Mo, 12:22 Uhr
09.11.2009
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20 Jahre danach war es endlich soweit: Auf dem August-Bebel-Platz in Nordhausen ist mit der Enthüllung eines Denkmals nicht nur an den Politiker, sondern vor allem an den Herbst des Jahres 1989 erinnert worden. An die friedliche Revolution in diesem Land, konkret in dieser Stadt...
Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) freute sich, dass nun endlich – auf diesem geschichtsträchtigen Platz in Nordhausen - ein Denkmal sowie eine Informationstafel von den Geschehnissen des Jahres 1989 künden würden. Auf diesem Platz, der einst ein Markt war, hatten Menschen endlich den Mund aufgemacht und sich gegen die Obrigkeit erhoben. Am Ende seien mehr als 200.000 Menschen gewesen, die sich immer dienstags in Nordhausen auf diesem Platz versammelt hatten, blickte auch Holger Wengler zurück.
Der Mann gilt in Nordhausen als einer der Initiatoren der Geschehnisse von vor 20 Jahren, was einst Wende, nun friedlichen Revolution heißt. Als einer der Mitbegründer des Neuen Forum demonstrierte er nicht nur durch die Straßen, stürmte nicht nur die Stasi-Zentrale, sondern saß am Runden Tisch den Protagonisten des alten Machtapparates gegenüber und stellte Forderungen. Forderungen, die es nun durch die einst so Mächtigen zu erfüllen galt.
Nicht alles von damals, was auf Papier gebracht worden war, habe sich erfüllt, dennoch seien die Weichen gestellt worden in Richtung Demokratie und Freiheit. Und fast schon nachdenklich fügte er hinzu: Bei aller Ostalgie und Verklärtheit auf die ehemalige DDR, sollte immer wieder daran gedacht werden, was mit Menschen, die anders dachten und anders aussahen, gemacht wurde. Die Opfer würden zunehmend in den Hintergrund gedrückt und einige Mächtige der damaligen Zeit würden heutzutage verkünden, dass sie ja schon immer Demokraten gewesen seien.
Nach der Enthüllung des Denkmals durch die Oberbürgermeisterin und den Künstler Lothar Rechtaczek wurde eine Kurzform des Erinnerungsweges über das ehemalige Wehrkreiskommando zum Rathaus gegangen. Informationsstelen erinnern an die Geschehnisse der damaligen Zeit. Heute Abend laden die Altendorfer und die Frauenberger Kirche zu Andachten und Gesprächsrunden zur friedlichen Revolution ein.
Danach wurde am Gedenkstein der einstigen jüdischen Synagoge der Opfer der Reichskristallnacht 1938 gedacht. Auch das gehört in diesem Land, in Nordhausen zum 9. November dazu.
Autor: nnzOberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) freute sich, dass nun endlich – auf diesem geschichtsträchtigen Platz in Nordhausen - ein Denkmal sowie eine Informationstafel von den Geschehnissen des Jahres 1989 künden würden. Auf diesem Platz, der einst ein Markt war, hatten Menschen endlich den Mund aufgemacht und sich gegen die Obrigkeit erhoben. Am Ende seien mehr als 200.000 Menschen gewesen, die sich immer dienstags in Nordhausen auf diesem Platz versammelt hatten, blickte auch Holger Wengler zurück.
Der Mann gilt in Nordhausen als einer der Initiatoren der Geschehnisse von vor 20 Jahren, was einst Wende, nun friedlichen Revolution heißt. Als einer der Mitbegründer des Neuen Forum demonstrierte er nicht nur durch die Straßen, stürmte nicht nur die Stasi-Zentrale, sondern saß am Runden Tisch den Protagonisten des alten Machtapparates gegenüber und stellte Forderungen. Forderungen, die es nun durch die einst so Mächtigen zu erfüllen galt.
Nicht alles von damals, was auf Papier gebracht worden war, habe sich erfüllt, dennoch seien die Weichen gestellt worden in Richtung Demokratie und Freiheit. Und fast schon nachdenklich fügte er hinzu: Bei aller Ostalgie und Verklärtheit auf die ehemalige DDR, sollte immer wieder daran gedacht werden, was mit Menschen, die anders dachten und anders aussahen, gemacht wurde. Die Opfer würden zunehmend in den Hintergrund gedrückt und einige Mächtige der damaligen Zeit würden heutzutage verkünden, dass sie ja schon immer Demokraten gewesen seien.
Nach der Enthüllung des Denkmals durch die Oberbürgermeisterin und den Künstler Lothar Rechtaczek wurde eine Kurzform des Erinnerungsweges über das ehemalige Wehrkreiskommando zum Rathaus gegangen. Informationsstelen erinnern an die Geschehnisse der damaligen Zeit. Heute Abend laden die Altendorfer und die Frauenberger Kirche zu Andachten und Gesprächsrunden zur friedlichen Revolution ein.
Danach wurde am Gedenkstein der einstigen jüdischen Synagoge der Opfer der Reichskristallnacht 1938 gedacht. Auch das gehört in diesem Land, in Nordhausen zum 9. November dazu.




