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Mo, 14:52 Uhr
02.11.2009

Wende-Zeitzeugen im OKN

Zwei Protagonisten des Wendeherbstes in Nordhausen erinnern sich ausführlich an die Ereignisse vor 20 Jahren, und das aus unterschiedlichen Blickwinkeln...


In diesen Tagen wird des Wendeherbstes vor 20 Jahren in der DDR gedacht. Und meist bekommt man immer dieselben Bilder - aus der bundesdeutschen Botschaft in Prag, den Demonstrationen in Leipzig oder vom Mauerfall in Berlin - zusehen.

Der OKN möchte auf die Ereignisse hier in Nordhausen blicken. Und deshalb hat sich Peter Jentsch zwei Protagonisten des Wendeherbstes 1989 in seine Sendung „Nordhausen Bebelplatz – Das Gespräch“ eingeladen. Gisela Hartmann von der Bürgerbewegung und Klaus Hummitzsch, damals Chef des Rates des Kreises, blickten jeweils in einem ausführlichen Gespräch 20 Jahre zurück.

Dabei kommen natürlich Unterschiede in der Wahrnehmung, aber auch viele Gemeinsamkeiten zur Sprache. Wer sich noch einmal auf Zeitreise in das Jahr 1989 begeben möchte, kann am 3. und 4. sowie am 7. und 8. November den OKN 100.4 Mhz einschalten. Die Sendungen laufen jeweils 12 Uhr bzw. am Wochenende um 14 Uhr. Infos zum OKN und den Sendeplan findet man im Netz unter www.ok-nordhausen.de
Autor: nnz

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Kommentare
eccehomo
02.11.2009, 21:42 Uhr
Herr Hummitzsch ist Vorkämpfer der Wende?
Herr Hummitzsch war Vorkämpfer -also Protagonist - der Wende? Dann war Herr Primas auch einer. Nur im Unterschied zu diesem glaubt Herr Hummitzsch wohl selbst nicht, dass er einer war.

Jetzt mal im Ernst: 20 Jahre nach der Wende sollte man nicht versuchen, die Rollen der damaligen Akteure zu vertauschen und jene zu Helden zu stilisieren, die keine waren, bzw. das Handeln jener zu idealisieren, die dieses System bis aufs Messers Schneide gestützt haben - oft auch aus Eigennutz.

Ich meine damit in erster Linie nicht Herrn Humitzsch, sondern solche Leute, wie HO-Chef Jörgens, der heute behauptet, er wollte die HO retten (und dafür jüngst noch einen Lotto-Mittel-Handschlag von Herrn Primas bekommen hat). Auch so schließen sich nach 20 Jahren Kreise...
denk-mal
04.11.2009, 13:31 Uhr
ausgepfiffen
ich möchte nicht die rolle des damaligen vorsitzendenvom rat des kreises besonders betonen oder ihm eine weiße weste verpassen, dennoch muß ich ein zwei erlebnisse erzählen.

in einer stadtratssitzung anlässlich des fünfundreißigsten jahrestages der ddr hielt er eine rede wo er wörtlich sagte "wenn der sozialismus nach fünfunddreißig jahren nicht langsam anfängt unseren bürgern spass zu machen, dann machen wir seit fünfunddreißig jahren etwas falsch". wer so einen satz als funktionär öffentlich sagte war entweder tollkühn oder leichtsinnig, in dem damaligen regime.

oder so einer hatte eine meinung zivielcourage und ecken und kanten. ein mann, welcher der landrat von damals war, und in eine friedliche revolution reinrasselte hatte zumindest den mut jeden Dienstag auf einen Hänger zu steigen und sich von vierzigtausend auspfeifen zulassen. sie gestatten mir das ich hier laut sage, das ich es keinem politiker oder politikerin von heute zutrauen würde so etwas jeden dienstag übersich ergehen zu lassen.

wie gesagt, sicherlich war er ein vertreter der damaligen machthaber aber wenigstens einer mit manieren und anstand, das er und seine politik damals verloren hatten steht heute zwanzig jahre außer zweifel. ein zeitzeuge ist er ohne zweifel allemal.
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