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Do, 11:00 Uhr
08.10.2009

nnz-Forum: Strompreisdiskussion

Hans-Peter Dörflinger, der Geschäftsführer der Energieversorgung Nordhausen GmbH schickte der nnz online eine Pressemeldung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW).

Herr Dörflinger schrieb uns: "Zur aktuellen Strompreisdiskussion (siehe u. a. NNZ-Online vom 7.10.2009, 14:21 Uhr "Druck durch Wechsel") erhalten Sie hier eine Presseinformation des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft e. V. (BDEW), dem auch wir als Mitgliedsunternehmen angehören und dessen Meinung wir zu 100 % teilen. Da es auch bei der Strompreisdiskussion - wie meistens - zwei Seiten der Medaille gibt, würden wir uns über die Veröffentlichung der folgenden BDEW-Presseinformation freuen:

Beschaffung von Strom erfolgt langfristig

"Die meisten Unternehmen haben den Großteil des Stroms, den sie heute an ihre Haushaltkunden liefern, in verschiedenen Tranchen innerhalb der vergangenen zwei Jahre, in vielen Fällen sogar innerhalb der vergangenen drei Jahre beschafft. So werden Risiken bei der Strombeschaffung auf dem Großhandelsmarkt, der Börse minimiert, denn lange Einkaufszeiträume bedeuten einen geringeren Einfluss von Preisspitzen.

Insbesondere im Jahr 2008 waren die Börsenpreise im Schnitt höher als heute", erklärte der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) zur aktuellen Diskussion um die Höhe der Strompreise.

Anders sehe dies beim Strom für Industriekunden aus: "Strom für die Industrie wird zeitnah zum Vertragsabschluss mit dem Kunden eingekauft. Deshalb machen sich die aktuellen Preise am Großhandelsmarkt schneller beim Industriekunden bemerkbar, damit ist aber auch ein höheres Risiko in Bezug auf Preisspitzen verbunden. In der Regel laufen die Verträge der Industriekunden über ein Jahr", erklärte der BDEW.

Die Bildung des Strompreises für Haushaltskunden beruhe auf mehreren Faktoren: Neben den Kosten für die Beschaffung von Strom an der Börse hätten auch die Netzentgelte sowie Steuern und Abgaben wie zum Beispiel die Belastungen aus dem Erneuerbaren Energien Gesetz (EEG) Einfluss auf die Strompreise für Haushaltskunden. Der BDEW unterstützt die Maßnahmen im Bereich der Erneuerbaren Energien grundsätzlich, erwartet aber, dass die Politik auch öffentlich Verantwortung für diesen Anteil an der
Stromrechnung übernimmt.

In den vergangenen Jahren sind nach Angaben des Branchenverbandes die staatlichen Belastungen am Strompreis für Haushalte stark gestiegen: Der Betrag für Steuern und Abgaben auf der Stromkundenrechnung wuchs von gut zwölf Euro auf knapp 26 Euro im Monat. Diese staatliche Belastung mache 2009 im Bundesdurchschnitt knapp 39 (1998: 25) Prozent der Stromrechnung eines Drei-Personen-Musterhaushalts aus.

"Der Kunde hat aber die Möglichkeit, seine Stromrechnung zu beeinflussen. Er hat die Wahl zwischen zahlreichen Produkten und Anbietern im Strommarkt. Die Verbraucher sollten sich informieren und sich beraten lassen, um den für sie günstigsten Tarif wählen zu können", so der BDEW.
Autor: nnz

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Kommentare
geloescht.otto
08.10.2009, 15.19 Uhr
Der Wolf im Schafspelz
Was soll der Herr Dörflinger auch anderes schreiben!! Bei den privaten Haushalten wird also das an Gewinn wieder herein geholt, was man den Großabnehmern (Industrie) an Rabatten gewährt??

Leider ist in Deutschland kein fairer Wettbewerb möglich. Die Energiegiganten sind untereinander so verflochten, das ein Kunde gar nicht mehr nachvollziehen kann wer nun zu wem gehört und wer in letztendlich bescheißt!

Leider wird unsere (von mir nicht gewählten) Regierung nichts gegen zu hohe Energiepreise tun, denn die Steuer und Doppelsteuer (Mwst auf Steuern) werden von ihr eingestrichen und steigen mit den Energiepreisen, soooooo einfach!!!
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