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Mi, 10:58 Uhr
23.10.2002

Minne, Mimen und Musik

Nordhausen (nnz). Alle Jahre wieder im Herbst erlebt die Rolandstadt ein Festival moderner Musik, wenn der einheimische Jazzclub Stars aus der ganzen Welt präsentiert. Mehr als ein Dutzend Konzerte erwarten das Nordhäuser Publikum und seine Gäste. Die Palette ist wieder breit gefächert.


U.K. Lediglich der australische Kontinent ist bei diesem 19. Nordhäuser Jazzfest nicht vertreten. Ken Vandermark, einer der angesagten New Yorker Saxofonisten und der deutsche Altmeister Gunter Hampel, der sich mit einer frisch-frechen Truppe junger Wilder umgeben hat, ragen als internationale Topstars aus dem illustren Programm heraus.

Das Fusions-Projekt „African Chase“ eröffnet das Festival am Samstag, dem 2. November in der Cyriaci-Kapelle. Hier treffen afrikanische Beats auf europäischen Jazz. Ralph Siedhoff, der Thüringer Musiker und Komponist stellt im zweiten Teil des Abends sein World Beat Projekt vor.

Eine Woche später (9.11.) gastiert in einem Sonderkonzert einer der ganz großen deutschen Liedermacher der 68er-Bewegung erstmals im Nordhäuser Theater. Hannes Wader kommt mit alten und den neusten Songs in den Südharz. In der Nacht des gleichen Tages spielen die Russen „Ole Lukkoje“ ihren psychedelischen Mix aus Jazz und Folk und Rock im Dröder. Beginn ist um 22.30 Uhr. Anschließend gibt es noch eine After-Show-Party mit den DJs Niels und Roland bis in den frühen Morgen.

Am Donnerstag, 14. November verwandelt sich der Dröder in der Frh.-v.-Stein-Str. in einen irischen Pub, wenn Tim O'Shea und Matt Bashford die traditionelle Musik der grünen Insel auf den Prüfstand der heutigen Zeit stellen. Tags darauf tritt eine DDR-Blueslegende in der Nordhäuser Destille auf: Hansi Biebl. Ebenfalls am 15.11. gibt es im Dröder ein Wiedersehen mit Gunter Hampel und seiner Annäherung an Rap und HipHop. „Next Generation“ heißt die Band, in der auch der russische Tänzer Prinse zu überzeugen weiß. Den Abend rundet Ken Vandermark mit seiner „Spaceway Inc.“ , einem hervorragenden Powertrio ab.

Beendet wird das Fest am Samstag, 16. November mit dem JazzRabazz im Theater Nordhausen. Auf vier Ebenen spielen die Jazzer um die Gunst des Publikums. Im großen Saal laden die Schauspielerin Ursula Karusseit und ihr Kollege Günter Junghans zum Programm „Schlaf schneller Genosse!“, das Jazz, Lyrik und Prosa vereint. Begleitet werden die beiden von der Gruppe „Scho“ aus der Ukraine. In einer Freejazzzone treten die international gefeierten Kölner „Zabriskie Point“ und „Das letzte Kammerensemble“ auf, anderswo bitten „Saxofine“ aus Bleicherode und „Bleifrei“ zu Boogie Woogie und im Casino spielen die Lokalmatadoren „Notausgang“. Aber auch die sehr interessante Band der Kreismusikschule präsentiert sich im Erdgeschoß. Bühnenballatmosphäre mit Jazzmusik also im Musentempel. Karten für alle Veranstaltungen sind an der Abendkasse erhältlich.
Autor: osch

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