Sa, 13:27 Uhr
07.11.2009
Nur nicht mit Kerzen gerechnet
Am 9. November wird es viele Erinnerungen geben. Alle, die auf besondere Weise diesen Tag in sich bewegen und einen Weg der Erinnerung gehen wollen, sind eingeladen...
Der Weg beginnt um 17.00 Uhr in der Altendorfer Kirche, wo es für 20 Minuten eine Besinnung geben wird. Danach gehen wir den Weg der ersten Demo bis zum Ort des ehemaligen VPKA. Ein Stück des zuvor eröffneten Erinnerungsweges. Von dort weiter zum Friedensgebet in der Frauenbergkirche (18 Uhr). Dem schließen sich eine Stärkung und ein Gesprächsabend zum Thema Mauern fallen schnell (!) ...auch in den Köpfen? an. Um 22.00 läuten die Glocken in den evangelischen Kirchen der Stadt.
Peter Kube zur nnz: Wir wollen diese Erinnerung und noch mehr mit anderen teilen. Vor 20 Jahren war es (k)ein (blinder) Zufall, der die gewohnte Situation für die Insassen der DDR radikal verändert wurde. Durch wen? Für WEN und für WAS eigentlich?
Etwa ab 22.00 war die Grenze auf, die Mauer geöffnet, der Stacheldraht und die Minen und der Schießbefehl erwiesen sich samt den Befehlshabern als nicht schärfer, sondern schwächer als des Volkes Aufbegehren! Deshalb läuten in der Evangelischen Kirche Mitteldeutschlands die Glocken.
Los... auf in den Westen! Begrüßungsgeld und Düfte, Einkaufen... und feiern, in die Arme fallen... wir kennen keine Vorbehalte, wir sind einfach nur froh... War das so? Ist das so geblieben? Als Erinnerung, als Teil der oder Ende der friedlichen Revolution?
War es bis heute der Anfang des Weges, den wir bis heute nur zur Hälfte zurücklegten? Folgt die "bessere" Hälfte noch oder haben wir sie schon verspielt, verkonsumiert, verbraten? Sind die Menschen oder die Verhältnisse gereift für eine neue Wende oder gar (friedliche) Revolution? Öffnete der Fall der Mauer(n) den Weg in die wirkliche Freiheit? In eine friedliche(re) Weltordnung? In einen behutsameren Umgang mit der Schöpfung? In einem achtsameren Umgang miteinander? Zwei Anrufe verdeutlichen, worum es an einem 9. November auch gehen kann:
Autor: nnz/knDer Weg beginnt um 17.00 Uhr in der Altendorfer Kirche, wo es für 20 Minuten eine Besinnung geben wird. Danach gehen wir den Weg der ersten Demo bis zum Ort des ehemaligen VPKA. Ein Stück des zuvor eröffneten Erinnerungsweges. Von dort weiter zum Friedensgebet in der Frauenbergkirche (18 Uhr). Dem schließen sich eine Stärkung und ein Gesprächsabend zum Thema Mauern fallen schnell (!) ...auch in den Köpfen? an. Um 22.00 läuten die Glocken in den evangelischen Kirchen der Stadt.
Peter Kube zur nnz: Wir wollen diese Erinnerung und noch mehr mit anderen teilen. Vor 20 Jahren war es (k)ein (blinder) Zufall, der die gewohnte Situation für die Insassen der DDR radikal verändert wurde. Durch wen? Für WEN und für WAS eigentlich?
Etwa ab 22.00 war die Grenze auf, die Mauer geöffnet, der Stacheldraht und die Minen und der Schießbefehl erwiesen sich samt den Befehlshabern als nicht schärfer, sondern schwächer als des Volkes Aufbegehren! Deshalb läuten in der Evangelischen Kirche Mitteldeutschlands die Glocken.
Los... auf in den Westen! Begrüßungsgeld und Düfte, Einkaufen... und feiern, in die Arme fallen... wir kennen keine Vorbehalte, wir sind einfach nur froh... War das so? Ist das so geblieben? Als Erinnerung, als Teil der oder Ende der friedlichen Revolution?
War es bis heute der Anfang des Weges, den wir bis heute nur zur Hälfte zurücklegten? Folgt die "bessere" Hälfte noch oder haben wir sie schon verspielt, verkonsumiert, verbraten? Sind die Menschen oder die Verhältnisse gereift für eine neue Wende oder gar (friedliche) Revolution? Öffnete der Fall der Mauer(n) den Weg in die wirkliche Freiheit? In eine friedliche(re) Weltordnung? In einen behutsameren Umgang mit der Schöpfung? In einem achtsameren Umgang miteinander? Zwei Anrufe verdeutlichen, worum es an einem 9. November auch gehen kann:
- Was werden WIR am 24.10. machen? Da fand doch die erste Demo von Altendorf zum VPKA statt. Denn das kann doch nicht wahr sein! Jetzt feiern sich die alten Betonpfosten schon fast so, als hätten sie die Wende herbeigeführt. Und wir warten wieder ab?
- Sollten wir nicht endlich diese ganze Geschichte (nicht nur die vor 20 Jahren) hinter uns lassen?!! Wir haben doch genug Probleme. Jeder Tag fordert unsere ganze Kraft, weil die Welt so kanpp vor dem Abgrund steht. Und die meisten warten doch nur ab, weil sie denken, dass 'man ja nichts machen kann' als kleines Licht".

