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Sa, 09:49 Uhr
10.10.2009

Apotheker raten zur Impfung

Winterzeit ist Grippezeit. Wer sich vor der Viruserkrankung schützen will, sollte sich frühestmöglich impfen lassen. Die Impfstoffe stehen bereits seit einigen Wochen zur Verfügung. Darauf weisen die Apothekerinnen und Apotheker Thüringens hin. Eine Impfung ist ab einem Alter von sechs Monaten möglich.


"Die saisonale Grippe ist nicht zu vergleichen mit einer einfachen Erkältung. Während jeder Erwachsene im Laufe des Jahres mindestens einmal an einer Erkältung erkrankt, tritt die saisonale Grippe viel seltener auf", sagt Apothekerin Julie Garke, Pressesprecherin der Nordhäuser Region.

Dennoch sollten die Gefahren der so genannten Influenza nicht unterschätzt werden, warnt der Apotheker. Die Virusinfektion kann vor allem bei Personen über 60 Jahren und chronisch Kranken zu schweren Komplikationen führen. Nach Schätzungen von Experten sterben allein in Deutschland jedes Jahr zwischen 7.000 und 15.000 Menschen an den Folgen der Grippeerkrankung.

"Eine Impfung gegen die Grippe ist vor allem für die Risikogruppen der beste Schutz gegen eine Infektion. Die Wochen im September und Oktober sind die beste Zeit, um sich immunisieren zu lassen", so Garke. Denn die Aktivität der Grippeviren nimmt im Laufe des Herbstes und Winters zu. Vor allem ältere Menschen, Personen mit Grunderkrankungen wie Herz-Kreislauf-Problemen, Diabetes oder Asthma sowie medizinisches Personal sollten sich impfen lassen. Auch für Menschen mit viel Kontakt zu anderen Personen ist eine Impfung angebracht.

Im Gegensatz zur Erkältung treten die Symptome bei der Grippe meist plötzlich, oft sogar innerhalb weniger Stunden auf. Betroffene leiden unter hohem Fieber, haben Kopf- und Gliederschmerzen. An Influenza Erkrankte haben häufig trockenen Husten. Schnupfen ist dagegen eher ein Erkältungssymptom und kommt bei der Grippe nicht so oft vor. Personen, die an den beschriebenen Symptomen leiden, sollten schnellstmöglich einen Arzt aufsuchen. "Gegen die Influenza gibt es wirksame Medikamente, die allerdings innerhalb von 48 Stunden nach Auftreten der Krankheit eingenommen werden müssen", sagt Garke.

Die Impfung gegen die saisonale Grippe schützt übrigens nicht gegen die Schweinegrippe. "Die beiden Erkrankungen weisen zwar ähnliche Symptome auf. Allerdings werden sie von unterschiedlichen Erregern ausgelöst", erklärt Garke. Impfstoffe gegen die Schweinegrippe enthalten ein einzelnes Antigen und werden voraussichtlich in den kommenden Wochen verfügbar sein.

Dagegen werden den Impfstoffen gegen die saisonale Influenza Antigene von drei verschiedenen Virenstämmen zugefügt, die zuvor von der Weltgesundheitsorganisation WHO bestimmt werden.
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