So, 15:50 Uhr
01.11.2009
Vier Auswärtstore
Die nnz hatte bereits gestern kurz und knapp über das Thüringenliga-Spiel Schlotheim gegen Nordhausen berichtet. Jetzt liefern wir den ausführlichen Bericht von Klaus Verkouter nach...
Erneut schoss der FSV Wacker 90 Nordhausen gegen einen in der Tabelle besser platzierten Gegner, die SG Schlotheim/Mehrstedt, vier Tore – und das auswärts – bei null Gegentreffern. Der Wacker-Auftritt in der Seilerstadt war vor allem in der zweiten Halbzeit beeindruckend. Dabei ging es im Stadion an der Weberstraße zunächst eher beschaulich zu. In einer 15-minütigen Abtastphase plätscherte das Spiel ohne Höhepunkte so dahin, bis eine Verletzung von Torsten Klaus die erste Aufregung brachte. Nach dem Freistoß folgte eine Eckenserie für Wacker, die doch schon einige Gefahr ausstrahlte.
Der erste nennenswerte Angriff der Einheimischen ließ bis zur 25. Minute auf sich warten. Mit der Eingabe von rechts hatte Lars Greschke, der bis dahin nur durch einige Rückspiele ins Geschehen eingreifen konnte, keine Mühe. Die Nordhäuser drängten nun energischer auf die Führung, doch in Strafraumnähe war meist Endstation, oft durch aufkommende Härte. Zwei Freistöße von Torsten Klaus wurden von Tormann Jochen Hellmund und der Torlatte entschärft.
Dann wurde Marcus Vopel von Sascha Reuter gestreckt, was im zweiten Abschnitt noch Folgen haben sollte. Dem ersten Torschuss Schlotheims schloss sich im Gegenzug doch noch die Nordhäuser Führung an (40.). Marcus Vopel gab eine flache Eingabe von links in den Torraum, wo Lars Pohl am schnellsten schaltete und den Ball am Standbein des Torhüters vorbei zum 0:1-Halbzeitstand in die Maschen schob.
Nach der Pause schien ein kurzes Aufbäumen der Gastgeber zu folgen. Mit einem Aufsetzerball hatte Lars Greschke aber keine Mühe. Innerhalb von drei Minuten hätte jetzt Lars Pohl der Held werden können. Zunächst scheiterte er nach schönem Durchspiel aus Nahdistanz am Torwart, danach versuchte er, mit dem Rücken zum Tor stehend, Hellmund mit einem Hackenschuss zu überwinden. Doch unmittelbar vor der Torlinie konnte der Ball gestoppt werden.
Ein weiteres Foul zwang den guten hessischen Schiedsrichter Markus Finke aus Fulda, dem Schlotheimer Sascha Reuter die Gelb-Rote Karte (56.) zu zeigen. Damit war das Spiel entschieden, denn die Gäste waren nun nicht mehr zu halten und die spielerische und läuferische Überlegenheit musste zwangsläufig zu Treffern führen. In der 68. Minute bediente Sebastian Elle den in die Spitze stoßenden Martin Kolan, der noch einen Gegenspieler umspielte und mit einem Flachschuss überlegt das 0:2 erzielte.
Nachdem Stephan Hoffmann für Martin Jäschke ins Spiel kam und Marcus Vopel nach einem erneuten brutalen Foul durch Marcel Pezely ersetzt werden musste, hätte Lars Pohl beinahe das dritte Nordhäuser Tor erzielt. In der 79. Minute stand Marcel Pezely goldrichtig und verwandelte die Eingabe überlegt zum 0:3. Das war sein Punktspiel-Premierentreffer in der Thüringenliga.
In der Schlussphase gab Trainer Jens Ludwig Benedikt Streicher noch eine Einsatzchance (für Lars Pohl) und Daniel Wiegleb handelte sich eine berechtigte Gelbe Karte ein. In der letzten Minute zeigte der Schiedsrichter noch auf den Elfmeterpunkt. Torsten Klaus’ erster Versuch war eine sichere Beute des Schlotheimer Schlussmannes.
Wegen eines Regelverstoßes bekam der gleiche Schütze eine zweite Chance, die er nervenstark nutzte. Der 4:0-Auswärtserfolg war auch in dieser Höhe berechtigt, denn die Gastgeber hatten am heutigen Tag ihre sonst so gefährliche Offensive gegen eine klug spielende Nordhäuser Mannschaft nicht zur Geltung bringen können.
Gespräche der Wacker-Vereinsführung mit einer Fangruppierung, die in Schlotheim keinen Zutritt ins Stadion erhielt, sollen demnächst stattfinden, um auszuloten, ob sich die Situation auf der Grundlage der Wacker-Stadionordnung sowie der DFB-Richtlinien entschärfen lässt.
Autor: nnzErneut schoss der FSV Wacker 90 Nordhausen gegen einen in der Tabelle besser platzierten Gegner, die SG Schlotheim/Mehrstedt, vier Tore – und das auswärts – bei null Gegentreffern. Der Wacker-Auftritt in der Seilerstadt war vor allem in der zweiten Halbzeit beeindruckend. Dabei ging es im Stadion an der Weberstraße zunächst eher beschaulich zu. In einer 15-minütigen Abtastphase plätscherte das Spiel ohne Höhepunkte so dahin, bis eine Verletzung von Torsten Klaus die erste Aufregung brachte. Nach dem Freistoß folgte eine Eckenserie für Wacker, die doch schon einige Gefahr ausstrahlte.
Der erste nennenswerte Angriff der Einheimischen ließ bis zur 25. Minute auf sich warten. Mit der Eingabe von rechts hatte Lars Greschke, der bis dahin nur durch einige Rückspiele ins Geschehen eingreifen konnte, keine Mühe. Die Nordhäuser drängten nun energischer auf die Führung, doch in Strafraumnähe war meist Endstation, oft durch aufkommende Härte. Zwei Freistöße von Torsten Klaus wurden von Tormann Jochen Hellmund und der Torlatte entschärft.
Dann wurde Marcus Vopel von Sascha Reuter gestreckt, was im zweiten Abschnitt noch Folgen haben sollte. Dem ersten Torschuss Schlotheims schloss sich im Gegenzug doch noch die Nordhäuser Führung an (40.). Marcus Vopel gab eine flache Eingabe von links in den Torraum, wo Lars Pohl am schnellsten schaltete und den Ball am Standbein des Torhüters vorbei zum 0:1-Halbzeitstand in die Maschen schob.
Nach der Pause schien ein kurzes Aufbäumen der Gastgeber zu folgen. Mit einem Aufsetzerball hatte Lars Greschke aber keine Mühe. Innerhalb von drei Minuten hätte jetzt Lars Pohl der Held werden können. Zunächst scheiterte er nach schönem Durchspiel aus Nahdistanz am Torwart, danach versuchte er, mit dem Rücken zum Tor stehend, Hellmund mit einem Hackenschuss zu überwinden. Doch unmittelbar vor der Torlinie konnte der Ball gestoppt werden.
Ein weiteres Foul zwang den guten hessischen Schiedsrichter Markus Finke aus Fulda, dem Schlotheimer Sascha Reuter die Gelb-Rote Karte (56.) zu zeigen. Damit war das Spiel entschieden, denn die Gäste waren nun nicht mehr zu halten und die spielerische und läuferische Überlegenheit musste zwangsläufig zu Treffern führen. In der 68. Minute bediente Sebastian Elle den in die Spitze stoßenden Martin Kolan, der noch einen Gegenspieler umspielte und mit einem Flachschuss überlegt das 0:2 erzielte.
Nachdem Stephan Hoffmann für Martin Jäschke ins Spiel kam und Marcus Vopel nach einem erneuten brutalen Foul durch Marcel Pezely ersetzt werden musste, hätte Lars Pohl beinahe das dritte Nordhäuser Tor erzielt. In der 79. Minute stand Marcel Pezely goldrichtig und verwandelte die Eingabe überlegt zum 0:3. Das war sein Punktspiel-Premierentreffer in der Thüringenliga.
In der Schlussphase gab Trainer Jens Ludwig Benedikt Streicher noch eine Einsatzchance (für Lars Pohl) und Daniel Wiegleb handelte sich eine berechtigte Gelbe Karte ein. In der letzten Minute zeigte der Schiedsrichter noch auf den Elfmeterpunkt. Torsten Klaus’ erster Versuch war eine sichere Beute des Schlotheimer Schlussmannes.
Wegen eines Regelverstoßes bekam der gleiche Schütze eine zweite Chance, die er nervenstark nutzte. Der 4:0-Auswärtserfolg war auch in dieser Höhe berechtigt, denn die Gastgeber hatten am heutigen Tag ihre sonst so gefährliche Offensive gegen eine klug spielende Nordhäuser Mannschaft nicht zur Geltung bringen können.
Gespräche der Wacker-Vereinsführung mit einer Fangruppierung, die in Schlotheim keinen Zutritt ins Stadion erhielt, sollen demnächst stattfinden, um auszuloten, ob sich die Situation auf der Grundlage der Wacker-Stadionordnung sowie der DFB-Richtlinien entschärfen lässt.

