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Fr, 09:41 Uhr
04.09.2009

Leben im sozialistischen Nordhausen

Buchdeckel (Foto: Hellberg) Buchdeckel (Foto: Hellberg) Fast auf den Tag genau vor zehn Monaten präsentierten die Autoren Markus Veit, Günther Stanislowsky und Thomas Müller in der ehemaligen „Stadtterrasse“ - ihr Buch „Nordhausen im Sozialismus“. Der Erfolg war überwältigend, so dass es nur eine Frage der Zeit war, wann ein weiterer Band folgt.

Jetzt stellten die Autoren in der Hauptfiliale der Kreissparkasse Nordhausen den 2. Band vor. 180 interessierte Bürger wollten sich die Präsentation nicht entgehen lassen. Zum Abschluss gab es dann eine Überraschung: Eiskremriegel „Hexenkuss“, einst produziert bei Georg Hügues in Nordhausen – natürlich ist die „Hexenkussbrigade“ auch im Buch mit einem Foto bedacht.

Den Autoren ist es wieder gelungen, viele aussagekräftige Fotos zusammen zu tragen, die vornehmlich aus dem Schaffen der bekannten Fotografen Berthold Nieborn, Hans Kappler, Herbert Wolff und Heinz Langner stammen. Sie wurden mit einem kurzen Porträt gewürdigt. Eine mehr als höfliche Geste, die leider nicht alltäglich ist.

Den einzigartigen Momentaufnahmen in diesem neuen Buch sind kurze und prägnante Texte zugeordnet, die eine exakte Recherche und fundiertes Wissen erkennen lassen. Jedes Bild erzählt eine eigene Geschichte und nimmt den Leser mit in die Rolandsstadt der 1960er- bis Ende der 1980er-Jahre. Der Betrachter wird erinnert an bestimmte Ereignisse, die das Leben und den Aufbau in der Stadt prägten und an denen er direkt oder indirekt beteiligt war und so zu einer Identifikation mit dem Gezeigten führen. Das macht dieses Buch, das auch ein gutes Stück illustrierte Stadtgeschichte ist, so wertvoll.

Der 2. Band „Nordhausen im Sozialismus“ ist aber auch ein Nachschlagewerk für all jene, die die marode Bausubstanz, die langen Schlangen vor den Gemüsegeschäften, die mehr oder weniger verordnete Teilnahme an 1. Mai-Demonstrationen und anderen politischen Großveranstaltungen und die vielen anderen Unzulänglichkeiten, die diese Zeit mit sich brachte, vergessen haben.

Die rege Teilnahme bei der Präsentation des Werkes und der außergewöhnlich gute Absatz im Buchhandel lässt wiederum sehr großes Interesse an diesem 2. Band erkennen. Das sollte Markus Veit, Günther Stanislowsky und Thomas Müller animieren, über die Erarbeitung eines weiteren Bandes nachzudenken. Themen wie Schule, KJS, Freizeit, Vereinsleben – welches in Interessengemeinschaften sehre rege unter dem Dach des Kulturbundes stattfand – Sport und einiges mehr würden sicherlich auch einen großen Kreis Nordhäuser ansprechen.

Das 151-seitige2. Band „Nordhausen im Sozialismus“ (ISBN 978-3-9811739-3-2), das wiederum in hervorragend Qualität vom Atelier Veit in Nordhausen gestaltet wurde, ist im gut sortierten Buchhandel zum Preis von 20 Euro zu haben.
Autor: rh

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