Do, 13:07 Uhr
31.10.2002
Martinsfest beginnt neben dem Dom
Nordhausen (nnz). Die evangelischen und katholischen Christen in Nordhausen laden Kinder und Erwachsene am Martinstag (Sonntag, dem 10.11.2002) um zu einer Ökumenischen Martinifeier ein. Nnz hat sich schon mal vorab das Programm angesehen.
Die Veranstaltung beginnt um 17.00 Uhr auf dem Schulhof des Humboldt - Gymnasiums. Das Martinsspiel, aufgeführt von der Laienspielgruppe des Kinder - Kirchen - Ladens, der Posaunenchor, Lieder, Gebete und die traditionellen Martinsbrezeln erwarten die Teilnehmer. Verteilt und miteinander geteilt werden die Brezeln allerdings erst am Ende des Lichterumzugs, der vom Dom auf den Blasii-Kirchplatz führt. Die Kinder sind gebeten, Laternen mit zu bringen.
Die Christen der Stadt Nordhausen feiern seit vielen Jahren den gemeinsam das Martini-Fest als Zeichen der Versöhnung der beiden großen christlichen Kirchen. Sie gedenken miteinander zwei Männern mit dem Namen Martin, die zu verschiedenen Zeiten wichtige Impulse für den christlichen Glauben gegeben haben.
Im 4. Jahrhundert lebte Martin vor Tour der die Solidarität Gottes mit den Schwachen und Verachteten einer Gesellschaft wieder ins Bewusstsein rief. Am bekanntesten ist die Legende vom geteilten Mantel. Kurze Zeit nach diesem Ereignis ließ Martin sich taufen und quittierte den Militärdienst mit den Worten: Ich bin ein Soldat Christi, mir ist es nicht erlaubt, mit der Waffe zu kämpfen. Ein früher Wehrdienstverweigerer aus Gewissensgründen! Einige Zeit später wurde Martin von Tour zum Bischof berufen. Das Volk verehrte ihn so sehr, dass viele Kinder nach ihm benannt wurden.
So auch der über 1000 Jahre später geborene Martin Luther.
Der große deutsche Reformator übersetzte als erster die Bibel in die deutsche Sprache. Das Studium der Heiligen Schrift zwingt ihn zum Widerstand gegen einen korrupten und geldgierigen Klerus. Die von Luther ausgelöste Reformation steht für die Erkenntnis, dass Gottes Liebe nicht erkauft werden kann. Jeder Mensch ist von Gott geliebt unabhängig von seiner Leistung. An Liebe und Solidarität soll mehr als nur erinnert werden. Deshalb werden die Teilnehmer an diesem Abend um eine Spende für die kirchliche Hilfsorganisation "Misereor" gebeten.
Autor: nnzDie Veranstaltung beginnt um 17.00 Uhr auf dem Schulhof des Humboldt - Gymnasiums. Das Martinsspiel, aufgeführt von der Laienspielgruppe des Kinder - Kirchen - Ladens, der Posaunenchor, Lieder, Gebete und die traditionellen Martinsbrezeln erwarten die Teilnehmer. Verteilt und miteinander geteilt werden die Brezeln allerdings erst am Ende des Lichterumzugs, der vom Dom auf den Blasii-Kirchplatz führt. Die Kinder sind gebeten, Laternen mit zu bringen.
Die Christen der Stadt Nordhausen feiern seit vielen Jahren den gemeinsam das Martini-Fest als Zeichen der Versöhnung der beiden großen christlichen Kirchen. Sie gedenken miteinander zwei Männern mit dem Namen Martin, die zu verschiedenen Zeiten wichtige Impulse für den christlichen Glauben gegeben haben.
Im 4. Jahrhundert lebte Martin vor Tour der die Solidarität Gottes mit den Schwachen und Verachteten einer Gesellschaft wieder ins Bewusstsein rief. Am bekanntesten ist die Legende vom geteilten Mantel. Kurze Zeit nach diesem Ereignis ließ Martin sich taufen und quittierte den Militärdienst mit den Worten: Ich bin ein Soldat Christi, mir ist es nicht erlaubt, mit der Waffe zu kämpfen. Ein früher Wehrdienstverweigerer aus Gewissensgründen! Einige Zeit später wurde Martin von Tour zum Bischof berufen. Das Volk verehrte ihn so sehr, dass viele Kinder nach ihm benannt wurden.
So auch der über 1000 Jahre später geborene Martin Luther.
Der große deutsche Reformator übersetzte als erster die Bibel in die deutsche Sprache. Das Studium der Heiligen Schrift zwingt ihn zum Widerstand gegen einen korrupten und geldgierigen Klerus. Die von Luther ausgelöste Reformation steht für die Erkenntnis, dass Gottes Liebe nicht erkauft werden kann. Jeder Mensch ist von Gott geliebt unabhängig von seiner Leistung. An Liebe und Solidarität soll mehr als nur erinnert werden. Deshalb werden die Teilnehmer an diesem Abend um eine Spende für die kirchliche Hilfsorganisation "Misereor" gebeten.


