Fr, 12:34 Uhr
25.10.2002
Interesse an schmutzigem Wasser
Nordhausen/Steigerthal (nnz). Bis auf den letzten Platz besetzt, war am gestrigen Abend der Dorfgemeinschaftsraum in Steigerthal. Heißestes Thema waren die hohen Abwassergebühren und der Zeitpunkt des Beitritts der Ortschaft zum Nordhäuser Stadtentwässerungsbetrieb.
Bisheriger Entsorgungsträger war der Abwasserzeckverband "Golden Aue" mit wesentliche höheren Gebühren und Abgaben. Geladen war dazu auch der Geschäftsführer des Stadtentwässerungsbetriebes, Mathias Hartung. Mit Sachverstand stimmte er die Bürger und neuen Kunden des Stadtentwässerungsbetriebes auf die veränderten Bedingungen beim Stadtentwässerungsbetrieb ein, vergaß aber nicht darauf aufmerksam zu machen, dass er zunächst der falsche Ansprechpartner für die noch zu hohen Gebühren bis zum 5. September 2002 sei.
Ein Bürger wunderte sich darüber, dass nicht auch der Geschäftsführer oder der Verbandsvorsitzende des AZV geladen war. Weitgehende Einigkeit gab es bei den Räten und Bürgern, die höheren Gebühren im Jahr 2002, verursacht durch den wohl über 2 Jahre verschleppten Satzungsbeschluß im AZV, nicht mehr zahlen zu wollen.
Unklar bleibt, welche Rolle die Kommunalaufsicht des Landratsamtes Nordhausen hierbei einnimmt. Durch die Duldung dieser Verzögerung trifft diese offensichtlich auch eine gewisse Mitschuld. Mehrfach wurde schon öffentliche Kritik an dieser Behörde laut. Darüber hinaus wird jetzt verlangt, dass eine mögliche Zweckvereinbarung zwischen den beiden Gebietskörperschaften zur Abwasserentsorgung durch den Stadtentwässerungsbetrieb bereits zum Stichtag 01.01.2001 mit den niedrigeren Gebührensätzen des Stadtentwässerungsbetriebes erfolgt.
Neun Monate Bearbeitungszeit seien genug Zeit für einen behördlichen Bearbeitungsweg. Denkbar wäre auch ein entsprechender Nachlass der Gebühren durch den AZV für den Zeitraum 2001 und 2002 ohne Zweckvereinbarung. Dafür bedarf es allerdings wieder, soweit überhaupt zulässig, einer Beschlußlage der Verbandsversammlung im AZV. Bleibt zu hoffen, dass nicht weitere zwei Jahre vergehen, um dieses leidige Thema im Sinne der Steigerthaler Bürger endlich ad acta legen zu können.
Autor: nnzBisheriger Entsorgungsträger war der Abwasserzeckverband "Golden Aue" mit wesentliche höheren Gebühren und Abgaben. Geladen war dazu auch der Geschäftsführer des Stadtentwässerungsbetriebes, Mathias Hartung. Mit Sachverstand stimmte er die Bürger und neuen Kunden des Stadtentwässerungsbetriebes auf die veränderten Bedingungen beim Stadtentwässerungsbetrieb ein, vergaß aber nicht darauf aufmerksam zu machen, dass er zunächst der falsche Ansprechpartner für die noch zu hohen Gebühren bis zum 5. September 2002 sei.
Ein Bürger wunderte sich darüber, dass nicht auch der Geschäftsführer oder der Verbandsvorsitzende des AZV geladen war. Weitgehende Einigkeit gab es bei den Räten und Bürgern, die höheren Gebühren im Jahr 2002, verursacht durch den wohl über 2 Jahre verschleppten Satzungsbeschluß im AZV, nicht mehr zahlen zu wollen.
Unklar bleibt, welche Rolle die Kommunalaufsicht des Landratsamtes Nordhausen hierbei einnimmt. Durch die Duldung dieser Verzögerung trifft diese offensichtlich auch eine gewisse Mitschuld. Mehrfach wurde schon öffentliche Kritik an dieser Behörde laut. Darüber hinaus wird jetzt verlangt, dass eine mögliche Zweckvereinbarung zwischen den beiden Gebietskörperschaften zur Abwasserentsorgung durch den Stadtentwässerungsbetrieb bereits zum Stichtag 01.01.2001 mit den niedrigeren Gebührensätzen des Stadtentwässerungsbetriebes erfolgt.
Neun Monate Bearbeitungszeit seien genug Zeit für einen behördlichen Bearbeitungsweg. Denkbar wäre auch ein entsprechender Nachlass der Gebühren durch den AZV für den Zeitraum 2001 und 2002 ohne Zweckvereinbarung. Dafür bedarf es allerdings wieder, soweit überhaupt zulässig, einer Beschlußlage der Verbandsversammlung im AZV. Bleibt zu hoffen, dass nicht weitere zwei Jahre vergehen, um dieses leidige Thema im Sinne der Steigerthaler Bürger endlich ad acta legen zu können.

