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Fr, 13:09 Uhr
01.11.2002

Vertrag soll unterzeichnet werden

Nordhausen (nnz). Nach der Jenaer Philharmonie wird das Nordhäuser Theater nach nnz-Informationen das zweite sein, das in Erfurt den Finanzierungsvertrag unterschreiben könnte. Mehr dazu mit einem Klick auf MEHR.


Am 12. November werden sich Oberbürgermeisterin Barbara Rinke und die Ländrätin des Landkreises Saalfeld-Rudolstadt, Marion Philipp, in Erfurt treffen Im Kunstministerium werden beide Damen auf einen Seite und Ministerin Dagmar Schipanski auf der anderen Seite den Vertrag über die Finanzierung der beiden Häuser unterzeichnen. Hauptbestandteil wird die vereinbarte Kooperation zwischen Nordhausen und Rudolstadt sein, das Druckmittel aus Erfurt hat seine Wirkung gezeigt. Schauspiele werden dann ausschließlich in Rudolstadt produziert und auch in Nordhausen aufgeführt, beim Musiktheater wird es andersherum sein.

In Nordhausen und seinem Stadtrat hat man sich nun erst einmal damit zufrieden gegeben. Vergessen sind alle Bekundungen, Vorhaben und Beschlüsse, die in eine andere Richtung zielen sollten. Scheinbar hatte man in Nordhausen die Rechnung ohne den Wirt in Sondershausen gemacht. Den will man nicht verprellen, vor allem jetzt nicht, da Sondershausen für die oberzentralen Träume der Rolandstadt dringender denn je gebraucht wird.

Unter der theatralischen Decke brodelt es jedoch weiter. Der Lösung mit Rudolstadt gibt man in Nordhausen hinter vorgehaltener Hand nur eine Lebenszeit von höchstens zwei Jahren. Während dessen wird es einige Besuche im Ostharz geben, darauf können sich selbst die Ministerialen verlassen und das Jahr 2004 könnte selbst in der Landeshauptstadt andere Konstellationen wachsen lassen...

Ein „Opfer“ fand die leidige Theatergeschichte dieses Jahres bereits. Es trägt den Namen Sabine Meyer. Sie scheidet als Mitglied des Aufsichtsrates der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH aus. Persönliche Gründe sollen es sein, steht in der Beschlussvorlage. Das mag so auch richtig sein, doch wer Sabine Meyer beim vorletzten Stadtrat erlebt hat, der weiß, wie tief diese persönlichen Gründe im Arbeitsverständnis der SPD-Fraktionsvorsitzenden platziert sind.

Über die Meyer-Nachfolge soll indes heftig gestritten worden sein. Eigentlich, so erfuhr nnz aus dem Stadtrat, sollte diesmal kein Stadtratsmitglied „ins Rennen“ geschickt werden. Man hatte seitens der Verwaltung mit einem Juristen aus dem eigenen Haus geliebäugelt, um dem Verwaltungsdirektor eine fachmännisches Gegenüber zu präsentieren. Das traf nicht auf große Gegenliebe, und der Stadtrat entschied sich schließlich für Dr. Peter Böcke, einem engagierten Theatergänger und Zahnarzt.
Autor: nnz

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