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Do, 13:22 Uhr
17.10.2002

Worbiser Bären schlecken wieder

Nordhausen/Worbis (nnz). Vor einigen Wochen hatte der Worbiser Bärenpark um zuckersüße Spenden gebeten. Die Botschaft wurde selbst in den USA vernommen...


Innerhalb eines Monats wurden für die zehn Braun- und zwei Schwarzbären im Tierschutzprojekte "Alternativer Bärenpark" in Worbis 184 kg Honig und 135 Euro - zweckgebunden für den Honigkauf - gespendet. Mitte September baten die Mitarbeiter des Bärenparks in einem Presse- und Internetaufruf um Honigspenden, da alle Vorräte aufgeschleckt waren.

Reichlich Honig wird im Worbiser Bärenpark verbraucht, um den Bären notwendige Medikamente in einer süßen Art zu verabreichen, aber auch, um die Bären in ihrer vier Hektar großen Freianlage zusätzlich zu beschäftigen. In Baumstämme getröpfelter Honig wird von den Bären entdeckt und in mühevoller Kleinarbeit dort heraus gepolkt. Eine Form der Therapie, die mit dazu beitragen soll, dass die ehemals verhaltensgestörten Bären zu ihren natürlichen Verhaltensweisen zurück finden sollen.

Ein Worbiser Petz verbraucht rund 500g Honig im Monat, etwa sieben Kilogramm im Jahr. Mitnutzer sind auf alle Fälle auch die in selber Freianlage lebenden Wölfe, die Süßes keinesfalls verschmähen. Dass der Hilferuf nicht ungehört verhallt, war den Mitarbeitern des Bärenparks klar. Dass die Resonanz jedoch so groß ist, war eine Überraschung. Selbst hinterm großen Teich, in den USA, wurde der Honig-Hilferuf gelesen und Honiggeld überwiesen.

Eine Tierfreundin reiste eigens aus Magdeburg mit der Bahn an, den Rucksack voller Honig. Selbst in Kinder- und Bildungseinrichtungen sammelte man für die Worbiser Bären. So sammelten die Kleinen aus der Froschgruppe des Katholischen Kindergartens "St. Elisabeth" in Worbis genauso eifrig Honig wie die Schüler des Kyffhäusergymnasiums in Bad Frankenhausen, die gleich 12 kg Honig in den Bärenpark brachten. Viele, viele Privatleute und Firmen haben Honig gespendet, viele Pakete wurden vom Postboten mit dem Kommentar "Ist bestimmt wieder Honig!" abgegeben.

Übrigens fressen die Bären mindestens genauso gern Nüsse. Sie sind nicht nur nahrhaft, sondern sind wiederum eine interessante Beschäftigung für die Bären. Alle Nussarten werden gern gefressen und zuvor selbstverständlich von den Bären geknackt. Ein weiterer positiver Aspekt: Das Nüssefressen unterstützt den Aufbau der Fettreserven für den Winter. Nun fehlt es im Bärenpark an Nüssen.
Autor: nnz

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