Süßes oder Saures
Man mag es kaum glauben, die Beamten der Nordhäuser Polizeiinspektion mussten sich gestern sogar mit den Folgen von Halloween befassen. Hier die Einzelheiten...
Einige Jugendliche übertrieben gestern den Brauch Süßes oder Saures. Die etwa zehn Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 14 Jahren waren - wie viele Kinder am gestrigen Tage in Nordhausen - auf der Jagd nach Süßigkeiten unterwegs. In der Hauptstraße in Salza öffnete anscheinend ein Bewohner die Wohnungstür nicht, so dass einer der Jugendlichen die Türklingel mit schwarzer Farbe besprühte.
Durch die eingesetzten Beamten konnten die Jugendlichen festgestellt werden und der 14jährige als mutmaßlicher Täter ermittelt werden. Gegen ihn wurde eine Anzeige gefertigt. Der entstandene Schaden wird auf ca. 100 Euro geschätzt.
Autor: nnz
Kommentare
denk-mal
01.11.2009, 11:47 Uhr
nicht nur dort
auf der Bleiche wurden die Klingeln ebenfalls mit sogenannter Luftschlangengummispray verklebt.
Aber es konnte leicht entfernt werden und außer einem Reinigungsaufwand ist nichts passiert.
Nur schön ist so etwas auch nicht !!!!
Totaldemokrat
01.11.2009, 16:46 Uhr
Es sagte mal ein Spitzbart...
Ist es denn wirklich so, daß wir jeden Dreck, der vom Westen kommt, kopieren müssen?
Sissi
01.11.2009, 19:56 Uhr
kirchlicher Feiertag und kein " Süßes oder Saures "
Für solche Streiche habe ich kein Verständnis, bei uns wurde der Briefkasten mit Farbe besprüht. Wer "Süßes oder Saures " will soll doch das bitteschön mit den Ammis machen.
Real Human
02.11.2009, 09:20 Uhr
Die Geister, die ich (an-)rief ...
Für die, die zu faul zum Googeln sind: Das Wort Halloween, in älterer Schreibweise Hallowe’en, ist eine Kontraktion des Wortes All Hallows’ Even (Allerheiligenabend). Wie auch bei Heiligabend ist der Vorabend des Festtages gemeint, da aus liturgischer Sicht der Abend als Beginn des Folgetages zu zählen ist. (Wikipedia)
Als Atheist aber sage ich Euch:
Wer im Namen des heiligen Geistes predigt, braucht sich nicht zu wundern, wenn in seinem Gefolge auch ganz unheilige Geister den Gehirnen (durch Geistliche) geistig Verwirrter entspringen. Wem das zu kompliziert ist, den erinnere ich an eine Radierung von Francisco de Goya (1746–1828). Darauf erkennt man deutlich (ins Deutsche übersetzt) den Spruch:
Der Schlaf der Vernunft gebiert Ungeheuer
Nicht nur polemisch erinnere ich daran, dass der ganze geist-lose Teufelsdreck wohl nicht von ungefähr dem evangelikalen Amerika (God's Own Country!) entstammt. Der angelsächsische kapitalistische Geschäftssinn hat dann auch dafür gesorgt, dass der ganze Bockmist und Mummenschanz ganz schnell nach Kontinental-Europa geschwappt ist.
Nichts gegen gerippeklappernde Gruselunterhaltung, solange man sich darüber im Klaren ist, dass es sich dabei um ein falsches – nur der Unterhaltung dienendes – Modell von einem Dasein nach dem unweigerlichen Lebensende handelt. Wenn die Geister aber auf Nahrungsverweigerung mit dem Beschmieren von Haustürklingeln reagieren, sollte man auch darauf gefasst sein, dass weiterentwickelte "Geistesbrüder", wie in Sondershausen, auch einmal einen Ritualmord zelebrieren und sich damit entschuldigen: Satan hat es mir befohlen!
Verglichen mit der Herrschaft solcher Geister scheint das KZ – pardon – das ZK des Spitzbarts eher eine lustige etwas gammelige gut umzäunte Vorhölle gewesen zu sein.
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