe es beim Ist-Zustand und der Entwicklung der Gaspreise aus.
Für die Unternehmen ergeben sich aus dieser Situation heraus zwei Handlungsmöglichkeiten: Energie beziehen oder selbst erzeugen. Hier hätten sich in den zurückliegenden Jahren vor allem im Bereich der regenerativen Energien einige Veränderungen ergeben, die sich vorteilhaft auf die Energiebilanz der Unternehmen auswirken würden. Vor allem jedoch müsse der Einsatz von Energie laufend optimiert und überprüft werden. Weiterhin erläuterte Prof. Fischer die Tücken und Vorteile der Einspeisung eigenerzeugter Energie in das vorhandene Stromnetz sowie die dazu gehörenden Gesetzlichkeiten.
Herr dörflinger (Foto: NUV)
Im Anschluss daran sprach Hans-Peter Dörflinger, Geschäftsführer der Energieversorgung Nordhausen GmbH (EVN), aus der Sicht eines Versorgungsunternehmens zu den aktuellen Entwicklungen und stellte zu Beginn die Struktur der EVN vor. Das Nordhäuser Unternehmen bietet nicht nur dem privaten Haushalt, sondern auch den mittelständischen Unternehmen eine Service-Begleitung hinsichtlich eines optimierten Energieeinsatzes an und sei ein verlässlicher Partner der heimischen Wirtschaft.
10 Prozent der durch EVN vertriebenen Energie kommt aus der Kernkraft, 19 Prozent aus erneuerbaren Energien, der überwiegende Teil (71 Prozent) stammt aus fossilen und sonstigen Brennstoffen. Im Mittelpunkt der regenerativen Energien stehe in der Nordhäuser Region die Photovoltaik-Technologie.
Als Fazit aus beiden Vorträgen zieht die Unternehmerschaft mehrere Konsequenzen. Erstens müsse der wachsende Kostendruck durch eine ständige Energieeffizienz minimiert werden. Das setzt aber genaue Kenntnisse über Verbraucher und Abnahmeverhalten im Ergebnis einer energetischen Analyse bzw. eines Energie-Controllings voraus. Erst dann lassen sich die richtigen Stellschrauben zur Optimierung des Energieeinsatzes definieren.
Autor: nnzProf. Dr. Ing. Joachim Fischer von der Nordhäuser Fachhochschule referierte nach der Begrüßung und der Einleitung des Abends durch NUV-Vorstandschef Hans-Joachim Junker über die Ware Energie” in all ihren Facetten.
Prof. Fischer (Foto: NUV)
Energiemärkte im Wandel darzustellen bedingte in dem Vortrag von Prof. Fischer zunächst die Darstellung der aktuellen Situation, die von volatilen Energiemärkten gekennzeichnet ist. Prognosen anzustellen sei fast unmöglich. Für die Verbraucher ergebe sich eine zunehmende Preisunsicherheit und Versorgungsunsicherheit. Dem gegenüber stehe die 1999 eingeleitete Liberalisierung der Energiemärkte, die den Wettbewerb deutlich intensiviert habe.Der Referent blickte auch in die Zukunft. Der Bedarf an Primärenergie wird bis zum Jahr 2030 kontinuierlich steigen. Möglich sei eine Steigerung um bis zu 50 Prozent, vor allem China und Indien werden diese Entwicklung entscheidend beeinflussen. Die erneuerbaren Energien werden anteilig wachsen, sie werden die fossilen Energieträger aber auf keinen Fall ablösen.
Die Strompreise in Deutschland seien im europäischen Maßstab relativ hoch, was vor allem durch viele Steuern und Abgaben zustande komme. Diese Entwicklung werde sich auch in den nächsten Jahren nicht umkehren, führte der Referent aus. Ähnlich sehe es beim Ist-Zustand und der Entwicklung der Gaspreise aus.
Für die Unternehmen ergeben sich aus dieser Situation heraus zwei Handlungsmöglichkeiten: Energie beziehen oder selbst erzeugen. Hier hätten sich in den zurückliegenden Jahren vor allem im Bereich der regenerativen Energien einige Veränderungen ergeben, die sich vorteilhaft auf die Energiebilanz der Unternehmen auswirken würden. Vor allem jedoch müsse der Einsatz von Energie laufend optimiert und überprüft werden. Weiterhin erläuterte Prof. Fischer die Tücken und Vorteile der Einspeisung eigenerzeugter Energie in das vorhandene Stromnetz sowie die dazu gehörenden Gesetzlichkeiten.
Herr dörflinger (Foto: NUV)
Im Anschluss daran sprach Hans-Peter Dörflinger, Geschäftsführer der Energieversorgung Nordhausen GmbH (EVN), aus der Sicht eines Versorgungsunternehmens zu den aktuellen Entwicklungen und stellte zu Beginn die Struktur der EVN vor. Das Nordhäuser Unternehmen bietet nicht nur dem privaten Haushalt, sondern auch den mittelständischen Unternehmen eine Service-Begleitung hinsichtlich eines optimierten Energieeinsatzes an und sei ein verlässlicher Partner der heimischen Wirtschaft.10 Prozent der durch EVN vertriebenen Energie kommt aus der Kernkraft, 19 Prozent aus erneuerbaren Energien, der überwiegende Teil (71 Prozent) stammt aus fossilen und sonstigen Brennstoffen. Im Mittelpunkt der regenerativen Energien stehe in der Nordhäuser Region die Photovoltaik-Technologie.
Als Fazit aus beiden Vorträgen zieht die Unternehmerschaft mehrere Konsequenzen. Erstens müsse der wachsende Kostendruck durch eine ständige Energieeffizienz minimiert werden. Das setzt aber genaue Kenntnisse über Verbraucher und Abnahmeverhalten im Ergebnis einer energetischen Analyse bzw. eines Energie-Controllings voraus. Erst dann lassen sich die richtigen Stellschrauben zur Optimierung des Energieeinsatzes definieren.



