Do, 15:17 Uhr
17.10.2002
nnz-Kinotipp: "Möglich ist alles"
Nordhausen (nnz). Der Schein trügt. Wie oft haben wir uns das schon gedacht - über Dinge, Situationen und Menschen. Wie äußerst unterhaltsam ein trügerischer Schein sein kann, erleben die nnz-Leser im Kino und unter "mehr".
Er ist 337 irdische Jahre alt und stammt vom fernen Planeten "K-Pax", der ganze sieben Monde hat. Die menschliche Gestalt habe er hier auf der Erde, die er zu Studienzwecken besucht, nur aus Energiespargründen gewählt. Diese Antworten erhält Psychiater Powell, als er den in der New Yorker Central Station aufgegriffenen Mann namens Prot befragt. Ganz klar: ein Fall für seine Anstalt.
Soweit ein beinahe typischer Plot für einen Anstaltsfilm made in Hollywood. Wenn der scheinbare Außerirdische aber von Oscarpreisträger Kevin Spacey gespielt wird, haben selbst die schlimmsten Klischees im Drehbuch keine Chance. Als Prot, der selbst im Huas die Sonnenbrille nie absetzt, avanciert er zum heimlichen Therapeut nicht nur für seine Mitpatienten, sondern auch für die durch beruflichen und privaten Stress arg gebeutelten Ärzte. Denn da ist diese magische Ruhe und Gelassenheit, die von ihm ausgeht...
Klar, die Patienten sind sich einig: Prot ist ein Außerirdischer. Auch klar, die Ärzte sind ebenfalls einer Meinung: der Mann ist geistesgestört. Doch welche Wahrheit stimmt nun? Auch der Zuschauer wird bei dem genialen Film "K-Pax. Alles ist möglich" immer genau so sehr im Zweifel über die wahre Identität des Protagonisten gelassen, wie es das Gesetz der Spannung gebietet. Und man hat eine ganze Menge Spaß dabei, wie sich allerlei Ärzte und Pfleger redlich bemühen, die Wahrheit aufzudecken.
Filme, die nur durch ihre Hauptdarsteller funktionieren, sind oft langweilig. Dieser ist es auf keinen Fall, stattdessen hat er das Zeug zum Kultfilm. Und Mister Spacey setzt seinem außergewöhnlichen schauspielerischen Können quasi die Krone auf. "K-Pax" - ein Film zum Schmunzeln, zum Nachdenken, zum Genießen - findet der Autor. Ab heute in den bundesdeutschen Lichtspielhäusern - leider (noch) nicht in Nordhausen, ärgert sich ein bisschen
Dirk Daniel
Autor: nnzEr ist 337 irdische Jahre alt und stammt vom fernen Planeten "K-Pax", der ganze sieben Monde hat. Die menschliche Gestalt habe er hier auf der Erde, die er zu Studienzwecken besucht, nur aus Energiespargründen gewählt. Diese Antworten erhält Psychiater Powell, als er den in der New Yorker Central Station aufgegriffenen Mann namens Prot befragt. Ganz klar: ein Fall für seine Anstalt.
Soweit ein beinahe typischer Plot für einen Anstaltsfilm made in Hollywood. Wenn der scheinbare Außerirdische aber von Oscarpreisträger Kevin Spacey gespielt wird, haben selbst die schlimmsten Klischees im Drehbuch keine Chance. Als Prot, der selbst im Huas die Sonnenbrille nie absetzt, avanciert er zum heimlichen Therapeut nicht nur für seine Mitpatienten, sondern auch für die durch beruflichen und privaten Stress arg gebeutelten Ärzte. Denn da ist diese magische Ruhe und Gelassenheit, die von ihm ausgeht...
Klar, die Patienten sind sich einig: Prot ist ein Außerirdischer. Auch klar, die Ärzte sind ebenfalls einer Meinung: der Mann ist geistesgestört. Doch welche Wahrheit stimmt nun? Auch der Zuschauer wird bei dem genialen Film "K-Pax. Alles ist möglich" immer genau so sehr im Zweifel über die wahre Identität des Protagonisten gelassen, wie es das Gesetz der Spannung gebietet. Und man hat eine ganze Menge Spaß dabei, wie sich allerlei Ärzte und Pfleger redlich bemühen, die Wahrheit aufzudecken.
Filme, die nur durch ihre Hauptdarsteller funktionieren, sind oft langweilig. Dieser ist es auf keinen Fall, stattdessen hat er das Zeug zum Kultfilm. Und Mister Spacey setzt seinem außergewöhnlichen schauspielerischen Können quasi die Krone auf. "K-Pax" - ein Film zum Schmunzeln, zum Nachdenken, zum Genießen - findet der Autor. Ab heute in den bundesdeutschen Lichtspielhäusern - leider (noch) nicht in Nordhausen, ärgert sich ein bisschen
Dirk Daniel

